9. Starfield (2023)
Starfield ist dann am stärksten, wenn es sich auf Bethesdas Komfortzone verlässt: Quest-Hubs voller kleiner Geschichten, Fraktionen mit konkurrierenden Interessen und dieser vertraute Loop, in der man sich stundenlang ablenken lässt, nur weil man die falsche Tür geöffnet hat. Die neuen Elemente – Raumfahrt, Schiffsbau, Planetensprünge – wirken zugleich beeindruckend und seltsam zerstückelt, als würde man zwischen großartigen Ideen hin- und herhüpfen, die nicht immer zu einem nahtlosen Ganzen verschmelzen.
Manche Spieler lieben den Umfang und die Sandbox-Freiheit; andere vermissen die dichte, handgebaute Geschlossenheit, durch die sich Skyrim und Fallout wie ein einziger zusammenhängender Ort anfühlen. Das Gunplay ist selbstbewusster als in älteren Bethesda-Titeln, und die Rollenspieloptionen können glänzen, wenn man sich konsequent auf einen Build und eine Rolle einlässt. Es ist ambitioniert, oft spaßig und ein klein wenig zu sehr zusammengeflickt, um zu den saubersten Klassikern des Studios zu zählen. | © Bethesda Game Studios