FURIA kämpft nun gegen LØS um den direkten Platz in der Swiss Stage.
FURIA ist das letzte Team, das sich für die Worlds 2026 qualifiziert hat. Im Lower-Bracket-Finale der CBLOL-Playoffs setzte sich das Team deutlich mit 3:0 gegen LOUD durch und zog damit ins Grand Final gegen LØS ein. Weil Brasilien in diesem Jahr zwei Startplätze bei den Worlds besitzt, ist FURIAs Ticket damit sicher – offen ist nur noch, ob das Team direkt in der Swiss Stage startet oder zunächst durch das Play-in muss.
FURIA lässt LOUD keine Chance
Das 3:0 wirkt auf dem Papier deutlich – und über weite Strecken war es das auch. FURIA kontrollierte die Serie und ließ LOUD kaum Gelegenheit, selbst dauerhaft den Rhythmus vorzugeben. Lediglich in Game 2 musste das Team ernsthaft kämpfen: LOUD erspielte sich früh einen größeren Vorteil, konnte daraus aber keinen Sieg machen.
FURIA blieb ruhig, fand den Weg zurück ins Spiel und drehte die Partie noch. Gerade dieser zweite Sieg war wahrscheinlich der entscheidende Moment der Serie. Statt dass LOUD auf 1:1 stellte und Momentum aufbaute, ging FURIA mit einem 2:0-Vorsprung ins dritte Game und machte anschließend den Sweep perfekt.
Für LOUD endet die Saison damit bitter. Die Organisation erreichte zwar erneut die entscheidende Phase der CBLOL-Playoffs, verpasst diesmal aber sowohl das Finale als auch die Worlds. Platz drei reicht 2026 nicht, weil nur die beiden Finalisten Brasilien international vertreten.
FURIA krönt ein starkes internationales Jahr
Für FURIA ist die Worlds-Qualifikation dagegen der nächste Höhepunkt einer Saison, in der das Team Brasilien bereits mehrfach international vertreten hat. 2026 war FURIA unter anderem beim Americas Cup, beim MSI und beim Esports World Cup dabei. Nun kommt mit den Worlds auch das wichtigste Turnier des Jahres dazu.
Gerade das macht die Qualifikation bemerkenswert. FURIA ist nicht einfach nur irgendwie durch die Playoffs gerutscht, sondern hat über das ganze Jahr hinweg gezeigt, dass das Team zur absoluten Spitze Brasiliens gehört.
Auch im CBLOL war FURIA bereits in Split 1 ganz vorne dabei. Dort gewann die Organisation das Finale gegen LØS mit 3:1. Jetzt kommt es erneut zum gleichen Duell – diesmal aber mit noch größeren Konsequenzen.
Gegen LØS geht es um mehr als den CBLOL-Titel
Das Grand Final am 10. Oktober entscheidet nämlich nicht nur darüber, wer brasilianischer Champion wird. Der Sieger zieht direkt in die Swiss Stage der Worlds ein. Der Verlierer muss ins Play-in.
Damit ist die Ausgangslage klar: Beide Teams sind qualifiziert, aber Seed 1 ist extrem wertvoll. Das neue Play-In-Format ist deutlich härter als in früheren Jahren, weil nur ein Team weiterkommt.
Der brasilianische Seed 2 trifft dort auf die dritten Seeds aus der LEC, der LCS und der LCP. Für Brasilien bedeutet eine Finalniederlage also nicht einfach nur einen schlechteren Seed, sondern ein echtes Eliminationsrisiko noch vor Beginn der Swiss Stage.
Genau deshalb dürfte das Finale für FURIA fast genauso wichtig sein wie die Qualifikation selbst. Wer direkt in die Swiss Stage einzieht, spart sich zusätzliche Serien und vermeidet das Risiko, bei den Worlds schon vor dem eigentlichen Main Event auszuscheiden.
Das Worlds-Teilnehmerfeld steht
Mit FURIAs Sieg ist nun auch das letzte offene Worlds-Ticket vergeben. Die regionalen Qualifikationen sind damit abgeschlossen; offen sind nur noch einzelne Seeds und insbesondere die Frage, welches brasilianische Team direkt in der Swiss Stage startet.
Die Swiss Stage beginnt am 23. Oktober in Allen, Texas. Riot hat für 2026 erneut eine große internationale Mischung aus LCK, LPL, LEC, LCS, LCP und CBLOL zusammengestellt.
Für Brasilien ist die Situation besonders spannend. Mit zwei Worlds-Slots bekommt die Region mehr internationale Repräsentation als in vielen früheren Jahren. LØS und FURIA haben jetzt beide die Chance, zu zeigen, dass der CBLOL nicht nur Zuschauerzahlen und Leidenschaft mitbringt, sondern auch sportlich mithalten kann.
Für FURIA ist die Arbeit noch nicht erledigt
FURIA hat den wichtigsten Schritt geschafft: Das Team fährt zu den Worlds.
Jetzt geht es darum, den möglichst besten Weg dorthin zu sichern. Das Rematch gegen LØS bietet die Chance auf den CBLOL-Titel, Revanche für frühere Niederlagen und vor allem den direkten Platz in der Swiss Stage.
Der Sweep gegen LOUD war dafür ein starkes Statement. FURIA wirkte stabil, kontrolliert und mental stark genug, um selbst ein schwieriges Game 2 noch zu drehen.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis vor dem Finale: FURIA hat sich nicht nur als letztes Team für die Worlds qualifiziert. Es reist auch mit echtem Momentum in den letzten großen nationalen Kampf vor dem Turnier.