„Rechtsextremismus, Turbo-Arsch, darf es nie wieder geben“. Hänno findet klare Worte!
HandOfBlood ist eigentlich für Gaming, Entertainment und seine direkte Art bekannt. Doch in einem Twitch-Stream spricht der Content-Creator auch immer wieder über gesellschaftliche und politische Themen. Dabei äußerte er sich nun ausführlich darüber, wie sich der Umgang mit Rechtsextremismus seiner Wahrnehmung nach verändert hat – und zeigte sich angesichts der aktuellen Entwicklungen sichtlich irritiert.
Früher war Rechts klar verpönt
„Aber ich finde es immer wieder krass“, beginnt Hänno seine Gedanken. Für ihn sei es früher gesellschaftlich deutlich klarer gewesen, wie mit rechtsextremem Gedankengut umzugehen sei. „Früher waren ohne Diskussion Nazis, rechtes Gedankengut, Menschen, die rechts sind, absoluter Abschaum“, sagt er. „So was durfte man nicht zulassen, tolerieren, aufkommen lassen.“
Auch die politische Bedeutung rechtsextremer Parteien sei seiner Erinnerung nach eine völlig andere gewesen. Als Beispiel nennt er die NPD: „Die haben vielleicht mal regional, wenn überhaupt, 5 Prozent geschafft.“ Damals seien sich seiner Meinung nach viele Menschen einig gewesen: „Alle waren sich einig, das darf es nicht geben.“
„Heutzutage ist es einfach straight up AfD“
Gerade deshalb könne er die heutige politische Situation nur schwer nachvollziehen. „Und heutzutage ist es einfach straight up AfD, stärkste Kraft“, sagt der Streamer. Für ihn sei diese Entwicklung besonders surreal, weil er in einer Zeit aufgewachsen sei, in der die Ablehnung von Rechtsextremismus für ihn selbstverständlich gewesen sei.
„Das ist so surreal für mich, wenn man in einer Zeit aufgewachsen ist, wo gefühlt die ganze Gesellschaft sich einig war: Rechtsextremismus, Turbo-Arsch, darf es nie wieder geben“, erklärt HandOfBlood.
Besonders beschäftigt ihn dabei, dass er auf Social-Media immer wieder sehr junge Menschen sehe, die sich offen mit der AfD auseinandersetzen und deren Inhalte unterstützen. „Die AfD nutzt es ja auch leider sehr gut für sich“, sagt er und fügt hinzu: „Wenn ich da so echt junge Menschen sehe, die da so voll mitmachen, dann frage ich mich immer, was wird denn heutzutage in den Schulen unterrichtet?“
Für HandOfBlood spielt dabei offenbar auch die Erinnerungskultur eine wichtige Rolle. Er selbst erinnert sich an einen sehr intensiven Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg während seiner Schulzeit: „Ich weiß nicht, wie es bei euch war, als ihr aufgewachsen seid, aber bei mir in der Schule wurde wirklich sehr intensiv der Zweite Weltkrieg thematisiert.“
Seine Worte zeigen vor allem, wie sehr sich die Stimmung seiner Meinung nach verändert hat. Was für ihn früher ganz klar war – Rechtsextremismus darf keinen Platz bekommen – sieht er heute deutlich anders. Besonders dass er auf Social Media immer wieder junge Menschen sieht, die rechte Inhalte feiern, macht ihn nachdenklich. Wie seht ihr das? Habt ihr auch das Gefühl, dass sich der Umgang mit Rechtsextremismus in den vergangenen Jahren verändert hat? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
