Hat ein Redditor das Geheimnis gelüftet? Oder ist die Analyse gar nicht so aussagekräftig?
Die Smurf-Debatte hält weiter an. Ein Redditor versucht zwar das Problem nach einer Analyse offensichtlich zu machen, doch auch das ist gar nicht mal so einfach.
Das Problem
Das Smurf-Problem in League of Legends ist seit Jahren ein hitzig diskutiertes Thema. Macht ja auch Sinn - es fühlt sich einfach unfair an, wenn man gefühlt von Beginn des Spiels keine realistische Chance hat zu gewinnen. Schenkt man erfahrenen Spieler Glauben, ist dieses Problem am schlimmsten in Emerald zu spüren. Das würde Sinn machen, denn früher war bekannt, dass High-Elo Spieler ihre Smurfs in niedrigen Diamond Divisionen parken. Um auch diese Problematik zu bekämpfen, führte Riot Emerald ein.
Das Projekt
Ein Redditor machte es sich zur Aufgabe, genau das zu beweisen. Mithilfe eines Algorithmus versuchte er aufzuzeigen, dass in Emerald bis zu 47% aller Accounts Smurfs sind - basierend auf Winrate, Level und gespielten Games. Doch wenn wir ehrlich sind, wird das allgemeine Smurf-Problem, außerhalb von Emerald hier noch einmal unterstrichen: 40% Smurf-Rate in Iron 1 ist einfach nur traurig. Im Endeffekt ist, was der Redditor bemängelt, die allgemeine Untätigkeit bei Riot, wenn es um Smurfs geht.
I scraped 2.27 million EUW accounts from op.gg to quantify the Emerald smurf problem - because Riot won't
by u/jack37512 in leagueoflegends
Das Feedback
Kommentare kritisieren die Vorgehensweise, vor allem, da OP seine Herangehensweise kurz vor Emerald nochmal abändert. Unabhängig davon respektiert man die Mühe, die sich der Redditor macht. Doch viel Kritik ist auch konstruktiv: Data-Analysts geben Tipps, um die Auswertung aussagekräftiger zu machen, zum Beispiel mithilfe der Riot-API. Bis auf das gibt es etliche Kommentare, die sich eine Version von League ohne Smurfs wünschen und noch einmal die Meinung äußern, dass es Riot einfach egal ist.
Ein bestehendes Problem
Riot Games versucht zwar selbst, den Einfluss von Smurfs zu reduzieren, jedoch für viele Spieler einfach nicht genug. Gebottete Accounts, also Accounts, die von einem Bot bis Level 30 geleveled zu werden um sie dann zum Verkauf anzubieten, werden von Riot seit kurzem häufiger gebannt. Doch das Problem ist für viele, dass "Alt-Accounts", also "alternative Accounts" von Riot erlaubt werden, zum Beispiel um eine andere Rolle in Ranked zu spielen. Das macht in den Augen vieler Spieler, die unter Smurfs leiden, jedoch keinen Sinn, denn ein Challenger ADC spielt nicht auf einmal wie Silber, nur weil er jetzt Mitte spielt. Das ist vielen Spielern ein Dorn im Auge, vor allem wenn man das Gefühl bekommt, dass bei Pro-Playern und Content-Creators zum Teil einfach ein Auge zugedrückt wird.