Influencer Frankie LaPenna stieg gegen einen 1,83 Meter großen humanoiden Roboter in den Käfig – ein viraler Kampf mit brutalen Tritten, einer gebrochenen Hand und Millionen Aufrufen.
Die Menschheit hat endlich ihren Showdown zwischen Roboter und Mensch bekommen – und unser Vertreter war Content Creator Frankie LaPenna. Am 18. September stieg LaPenna in San Francisco bei einer REK-Showveranstaltung gegen einen ausgewachsenen humanoiden Roboter in den Käfig. Beworben wurde das Event als erster „Kampf zwischen Mensch und Terminator-Roboter“. Ein paar Sekunden lang sah die Aufgabe beinahe machbar aus. Dann fing der Roboter an zu treten.
Es lief ungefähr so gut, wie man erwarten würde
Die viralen Aufnahmen zeigen, wie LaPenna aggressiv nach vorne geht, Schläge austeilt und die Maschine mehrfach trifft. Zu seinem Pech ist es allerdings etwas völlig anderes, auf einen humanoiden Roboter aus Metall einzuschlagen als auf einen Menschen.
Der EngineAI T800 schlägt schon bald mit einer Reihe kräftiger Tritte zurück, die LaPenna nach hinten schleudern und schließlich zu Boden schicken. In einer Szene wird der Influencer in Richtung Käfiggitter gedrängt, bevor ihn ein weiterer Tritt erneut umhaut. Später zeigte LaPenna seine stark geschwollene Hand und erklärte, er habe sie sich bei dem Kampf gebrochen.
Das Video verbreitete sich beinahe sofort rasant. Als am 21. und 22. September auch große Medien über die Aktion berichteten, war von rund 45 Millionen Aufrufen und 2,7 Millionen Likes die Rede. Offenbar hat es immer noch einen gewissen Neuheitswert, einem Menschen dabei zuzusehen, wie er sich freiwillig einen Faustkampf mit einem Roboter liefert.
Der Roboter kämpfte gar nicht selbstständig
Trotz der unvermeidlichen Vergleiche mit Terminator entschied der Roboter nicht eigenständig, wie er LaPenna angreifen sollte. REKs Kampfsystem setzt auf menschliche Piloten, die die Maschinen steuern. Software unterstützt dabei die Bewegungsabläufe, das Gleichgewicht und die Stabilität.
Die Hardware allein ist schon einschüchternd genug. EngineAI gibt für den T800 eine Größe von 173 Zentimetern und je nach Ausführung ein Gewicht von etwa 75 bis 85 Kilogramm an. Das maximale Gelenkdrehmoment beträgt bis zu 450 N·m. Der Hersteller warnt wegen der leistungsstarken Antriebe sogar ausdrücklich davor, dem Roboter zu nahe zu kommen. Natürlich kam jemand zu dem Schluss, der nächste logische Schritt sei, ihn in einen Käfig zu stellen.
Hat der Roboter tatsächlich gewonnen?
Wer nur den viralen Clip gesehen hat, dürfte genau diesen Eindruck bekommen haben. LaPenna geht zu Boden, während die Maschine aufrecht stehen bleibt. Damit hatte das Internet alle Aufnahmen, die es brauchte, um die Roboter vorzeitig zu Siegern zu erklären.
REK erklärte später, LaPenna habe weitergekämpft und die Maschine letztlich besiegt, indem er sie umwarf. Dieser Teil verbreitete sich allerdings längst nicht so weit wie die Aufnahmen, in denen er quer durch den Käfig getreten wird.
Die Aktion zeigte vor allem, wie leistungsfähig moderne humanoide Roboter körperlich inzwischen sind, und bot weniger einen Vorgeschmack auf die Machtübernahme autonomer Maschinen. Hinter der Steuerung des T800 saß weiterhin ein Mensch. Die Tritte waren allerdings sehr real – und LaPennas Hand hat offenbar das passende Röntgenbild als Beweis.
