8. Birds of Prey (2020)
Birds of Prey gibt Harley Quinn endlich die Möglichkeit, ihre eigene Geschichte zu erzählen und profitiert sofort davon, dass sie nicht länger im Schatten des Jokers steht. Margot Robbie übernimmt die Kontrolle über den Film mit einer Energie, die gleichzeitig chaotisch, unberechenbar und überraschend charmant wirkt. Die Actionszenen sind schnell, kreativ und voller visueller Einfälle, während der Film konsequent darauf verzichtet, sich selbst zu ernst zu nehmen. Statt düsterer Superhelden-Schwere setzt er auf knallige Farben, absurde Einfälle und eine Hauptfigur, die ihre Geschichte genauso unzuverlässig erzählt, wie sie ihr Leben führt. Besonders bemerkenswert ist dabei, wie selbstbewusst der Film seine Eigenheiten auslebt. Birds of Prey versucht nie, möglichst massentauglich oder glatt zu wirken. Gerade diese Bereitschaft, seltsam, verspielt und manchmal völlig überdreht zu sein, macht ihn zu einem der unverwechselbarsten Beiträge im modernen Comicfilm-Genre. | © Warner Bros. Pictures