MontanaBlack äußert sich in einem Livestream kritisch zur Wegzugssteuer und erklärt, warum er sich geknechtet fühlt.
Der populäre Twitch-Streamer MontanaBlack, bürgerlich Marcel Eris, hat in einem Livestream seinem Ärger über das deutsche Steuersystem Luft gemacht. Im Zentrum seiner Kritik steht die sogenannte "Wegzugsbesteuerung". Diese Regelung sorgt dafür, dass erfolgreiche Unternehmer bei der Verlegung ihres Wohnsitzes ins Ausland Steuern auf fiktive Gewinne zahlen müssen. Für den Streamer fühlt sich das Gesetz wie eine moderne Form der Knechtschaft an.
Die finanziellen Fesseln
In seiner gewohnt direkten Art erklärte Monte auf Nachfrage seiner Zuschauern, warum ein dauerhafter Umzug ins Ausland für ihn derzeit unmöglich sei. Das Problem liege an seinen erfolgreichen Unternehmensanteilen. Der deutsche Staat verlangt beim Verlassen des Landes eine Steuer auf den theoretischen Marktwert von Firmenanteilen - selbst wenn diese gar nicht real verkauft werden.
Der Content-Creator verdeutlichte das Dilemma an einem konkreten Rechenbeispiel: Würde man den Gesamtwert eines Unternehmens, inklusive Firmenanteile, auf etwa 50 Millionen Euro schätzen, fordert das Finanzamt im Falle eines Wegzugs schlagartig rund zehn Millionen Euro an Steuern. Da dieses Vermögen jedoch im Unternehmen gebunden ist und kaum jemand über eine derartige Menge an liquiden Mitteln auf dem Bankkonto verfügt, ist solche eine Summe schlicht kaum sofort tilgbar.
Aufgrund dieser steuerrechtlichen Hürde verglich sich Eris im Stream drastisch mit einem Gefangenen und polterte frustriert: „Vater Staat hält mich als Sklave!“ Der Streamer fühlt sich von der Gesetzgebung willkürlich an das Land gekettet. Obwohl MontanaBlack in der Vergangenheit betonte, dass er hohe Steuerzahlungen auf real fließende Einnahmen grundsätzlich als fair empfinde, sieht er in der Besteuerung von rein fiktiven Gewinnen eine unfaire Barriere. Diese greife massiv in seine persönliche Freiheit ein und mache ein Auswandern für ihn faktisch unmöglich.
Monte spricht ein reales Problem an, das viele deutsche Gründer und Unternehmer betrifft. Die Wegzugsteuer soll Steuerflucht verhindern, blockiert in der Praxis aber oft die persönliche und berufliche Freiheit von Unternehmern, deren Vermögen in Firmenwerten statt auf dem Sparkonto liegt. Für Eris bleibt Deutschland damit trotz seines Reichtums ein goldener Käfig.
Was denkst du über MontanaBlacks emotionale Kritik? Verstehst du seinen Frust über die „fiktive“ Steuer, oder gehört das Risiko für Top-Verdiener in Deutschland einfach dazu? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare und diskutiere mit!
