"Hätte meine eigene Mutter umgebracht" Polizei stürmt Wohnung von Streamer Gtime nach falschem Mord-Notruf

Schock für Streamer Gtime: Ein brutaler Swatting-Angriff eskalierte mitten im Livestream. Alle Infos dazu bekommst du hier!

G Time TV
Wie kann man sowas jemanden antun? © Gtime

Der Streamer Gtime, bürgerlich Kevin Lose, ist Opfer eines schockierenden Swatting-Angriffs geworden. In einem seiner Twitch-Livestream brach er nun sein Schweigen und schilderte, wie es zu dem dramatischen Polizeieinsatz kam und warum seine Community davon zunächst nichts mitbekam.

Das geht zu weit!

Swatting bezeichnet das absichtliche Absetzen eines falschen Notrufs, um einen bewaffneten Polizeieinsatz bei einer Zielperson auszulösen. In der Streaming-Szene ist das leider kein Einzelfall. Auch andere Creator wie Trymacs und Rezon waren bereits von Swatting-Vorfällen betroffen. Doch der Fall rund um Gtime erreicht eine neue Dimension der Abartigkeit.

Wie Gtime berichtet, habe sich eine unbekannte Person als er ausgegeben und den Notruf kontaktiert. Die schockierende Behauptung: In seiner Wohnung liege eine Leiche, er habe seine eigene Mutter mit einem Küchenmesser getötet. Die Folge: Zehn Polizeibeamte rückten an und stürmten die Wohnung. Während seine Partnerin in eine Ecke gedrängt wurde, gingen mehrere Beamte auf ihn los. Eine Situation, die für alle Beteiligten traumatisch war!

Und das krasse dabei: Der Stream lief weiter! Doch dank schneller Reaktion im Hintergrund bekam die Community von dem Einsatz nichts mit. Seine Partnerin habe in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, solche Angriffe im Keim zu ersticken, um dem Täter keine öffentliche Aufmerksamkeit zu schenken.

Jetzt folgen rechtliche Schritte

Lange Zeit hielt Gtime die Vorfälle geheim. Nun erklärte er, warum: Im Hintergrund liefen bereits Ermittlungen. Er habe „keine Kosten und Mühen gescheut“, sich einen Anwalt genommen und arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen.

Mit Erfolg. Laut eigener Aussage konnte die verantwortliche Person identifiziert werden. Es laufen nun mehrere Verfahren – sowohl von staatlicher Seite als auch zivilrechtlich durch ihn selbst eingeleitet. Die Adresse des mutmaßlichen Täters liege ihm bereits vor, veröffentlichen werde er diese jedoch nicht.

Twitch-Streamer Gtime machte deutlich, dass er bei diesem Thema keinen Spaß verstehe. Der Vorfall habe ihn psychisch stark belastet. Dass er sich in letzter Zeit häufiger niedergeschlagen zeigte, habe genau mit solchen Hintergründen zu tun gehabt. Trotzdem entschuldigte er sich bei seiner Community dafür, wenn seine Stimmung im Stream gelitten habe: ein Zeichen, wie sehr ihn das Ganze beschäftigt.

Swatting ist kein „Prank“, sondern eine Straftat

Der Fall zeigt erneut, wie gefährlich Swatting ist. Ein falscher Notruf kann fatale Folgen haben: für die Betroffenen, für die Einsatzkräfte und im schlimmsten Fall auch körperlich. Für Gtime und seine Partnerin bleibt zu hoffen, dass die juristischen Konsequenzen ein deutliches Signal setzen. Swatting ist kein harmloser Internet-Scherz, sondern eine schwere Straftat mit potenziell lebensbedrohlichen Auswirkungen.

Das gesamte EarlyGame-Team wünscht den beiden Gerechtigkeit, Sicherheit für die Zukunft und vor allem die nötige Stärke, um diesen Schock hinter sich zu lassen.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....