Verhandlungen mit einem Sniper – "Vor dir habe ich keine Angst!"

Streamsniping ist für viele Streamer, die Online-Spiele zocken, ein riesengroßes Problem. Wie man humorvoll damit umgehen kann, zeigt der Dead by Daylight-Streamer Slate.

SLATE
His DbD Streams create loads of interactions like this. | © Slate

Für Streamer gehört Streamsniping immer noch zu einem der größten Probleme und Ärgernisse ihrer Arbeit. Gerade bei Online-Spielen kommt es hier häufiger zu unschönen Situationen. Der Streamer Slate, der für seinen Dead by Daylight-Content bekannt ist, zeigt auf eine witzige Art und Weise, wie man mit der Problematik umgehen kann.

Streamsniping: Das Damokles-Schwert der Streamer

Was ist Streamsniping überhaupt? In Onlinespielen gibt es immer die Möglichkeit, aus Versehen mit einem Zuschauer in eine Lobby zu kommen. Das kann entweder positive oder negative Auswirkungen haben und prinzipiell spricht auch erstmal nichts dagegen.

Zum gezielten Streamsniping wird es erst, wenn bewusst der Stream geschaut wird, um sich mit dem Streamer in eine Lobby zu begeben und das Spiel zu sabotieren. Gerade bei einem asymmetrischen Horrorspiel wie Dead by Daylight wird das zum Verhängnis, wenn der Gegner den Stream findet und damit permanent Informationen über den Aufenthaltsort des Überlebenden hat.

Auch der Streamer Slate trifft häufig auf Streamsniper im Spiel Dead by Daylight. So auch in einem seiner letzten Streams. Hier meldete sich der Killer im Chat, bevor es losging. Meinte von sich selbst, er wäre „freundlich“.

Jetzt ist es nicht mehr okay, weil du gerade den Stream schaust. Du weißt, dass ich an diesem Generator sitze. Also bist du jetzt im Namen der Ehre daran gebunden nicht zu diesem Generator zu kommen. Weil wenn du hierher kommst, cheatest du.

Die Argumentation scheint zu funktionieren. Alles, was er tut, kommentiert der Streamer ähnlich. Der Streamsniper sei an seinen Gamer-Stolz gebunden und ihm irgendwo aufzulauern, wäre unehrenhaft.

Angesicht zu Angesicht mit dem Gegner-Teddy wiederholt er mehrfach, dass er gehen soll. Sie schauen sich lange in die Augen, die Zuschauer halten den Atem an.

Ich habe keine Angst vor dir. Ich meine, schau dich an, ich hab offensichtlich keine Angst vor dir.

Der Killer entfernt sich immer weiter. „Weiter weg.“ kommentiert Slate und geht damit als Sieger aus den Verhandlungen hervor und zeigt damit, wie man charmant mit einem Stream-Sniper umgehen kann.

Kanntet ihr den Begriff vorher vielleicht schon? Findet ihr, Slate hat die Situation gut gelöst? Was ist eure Meinung? Schreibt sie gerne in die Kommentare!

Luca Friedrich

Luca hat eine Leidenschaft fürs Gaming und Tabletop-RPGs. Sein Bachelorstudium in Multimedia und Kommunikation hat er mit den Schwerpunkten Mediendesign und Journalismus abgeschlossen....