Manche Serien werden über Nacht zum kulturellen Phänomen und sind plötzlich in aller Munde. Diese 15 Kultserien haben ihr Erscheinungsjahr geprägt wie kaum eine andere.
DIE Shows ihrer Jahre!
„Wer hat J.R. angeschossen?“ Diese Frage dominierte damals die Gespräche in Büros und an Arbeitsplätzen im ganzen Land. Mit Ölgeschäften, Familienintrigen und Verrat machte Dallas das Fernsehen zum Pflichtprogramm. Besonders die legendären Cliffhanger ließen Zuschauer monatelang auf Antworten warten und machten die sogenannte „Primetime-Soap“ zu einem ernstzunehmenden Genre. | © CBS
Eine Lederjacke und ein lässiger Daumen nach oben machten Fonzie zum coolsten Typen im Fernsehen. Happy Days blickte mit so viel Nostalgie auf die 1950er-Jahre zurück, dass die Serie das öffentliche Bild einer ganzen Dekade veränderte. Richie Cunninghams alltägliche Probleme wurden zu großen Geschichten, während die 50er als unbeschwerte, fast schon perfekte Zeit inszeniert wurden. Statt sich über die Vergangenheit lustig zu machen, schwelgte Happy Days lieber in ihr. Und das Publikum machte begeistert mit. | © ABC
In Deutschland nahezu unbekannt, in den USA ein echter Fernsehklassiker! The Andy Griffith Show zeigte das Leben in der Kleinstadt Mayberry, wo Sheriff Andy Taylor Probleme lieber mit Geduld als mit Gewalt löste. Zwischen der Erziehung seines Sohnes und dem Chaos seines Kollegen Barney Fife zeichnete die Serie ein idyllisches Bild des amerikanischen Kleinstadtlebens, das man am liebsten vor allen Sorgen der Welt bewahren wollte.| © CBS
Drei Namen, eine Mission. Kirk, Spock und eine fünfjährige Reise durchs Weltall, wie sie das Fernsehen zuvor noch nicht gesehen hatte. Star Trek projizierte gesellschaftliche Debatten über Krieg, Rassismus und Moral auf fremde Planeten und außerirdische Zivilisationen. So konnte die Serie Themen aufgreifen, die im damaligen Fernsehen kaum Platz fanden. Die Crew der Enterprise stritt wie eine Familie und kämpfte wie Soldaten. Nach nur drei Staffeln wurde die Serie abgesetzt, doch ihr eigentlicher Siegeszug begann erst danach. Aus Star Trek wurde eines der einflussreichsten Science-Fiction-Franchises der Geschichte. | © NBC
Von den Straßen West Philadelphias direkt in die Luxusvilla von Bel-Air. Will Smith stellte als frecher Teenager das Leben seiner reichen Verwandtschaft auf den Kopf und wurde mit Der Prinz von Bel-Air zum Sitcom-Star. Während Onkel Phils enttäuschte Blicke oft schon für den nächsten Lacher sorgten, schlug die Serie zwischen all den Witzen über Geld, Familie und soziale Unterschiede auch überraschend ernste Töne an. Besonders die Szene, in der Will erneut von seinem Vater verlassen wird, geht Zuschauern selbst Jahrzehnte später noch unter die Haut. | © NBC
Blut, Geschrei und eine Krankenliege, die durch die Schwingtüren rast. Schon in den ersten 30 Sekunden machte Emergency Room – Die Notaufnahme klar, dass hier keine Zeit verschwendet wird. Rasante Kamerafahrten durch das County General Hospital und hektische Dialoge ließen die Zuschauer den Stress der Notaufnahme hautnah miterleben. Mit George Clooney als Doug Ross bekam der harte, chaotische Alltag einen weichen Kern. Als Arzt setzte er sich besonders für Kinder ein und brach dafür auch mal die Regeln. Während sich frühere Arztserien oft wie ein Wartezimmer anfühlten, hatte Emergency Room den Puls eines echten Notfalls. | © NBC
Vier Frauen über 50, eine gemeinsame Wohnung in Miami und garantiert keine gewöhnliche Sitcom. Golden Girls ließ Dorothy, Blanche, Rose und Sophia bei einem Stück Käsekuchen über Sex, Tod und Einsamkeit diskutieren, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Vor allem Sophia stahl mit ihrem trockenen Humor und ihren gnadenlosen Sprüchen regelmäßig die Show. Golden Girls bewies, dass die besten Geschichten nicht mit dem Alter enden, sondern manchmal erst richtig anfangen. | © NBC
Sex-Talk beim Brunch, Dating-Chaos und jede Menge Luxus mitten im Big Apple. Mit Sex and the City brachten Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda Themen ins Fernsehen, die bis dahin meist hinter verschlossenen Türen blieben. Offen und mit reichlich Humor diskutierten die vier Freundinnen über Sex, Beziehungen und ihre Erwartungen an das Leben. Selbst Carries geliebte Manolo Blahniks wurden zum Statussymbol und zur Pointe zugleich. Die Serie zeigte, dass Frauen mehr vom Leben und von der Liebe erwarten durften, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. | © HBO
