Manche Filme beherrschten die Kinokassen und verschwanden danach so spurlos aus dem öffentlichen Gespräch, als hätte es sie nie gegeben.
Hier sind 15 riesige Kinohits, die völlig aus der Popkultur verschwunden sind.
Damals riesieg, jetzt vergessen.
James Franco verbringt die meiste Zeit in Die fantastische Welt von Oz damit, sich herauszureden, statt sich den Weg freizukämpfen, was perfekt zu einem Hochstapler passt, der einen Zauberer mimt. Das Smaragdstadt-Setting erstrahlt hier in bonbonbunten Farben und dynamischen Kamerafahrten, maßgeschneidert für 3D-Leinwände, die es heute kaum noch gibt.
Mila Kunis, Rachel Weisz und Michelle Williams verwandeln die Rivalität unter den Hexen in den eigentlichen Motor der Handlung. Der Film spielte weltweit über 420 Millionen Euro (490 Millionen Dollar) ein und taucht trotzdem in keiner Disney-Debatte mehr auf. | © Walt Disney Studios | © Walt Disney Studios
Vier erwachsene Männer in passenden Lederwesten, die Motorräder reiten, die sie offensichtlich nicht beherrschen, das ist schon der ganze Witz von Born to be Wild, Saumäßig unterwegs. Tim Allen, John Travolta, Martin Lawrence und William H. Macy spielen das völlig ohne Augenzwinkern, und genau deshalb sitzen die Slapstick-Einlagen.
Unter all dem Klamauk steckt eine echte Herzlichkeit über Männer, die begreifen, dass Midlife-Crisis nicht bedeuten muss, aufzugeben. Der Film spielte über 214 Millionen Euro (250 Millionen Dollar) ein und verschwand danach einfach still und heimlich aus dem Gedächtnis der Leute. | © Walt Disney Studios
Dass Mel Gibson die inneren Gedanken aller Frauen hören kann, klingt nach der Prämisse eines Albtraums, aber Was Frauen wollen macht daraus etwas fast schon Zärtliches. Helen Hunt spielt seine Rivalin mit so punktgenauem komödiantischem Timing, dass der Film nie in reine Fantasy abdriftet.
Die besten Szenen sind die kleinen Momente, etwa wenn er sich tollpatschig durch ein Kaufhaus tastet, um zu begreifen, was er da plötzlich hört. Der Film spielte weltweit über 318 Millionen Euro (370 Millionen Dollar) ein und wurde trotzdem irgendwie nie zu jenem Rom-Com-Klassiker, den man sich immer wieder ansieht. | © Paramount Pictures
Ein Erdbeben reißt Kalifornien mitten entzwei, und Dwayne Johnson verbringt San Andreas damit, einen Hubschrauber durch einstürzende Wolkenkratzer zu manövrieren, um seine Tochter zu erreichen. Die Katastrophen-Sequenzen setzen ganz bewusst auf extreme Ausmaße: Der Hoover-Damm zerbröckelt, die Golden Gate Bridge knickt ein wie Papier.
Carla Gugino und Alexandra Daddario verleihen dem Chaos echten familiären Emotionalität-Rückhalt, statt einfach nur herumzuschreien. Über 404 Millionen Euro (470 Millionen Dollar) an den Kinokassen und trotzdem nimmt diesen Film heute kaum noch jemand in den Mund. | © Warner Bros. Pictures
Etwas fühlt sich in dem isolierten Dorf von The Village – Das Dorf schon lange falsch an, bevor der Twist überhaupt eintrifft und genau dieses schleichende Unbehagen ist der eigentliche Punkt. M. Night Shyamalan baut die Spannung aus roten Umhängen, verbotenen Wäldern und Kreaturen auf, die niemand beim Namen nennen darf. Bryce Dallas Howard trägt die zweite Hälfte des Films als blinde, entschlossene Hauptdarstellerin mit ruhiger Stärke ganz alleine.
Das Ende spaltete das Publikum in zwei Lager und genau diese Debatte ist der Grund, warum der Film heute einen zweiten Blick verdient. | © Walt Disney Studios (Touchstone Pictures)
Ein riesiger Skorpion aus Sand greift eine Karawane an, und Sam Worthington verzieht kaum eine Miene. Diese Energie bringt das gesamte Remake auf den Punkt, das voll auf CGI-Spektakel setzte anstatt auf den Charme des Originals.
Liam Neesons Brüllen von „Entfesselt den Kraken!“ wurde zum Meme, noch bevor der Film überhaupt aus den Kinos verschwunden war. Der Streifen spielte weltweit über 403 Millionen Euro (490 Millionen Dollar) ein und löste sich in Luft auf, sobald der Witz seinen Reiz verloren hatte. | © Warner Bros. Pictures
Neon-Motorräder, die durch ein digitales Raster schneiden: So etwas hatte man 2010 im Kino noch nicht gesehen. TRON: Legacy setzte voll auf Stil, verpasste Jeff Bridges ein verjüngtes CGI-Gesicht und unterlegte das Ganze mit einem Daft-Punk-Soundtrack, der den Film selbst überdauerte.
Die Handlung hält zwar kaum zusammen, aber allein die Lichtrennrad-Jagd war für viele das Eintrittsgeld wert. Disney setzte hier auf den Start eines Riesen-Franchise und bekam stattdessen ein musikalisches Vermächtnis. | © Walt Disney Studios Motion Pictures
Tom Hanks, der durch Vatikan-Korridore rennt, um eine Bombe zu entschärfen, klingt unterhaltsamer, als es am Ende tatsächlich ist. Illuminati setzte voll auf die Rätselbox-Formel, die schon Sakrileg zum Hit gemacht hatte, und tauschte den Louvre einfach gegen Rom aus.
