GTime verdient mit Twitch echt nicht schlecht und erklärt, warum er bei Werbung bewusst Maß hält.
Seit zwölf Jahren ist STreamer GTime auf Twitch aktiv, doch erst im vergangenen Jahr gelang ihm der große Durchbruch. Plötzlich zählen nicht nur fünfstellige Zuschauerzahlen zu seinem Alltag, er ist auch mit den bekanntesten Streamern Deutschlands befreundet und verdient mit seinem Content ein beeindruckendes Einkommen. Für GTime, der ursprünglich als gelernter Koch arbeitete, ist das ein weiter Weg: Er erzählte in Streams, dass er mit seinem Job gerade einmal 1.200 Euro netto monatlich verdiente. Heute kann er an einem einzigen Streamtag mehrere Tausend Euro verdienen.
Erfolg ja, übertriebene Werbung nein
Trotz dieses Erfolgs bleibt GTime seinen Prinzipien treu – besonders beim Thema Werbung. In einem aktuellen Stream ging er ausführlich auf die Diskussion ein, die immer wieder aufkommt: die Frage, ob er mehr Werbung in seinen Streams schalten sollte. Die Community hatte ihm im Chat mehrfach geschrieben: „Schalt mehr Werbung, GTime, gönn dir!“ Doch der Streamer erklärte, warum er bewusst bei einer moderaten Menge bleibt.
„Man sieht das auch bei der Werbung jetzt hier, ne? Alle Leute schreiben: 'Schalt mehr Werbung, GTime, mach mehr Werbung.' Ich finde das super lieb. Aber ich bin jetzt einfach mal so transparent: Ich hatte gestern im Durchschnitt achttausend Zuschauer, in der Spitze fast elftausend, und mit der Werbung habe ich insgesamt fast tausend Euro eingenommen.“
GTime setzt auf faire Werbung
Er erläuterte das System auf Twitch: Entweder bekommt jeder neue Zuschauer automatisch Werbung, oder der Streamer schaltet gezielt etwa drei Minuten Werbung pro Stunde. GTime wählt Letzteres – eine Praxis, die er seit seinen frühen Tagen bei Craft Attack pflegt. „Das sind fünf Prozent von der Gesamtzeit einer Stunde und damit sind die meisten Leute fein“, so GTime. Für ihn sei das ein fairer Kompromiss zwischen Einnahmen und Zuschauererlebnis.
Der Streamer machte auch deutlich, dass es ihm nicht darum geht, das Maximum an Geld aus jedem Stream herauszuholen. Er zitierte humorvoll eine Szene aus „Two and a Half Men“:
„Das Leben gibt dir eine Zitrone und du könntest daraus richtig schöne Limonade machen, aber du beißt in diese Zitrone und saugst sie aus.“
Für GTime bedeutet das: Er möchte seinen Zuschauern einen angenehmen Stream bieten, ohne die Streams zu stark mit Werbung zu belasten.
Mit dieser Haltung zeigt der Content-Creator, dass Erfolg für ihn nicht nur über Geld definiert wird, sondern auch über Authentizität und Fairness gegenüber seiner Community. Sein Beispiel verdeutlicht, wie Streaming inzwischen zu einem lukrativen Beruf geworden ist, auch ohne dass man dafür seine Prinzipien über Bord werfen muss.
Was sagst du zu dem Ganzen? Findest du die Aktion von ihm cool oder würdest sagen, dass er die Werbung schon etwas hochstellen könnte? Lass es uns in den Kommentaren wissen.