Den Drang, immer alles "richtig und perfekt" zu machen, kennt Basti nur zu gut.
Du startest einen Stream, denkst, du guckst einfach nur jemandem beim Minecraft-Spielen zu und plötzlich merkst du: Da gibt jemand alles, um keinen einzigen Fehler zu machen. So wie BastiGHG, der seit über 10 Jahren jeden Tag live ist auf Twitch und sich eine treue Community aufgebaut hat.
Angst vor dem Versagen
Wer ihn kennt, weiß: Basti steht für kreatives Minecraft-Gameplay, waghalsige Bauprojekte und massig Interaktion mit seinen Fans. Aber hinter dem Spaß steckt auch ein ganz eigener Druck, den der Streamer offen anspricht.
In einem seiner Streams brachte er es kürzlich auf den Punkt:
Äh, ich hab halt 'nen superkrassen Drang dazu, alles perfekt zu machen und vor allem gefühlt keinen einzigen Fail darf es von mir irgendwo geben. Was für jemanden irgendwie so Angst vor Hunden ist oder so, ist für mich einfach zu versagen im Stream. Ich hab euch ganz doll lieb, Leute.
Ein Satz, der die Mischung aus Selbstanspruch, Verletzbarkeit und echter Verbundenheit mit seiner Community zeigt. Doch was steckt hinter diesem Drang, alles perfekt zu machen?
Fehlerfreie Performance?
Psychologisch betrachtet kann Perfektionismus viele Ursachen haben. Oft ist er eine Mischung aus innerer Erwartungshaltung und dem Wunsch, von außen Anerkennung zu bekommen. Wer zum Beispiel es nicht anders gelernt hat, dass Fehler machen negativ bewertet wird, entwickelt häufig eine Art innere Stimme, die konstant sagt: „Du darfst keinen Fehler machen.“ Woher der Perfektionismus kommt, kann bei jedem unterschiedlich sein.
In einem Twitch-Stream kann sich das Ganze jedoch noch verschärfen, weil jede Bewegung live von tausenden Augen beobachtet wird. Jeder noch so kleine Fehler wird direkt wahrgenommen. Dass Basti seit über einem Jahrzehnt täglich streamt, verstärkt diesen Effekt noch. Kein Wunder also, dass der Druck, immer alles richtig zu machen, irgendwann fast selbstverständlich Teil seiner Routine geworden ist.
Trotz allem bleibt BastiGHG nahbar. In seinen Streams schafft er es, den Spagat zwischen Hochleistung und Lockerheit hinzubekommen. Er zeigt, dass Perfektionismus keine Schande ist, sondern ein Teil seiner Persönlichkeit, den er akzeptiert und mit seiner Community teilt.
Für alle, die selbst dazu neigen, alles "perfekt" machen zu wollen, ist der Content-Creator ein gutes Beispiel: Man kann sich selbst herausfordern und gleichzeitig Spaß an der Sache haben. Und manchmal reicht es auch, einfach mal „fail friendly“ zu sein und sich nicht zu hart zu verurteilen. Erkennt ihr euch in diesem Muster wieder? Dann schreibt uns eure Gedanken unten in die Kommentare!