Der Film spielte weltweit über 412 Millionen Euro (480 Millionen Dollar) ein, hinterließ aber abgesehen vom Eröffnungswochenende kaum spürbare Spuren. Ron Howards Fortsetzung kam und ging wie eine Wiederholung im Fernsehen, nach der niemand verlangt hatte. | © Sony Pictures Releasing
Ein kopfstehender Ozeanriese und eine Handvoll Überlebender, die sich durch den Rumpf nach oben kämpfen. Das ist die gesamte Prämisse von Die Höllenfahrt der Poseidon und sie funktionierte gut genug, um das Katastrophenfilm-Genre praktisch im Alleingang zu erfinden. Gene Hackman führt eine Gruppe mit nichts als purem Entschlussgeist und einer Schwimmweste durch geflutete Korridore und einstürzende Treppenhäuser.
Es war einer der größten Hits des Jahres 1972, doch erwähnt man ihn heute, haben die meisten Leute nur noch das Remake von 2006 vor Augen. | © 20th Century Fox
Will Smith spielt einen Superhelden, der im Grunde ein betrunkenes Wrack ist, das niemand um sich haben will. Hancock hatte eine echt schräge Prämisse für einen Sommer-Blockbuster und mischte Slapstick-Zerstörung mit einer überraschend düsteren Wendung über Unsterblichkeit und Einsamkeit.
Der Film spielte weltweit über 532 Millionen Euro (620 Millionen Dollar) ein, was eigentlich den Grundstein für ein ganzes Franchise hätte legen müssen. Stattdessen wurde er zu jenem Superheldenfilm, dessen Existenz die Leute komplett vergessen, bis jemand diese eine Szene mit dem Wal erwähnt. | © Sony Pictures Releasing
Manhattan friert komplett zu, während Wölfe Überlebende durch die New York Public Library jagen. Roland Emmerich baut den gesamten Film um ein einziges Vergnügen herum auf: zuzusehen, wie die Natur die Zivilisation auf kreativste Weise plattmacht.
Wie Jake Gyllenhaal über einen gefrorenen Ozean marschiert, um seinen Vater zu retten, funktioniert bis heute als pures Katastrophenfilm-Spektakel. Irgendwie hat es dieser Streifen geschafft, dass sich eine Klimakatastrophe wie ein unterhaltsamer Kinoabend anfühlte. | © 20th Century Fox
Stell dir jeden Katastrophen-Trope vor, den du kennst, und multipliziere ihn mit allen Kontinenten der Erde. 2012 verschwendet keine Zeit mit Subtilität, er bricht Kalifornien einfach mitten entzwei und macht ungerührt weiter.
Wie John Cusack in einer Limousine einer einstürzenden Autobahn davonfährt, ist genau die Art von Schwachsinn, die nur bei vollster Entschlossenheit funktioniert. Die Leute haben dafür bezahlt, den gesamten Planeten vor die Hunde gehen zu sehen, und der Film hat exakt das geliefert. | © Columbia Pictures
Ron Howard verfilmte einen Roman, den praktisch schon jeder Mensch auf diesem Planeten gelesen hatte. Das Rätsel dreht sich um ein Geheimnis, das tief im Louvre vergraben liegt, und der Film behandelt jeden Hinweis wie eine Rätselbox, die es zu knacken gilt.
Audrey Tautou und Tom Hanks jagen zwei Stunden lang Symbolen quer durch Europa hinterher, als wäre es die intelligenteste Schnitzeljagd der Filmgeschichte. Der Film ließ religiöse Verschwörungstheorien wie eine unterhaltsame Wochenendbeschäftigung wirken statt wie ein Skandal. | © Columbia Pictures
Tausend Schiffe stechen für eine einzige Frau in See, und Brad Pitt spielt Achilles so, als wüsste er längst, wie die Geschichte ausgeht. Wolfgang Petersen streicht die Götter aus Homers Mythos und lässt nur die Männer, die Rüstungen und das Ego zurück.
Der Kampf zwischen Hektor und Achilles vor den Toren Trojas wirkt bis heute wie ein Boxkampf, bei dem man keinen Augenblick blinzeln möchte. Epische Ausmaße bedeuteten früher noch etwas und dieser Film hat sie sich redlich verdient. | © Warner Bros.
Nathan Algren beginnt die Geschichte als gebrochener Mann und beendet sie im Glauben an etwas, das größer ist als er selbst. Tom Cruise tauscht hier flotte Sprüche gegen Stille ein und lässt stattdessen die Rüstung und die Berglandschaften für sich sprechen. Edward Zwick inszeniert den letzten Sturmangriff wie einen Trauerzug, der nur zufällig eine Schlacht ist.
Es ist eines dieser seltenen Epen, das Ehre als etwas behandelt, für das es sich zu sterben lohnt und nicht nur als einen hohlen Spruch auf einem Filmplakat. | © Warner Bros.
Manche Filme beherrschten die Kinokassen und verschwanden danach so spurlos aus dem öffentlichen Gespräch, als hätte es sie nie gegeben.
Hier sind 15 riesige Kinohits, die völlig aus der Popkultur verschwunden sind.
Manche Filme beherrschten die Kinokassen und verschwanden danach so spurlos aus dem öffentlichen Gespräch, als hätte es sie nie gegeben.
Hier sind 15 riesige Kinohits, die völlig aus der Popkultur verschwunden sind.