9. Sons of Anarchy (2008–2014)
Sons of Anarchy beginnt als düsteres Biker–Drama über Familienbande, Loyalität und moralische Konflikte, entwickelt sich im Laufe der Zeit jedoch immer mehr zu einer Seifenoper, in der nahezu jede Figur die denkbar schlechteste Entscheidung trifft. Die Serie setzt häufig auf immer mehr Gewalt und Tragödien, als würde allein die Eskalation für größere emotionale Wirkung sorgen. Verrat, Todesfälle und persönliche Katastrophen häufen sich dabei so stark, dass ihre Wirkung zunehmend abstumpft. Serienmacher Kurt Sutter verfolgte offensichtlich ambitionierte Ideen rund um amerikanische Outlaws und Shakespeare–ähnliche Tragödien, doch die Umsetzung wirkt oft zu aufdringlich und schwerfällig. Was als packendes Kriminaldrama begann, entwickelt sich über sieben Staffeln hinweg zu einem endlosen Kreislauf aus Leid, Gewalt und dem ewigen Versuch, den Club zu retten. | © FX