Archie Bunker provozierte mit Sprüchen, die im amerikanischen Fernsehen zuvor undenkbar gewesen wären. Mit All in the Family – Es bleibt in der Familie brachte Serienschöpfer Norman Lear Rassismus, Sexismus und Generationenkonflikte direkt ins Wohnzimmer. Dabei stellte er gezielt Archies Vorurteile bloß und machte seine Ignoranz zur eigentlichen Pointe. So blieb dem Publikum das Lachen auch mal im Hals stecken. | © CBS
Ein Mafiaboss, der seine Feinde eiskalt ausschaltet, aber bei ein paar Enten im Pool die Nerven verliert. Schon zum Auftakt stellt Die Sopranos das klassische Mafia-Genre auf den Kopf. Tony setzt ohne zu zögern Gewalt ein, sitzt aber gleichzeitig in der Therapie und kämpft mit seinen Ängsten, seiner Mutter und seinem Gewicht. Diesen Widerspruch machte Serienschöpfer David Chase zum Kern der Serie und verzichtete dabei bewusst auf einfache Antworten oder klare moralische Urteile. Selbst das legendäre Finale ließ die Zuschauer mit einem abrupten Schnitt ins Schwarze im Ungewissen. Die Sopranos bewies, dass Zuschauer selbst einem moralisch verkommenen Protagonisten über Jahre gebannt folgen können, und legte damit den Grundstein für das moderne Prestige-Fernsehen. | © HBO
In Deutschland kaum bekannt, in den USA ein Meilenstein der Fernsehgeschichte. Mit I Love Lucy setzte Lucille Ball auf Slapstick, als das Fernsehen noch mit seinen technischen Möglichkeiten experimentierte. Ob am Fließband einer Schokoladenfabrik oder beim Traubenstampfen, Ball machte mit ihrem Körpereinsatz selbst alltägliche Situationen zu Comedy. Auch hinter der Kamera schrieb die Serie Geschichte: Der Einsatz von drei gleichzeitig filmenden Kameras vor Studiopublikum prägte die Produktion zahlloser Sitcoms in den folgenden Jahren. Doch Lucys eigentliche Stärke lag darin, eine scheinbar gewöhnliche Hausfrau zur cleversten Figur der Serie zu machen. Damit stellte die Serie ganz nebenbei auch das traditionelle Frauenbild der 1950er-Jahre infrage. | © CBS
Niemand weiß genau, in welchem US-Bundesstaat Springfield liegt, und trotzdem kennt jeder die Stadt. Mit Die Simpsons wurde aus dem Alltag einer amerikanischen Durchschnittsfamilie eine Gesellschaftssatire, die bis heute Kultstatus genießt. Hinter den gelben Figuren steckten Themen wie soziale Ungleichheit, finanzielle Sorgen und der Frust der amerikanischen Arbeiterklasse. Zwischen Homers berüchtigten Würgeattacken auf Bart und all den absurden Gags blieb aber auch Platz für echte Familiengefühle. Auch wenn die legendäre Hochphase der Serie längst zurückliegt, haben gerade diese frühen Staffeln das Fernsehen nachhaltig geprägt. | © Fox
Wenn Rod Serling vor die Kamera trat, war eines klar. Hier wartet kein Happy End. The Twilight Zone nutzte Außerirdische, Spiegelwelten und Zeitschleifen, um gesellschaftliche Ängste und Paranoia so aufzugreifen, wie es für ein normales Drama nicht möglich gewesen wäre. Besonders die Folge „To Serve Man“ ist bis heute für ihren schockierenden Plot-Twist bekannt. Die Serie bewies, dass Science-Fiction weit mehr sein konnte als billige Monsterkostüme und abgedrehte Weltraumabenteuer. | © CBS
Eine Serie, in der nichts passiert und trotzdem jede Kleinigkeit zum Drama wird. Für Jerry, George, Elaine und Kramer reichten schon ein unfreundlicher Suppenverkäufer, die Suche nach dem Auto im Parkhaus oder ein simples Roggenbrot, um sich maßlos aufzuregen. Seinfeld brauchte weder große Geschichten noch tiefere Botschaften, um sein Publikum zum Lachen zu bringen. Die Serie galt als „Serie über nichts“, zeigte aber vor allem, wie unerträglich Menschen wegen der banalsten Dinge sein können. | © NBC
Die orangefarbene Couch im Café Central Perk hatte vermutlich mehr Bildschirmzeit als so manche Nebenfigur. Friends machte aus dem Alltag von sechs jungen Erwachsenen einen Serienhit, der ein ganzes Jahrzehnt prägte. Jobstress, Liebeskummer und Wohnungschaos lieferten dabei Stoff ohne Ende. Allein das ewige Hin und Her zwischen Ross und Rachel hielt die Zuschauer jahrelang bei Laune. Friends machte das gemeinsame Abhängen zum Erfolgsrezept und zeigte Freundschaft so unbeschwert unterhaltsam, wie es seitdem kaum einer Serie gelungen ist. | © NBC
Manche Serien werden über Nacht zum kulturellen Phänomen und sind plötzlich in aller Munde. Diese 15 Kultserien haben ihr Erscheinungsjahr geprägt wie kaum eine andere.
Manche Serien werden über Nacht zum kulturellen Phänomen und sind plötzlich in aller Munde. Diese 15 Kultserien haben ihr Erscheinungsjahr geprägt wie kaum eine andere.