Wunsch nach mehr Zivilcourage unter Männern: KDRKitten im Twitch-Stream

KDRKitten spricht im Stream über Männer, Misogynie und Verantwortung im Alltag.

KDR Kitten
Mit dieser Aussage trifft die Streamerin für viele Zuschauer ins Schwarze! © KDRKitten

Nicht nur Gamen, sondern die Plattform auch für Realtalk verwenden! Bei einem ihrer vergangenen Twitch-Streams hat die Streamerin KDRKitten eine Debatte aufgegriffen, die in sozialen Medien brandaktuell ist und derzeit immer wieder für Diskussionen sorgt: das Miteinander zwischen Frauen und Männern in der heutigen Gesellschaft, insbesondere im Kontext von Sicherheit, Misogynie und gegenseitiger Verantwortung. Doch was ist ihre Meinung dazu?

Sich ganz klar positionieren

Ausgehend von der Beobachtung, dass in Online-Diskursen häufig darüber gesprochen wird, dass Frauen „keine Männer brauchen“, stellte KDRKitten diese Haltung differenziert dar. Sie betonte, dass es wichtig sei, die Hintergründe solcher Aussagen zu verstehen. Viele Frauen würden solche Positionen aus Erfahrungen mit Unsicherheit, Abhängigkeit oder problematischem Verhalten in Beziehungen entwickeln. Gleichzeitig hob sie hervor, dass ihr persönlicher Fokus weniger auf Trennung als vielmehr auf Veränderung innerhalb bestehender Strukturen liegt.

„Wir brauchen nicht unbedingt Männer“
, erklärte sie sinngemäß im Stream, „aber wir brauchen Männer, die für uns und mit uns kämpfen.“ Damit sprach sie eine Form von Verantwortung an, die über individuelle Beziehungen hinausgeht: Männer sollen in ihrem sozialen Umfeld eingreifen, wenn problematische oder frauenfeindliche Aussagen von anderen Männern getätigt werden.

Besonders konkret wurde KDRKitten bei der Frage, wie sich Misogynie im Alltag reproduziert. Sie appellierte an Männer, in Freundesgruppen nicht zu schweigen, wenn abwertende oder sexistische Kommentare fallen. Wörtlich sagte sie: „Männer, die in ihren Freundesgruppen auch mal ihren Mund aufmachen und sagen: ‚Hey Bruder, das, was du gerade über diese Frau gesagt hast, ist misogyner Blödsinn.‘“ Diese direkte Art, etwas dagegen zu sagen, ist für sie ein wichtiger Schritt, um die Stimmung in der Gesellschaft langsam zu verändern.

Im weiteren Verlauf ihres Streams meinte sie, dass sich einiges verändern könnte, wenn Männer sich gegenseitig mehr supporten und auch in ihren Freundeskreisen klar sagen, wenn Aussagen frauenfeindlich sind. So könnte sich das Miteinander zwischen den Geschlechtern langfristig verbessern. Für sie geht’s dabei weniger um Streit, sondern eher darum, im eigenen Umfeld bewusster zu handeln und Verantwortung zu übernehmen.

Sie macht sich dafür stark

Die Diskussion zeigt damit ein Thema, das online oft ziemlich hitzig geführt wird: Geschlechterrollen werden schnell gegeneinander ausgespielt und stark vereinfacht. KDRKitten setzt dagegen eher auf etwas Kleineres und Direkteres – nämlich im eigenen Umfeld anzufangen, also im Freundeskreis, im Alltag und in Gesprächen miteinander.

Wie stehst du zu dem ganzen Thema? Teilst du die Meinung von KDRKitten oder würdest du das anders angehen? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....