Suche nach Herausforderungen, aber Flucht vor der Liebe? Content-Creator Arda über die Challenges seines Lebens

Arda Saatçi, Ultramarathon-Profi und YouTuber, spricht offen über Liebe, Herzschmerz und Bindungsangst.

Arda
Sportler, YouTuber und Challenge-König Arda über Herzschmerz und Beziehungen © ardasaatci

Wenn man Arda Saatçi hört, denkt man sofort an Challenges, die kaum jemand auf diesem Planeten schafft. Der sportliche YouTuber und Content-Creator hat bereits Ultramarathons durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und die USA gerockt – insgesamt über 3000 km in 74 Tagen, jeden Tag mindestens einen Marathon. Und weil das noch nicht reicht, legte er 2025 noch mal 3000 km quer durch Japan zurück, von der Nordspitze bis in den Süden, durch unterschiedliche Klimazonen, täglich anderthalb bis zwei Marathons.

Klar, sowas macht man nicht jeden Tag – aber für Arda ist Sport, Bewegung und gesunde Ernährung mehr als Hobby: Es ist Lifestyle, Philosophie und Content zugleich.


Vorsicht statt Blindflug

Zwischen Training, Marathons und Social-Media-Content bleibt wenig Platz für Liebe – zumindest, wenn man es so ernst nimmt wie Arda. In einem Podcast hat er jetzt ziemlich offen erklärt, warum er keine Freundin hat, sondern vorsichtig mit Beziehungen umgeht.

In Sachen Liebe hab ich, glaub ich, so bisschen Vertrauensprobleme so. Ich hab Angst, irgendwie verletzt zu werden, glaub ich. Hört sich jetzt so ein bisschen sanft an, aber so dieses – weil ich wüsste nicht, weil ich weiß nicht, weil ich hab von voll viel Kumpels schon gesehen, wie die sich verändert haben, nachdem ihr Herz gebrochen wurde.

So tickt Arda in Sachen Liebe

Der YouTuber beschreibt weiter, dass er sich schwer vorstellen kann, sich komplett zu öffnen und fallen zu lassen, weil er nicht weiß, was das in seinem Kopf auslösen würde. Die Angst vor Herzschmerz ist real, und er ist damit alles andere als allein:

Und weil ich dieses Gefühl von Liebe nicht so, also jetzt außer Eltern, aber so jetzt eine neue Frau kennenzulernen und dich so komplett so zu öffnen und dich so fallen zu lassen, weiß ich nicht so, wie sich, was sich dann in meinem Kopf ändern würde. Und das ist so diese Angst.

Psychologisch betrachtet ist das absolut nachvollziehbar. Ängste vor Nähe und Bindung entstehen oft durch eigene Erfahrungen oder das Beobachten von anderen, die schon verletzt wurden. Das Gehirn speichert diese „Gefahrensituationen“ und will uns schützen. Das Resultat: Vorsicht, Misstrauen oder Bindungsangst. Viele Menschen fühlen sich dadurch gehemmt, sich komplett auf jemanden einzulassen. Arda Saatçi ist also kein Einzelfall – nur spricht er so offen darüber, während andere eher still leiden.

Trotzdem zeigt der Sportler, dass man Herz und Kopf gleichzeitig navigieren kann. Auf Social Media motiviert er seine Community nicht nur mit krassen sportlichen Projekten, sondern auch durch seine Ehrlichkeit. Fans sehen: Man kann extreme Challenges meistern, seinen Körper bis ans Limit bringen – und trotzdem emotional reflektiert bleiben. Meint er Arda schafft es trotzdem sich irgendwann zu öffnen und sich zu verlieben? Oder wird der Sport immer seine große Liebe bleiben? Schreibt uns eure Meinung zu dem Thema in die Kommentare.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....