Die Militante Veganerin spricht über ihren Weg zur Tierrechts-Aktivistin und den Moment, der ihre Sicht veränderte.
Die Ärztin und Content-Creatorin Raffaela Raab, die im Internet bekannt ist als "Die Militante Veganerin", spricht über ihren Weg zum Veganismus und erklärt, warum für sie Ernährung, Gesundheit und Tierrechte eng miteinander verbunden sind. In einer Diskussion macht sie deutlich, dass Veganismus für sie nicht nur eine Ernährungsweise, sondern vor allem eine ethische Entscheidung ist.
Vom Medizinstudium zur pflanzlichen Ernährung
Ihren eigenen Angaben zufolge wurde Die Militante Veganerin nicht direkt zu Beginn ihres Medizinstudiums vegan. Erst während ihres Studiums begann sie, sich intensiver mit pflanzlicher Ernährung auseinanderzusetzen. Dabei fiel ihr auf, dass das Thema Ernährung ihrer Meinung nach im medizinischen Bereich kaum ausreichend behandelt werde. Sie habe sich gefragt, warum selbst Ärzte in ihrem Umfeld mit gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht zu kämpfen hätten, obwohl sie sich häufig ähnlich ernähren würden wie viele ihrer Patienten. Ernährung sei aus ihrer Sicht ein wichtiger Einflussfaktor auf die Gesundheit, werde aber im Medizinstudium zu wenig berücksichtigt.
Daraufhin begann sie, sich eigenständig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Zunächst las sie Bücher über pflanzliche Ernährung, später beschäftigte sie sich intensiver mit wissenschaftlichen Studien. Während dieser Zeit sei auch die ethische Komponente des Veganismus für sie immer wichtiger geworden.
Ein Erlebnis im Krankenhaus veränderte ihre Sichtweise
Der entscheidende Moment kam laut Die Militante Veganerin erst nach ihrem Studium, als sie bereits als Ärztin arbeitete. Während einer Behandlung habe sie einen Patienten mit Herzinfarkt betreut, der unter anderem Medikamente gegen erhöhte Cholesterinwerte erhielt.
Gleichzeitig habe im Krankenhaus ein Fleischgericht auf dem Speiseplan gestanden. Für sie entstand dadurch ein Widerspruch: Während medizinisch versucht wurde, gesundheitliche Folgen zu behandeln, wurde aus ihrer Sicht gleichzeitig eine Ernährung angeboten, die mit diesen Problemen zusammenhängen könne.
Diese Situation sei für sie ein wichtiger Auslöser gewesen, Veganismus nicht mehr nur aus gesundheitlicher Perspektive zu betrachten, sondern auch die ethische Frage dahinter zu hinterfragen.
„Tierrechte sind die logische Erweiterung von Menschenrechten“
In einer Diskussionsrunde argumentiert Raffaela außerdem, dass Tierrechte für sie eine konsequente Erweiterung von Menschenrechten seien. Wenn man es ablehne, Menschen als Ware zu betrachten oder ihren Körper gegen ihren Willen auszunutzen, müsse man sich ihrer Meinung nach auch mit dem Umgang mit Tieren auseinandersetzen.
Sie betont, dass Tiere ebenfalls fühlende Lebewesen seien und Schmerzen empfinden könnten. Deshalb sei es für sie nicht logisch, zwischen verschiedenen Lebewesen grundsätzlich zu unterscheiden, wenn es um den Schutz vor Ausbeutung gehe. Auf den Einwand, dass man Veganismus nicht mit anderen gesellschaftlichen Themen vergleichen könne, entgegnet sie, dass Vergleiche notwendig seien, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Für sie stelle sich vor allem die Frage, warum Menschen vor Ausbeutung geschützt würden, während bestimmte Tiere weiterhin genutzt und getötet werden dürften.
Für Die Militante Veganerin ist Veganismus deshalb nicht nur eine Frage der Ernährung, sondern eine ethische Haltung gegenüber allen fühlenden Lebewesen. Was sagst du zu dem Ganzen? Lebst du Vegan? Schreib es uns in die Kommentare.
