Hollywood liebt gute Comeback-Geschichte schon immer – außer, wenn es das mal nicht tut. Im Laufe der Jahre hat sich Paramount Pictures still und leise einen Ruf dafür aufgebaut, sich von Schauspielerinnen und Schauspielern zu trennen, deren Meinungen, politische Ansichten oder persönliche Entscheidungen nicht in das bevorzugte Narrativ des Studios passten. Ob man das nun als unternehmerische Vorsicht oder kulturelle Zensur bezeichnet – eines ist sicher: Einige wirklich talentierte Künstlerinnen und Künstler fanden sich plötzlich auf der falschen Seite des Studiozauns wieder.
Bevor jetzt jemand zu sehr in die Defensive geht: Es geht hier nicht darum, schlechtes Verhalten zu entschuldigen oder Hassrede zu rechtfertigen. Es geht darum, die feine Linie zwischen Verantwortlichkeit und Ächtung zu erkennen – und darum, wie leicht die öffentliche Wahrnehmung durch Schlagzeilen und PR-Strategien beeinflusst werden kann. Diese Schauspieler mögen bei Paramount in Ungnade gefallen sein, doch ihre Kunst und ihr Einfluss hallen in Hollywood weiterhin laut nach.