Von seiner Kultrolle in Trainspotting bis zum Jedi-Meister Kenobi – McGregors Karriere ist ein überaus spannender Weg gewesen.
Heute feiert der schottische Schauspieler Ewan McGregor seinen 55. Geburtstag. Seit den 1990er-Jahren gehört McGregor zu den bekanntesten Schauspielern Großbritanniens und hat sich sowohl im Independentfilm als auch in großen Hollywoodproduktionen einen Namen gemacht. Besonders berühmt wurde er durch seine Rolle als Obi-Wan Kenobi in der Star Wars-Saga.
Frühe Jahre und Durchbruch im britischen Kino
Ewan Gordon McGregor wurde am 31. März 1971 in Perth in Schottland geboren. Seine Eltern arbeiteten beide im Bildungsbereich – seine Mutter war Lehrerin, sein Vater ebenfalls Lehrer und später Schulleiter.
Schon früh interessierte sich McGregor für Schauspiel und Film. Ein wichtiger Einfluss war sein Onkel, der Schauspieler Denis Lawson, der selbst in der ursprünglichen Star Wars-Trilogie mitgespielt hatte. Nach der Schule studierte McGregor Schauspiel an der Guildhall School of Music and Drama in London.
McGregor wurde Mitte der 1990er-Jahre international bekannt durch seine Rolle im Film Trainspotting von Regisseur Danny Boyle. Darin spielte er den heroinabhängigen Renton – eine intensive und kontroverse Rolle, die ihn schlagartig zu einem der aufregendsten jungen Schauspieler Großbritanniens machte.
Der Film entwickelte sich zu einem Kultklassiker und prägte das britische Kino der 1990er-Jahre.
Als Star Wars verstummte
Ende der 1990er-Jahre erhielt McGregor eine Rolle, die seine Karriere endgültig global machte: Er spielte den jungen Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi in der Prequel-Trilogie von Star Wars. Seine Auftritte in Star Wars: Episode I bis III machten ihn zu einem der bekanntesten Gesichter der Science-Fiction-Reihe.
Für McGregor ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. Der große Star Wars-Fan war so ambitioniert bei der Sache, dass er während vieler Lichtschwertkämpfe selbst die ikonischen Geräusche der Waffen imitierte – zum Bedauern der Filmcrew.
Denn das vom Schauspieler erzeugte Brummen wurde auch von den empfindlichen Mikrofonen aufgenommen, was die aktuellen Tonspuren vor Ort teils unbrauchbar machten und neue darübergelegt werden mussten, in denen Kenobi nicht wie ein aufgeregtes Kind mit dem Schwert summt. Es mag viele Schicksale und Helden in den Sternen geben, doch nur ein Mann hat es je geschafft, dass das gesamte Star Wars-Universum wegen ihm verstummte.
Viele Jahre später kehrte McGregor erneut zu dieser Rolle zurück, unter anderem in der Serie Obi-Wan Kenobi.
Neben großen Blockbustern spielte McGregor in zahlreichen sehr unterschiedlichen Filmen. Beispiele sind Moulin Rouge! – ein Musical von Baz Luhrmann, Big Fish von Tim Burton und Doctor Sleep – eine Fortsetzung zu The Shining.
Seine Karriere ist geprägt von der Fähigkeit, sowohl in künstlerischen Independentfilmen als auch in großen Studiofilmen zu überzeugen.
Leidenschaft für Motorräder und soziales Engagement
Neben seiner Filmkarriere ist McGregor auch für seine Leidenschaft für Motorräder bekannt. Gemeinsam mit seinem Freund Charley Boorman unternahm er mehrere spektakuläre Motorradreisen, die als Dokumentarserien Long Way Round, Down und Up produziert wurden.
Diese Reisen führten die beiden durch zahlreiche Länder und Kontinente.
Ewan McGregor engagiert sich seit vielen Jahren auch für humanitäre Projekte: Er arbeitet als Botschafter für UNICEF und unterstützt Programme für Kinder in Krisenregionen und reiste im Rahmen dieser Arbeit unter anderem in Länder wie Indien, Afrika und den Nahen Osten, um auf die Lebensbedingungen von Kindern aufmerksam zu machen. Auch Umweltfragen spielen in seinem Engagement eine Rolle, etwa im Zusammenhang mit nachhaltiger Mobilität und Naturschutz.
Ein vielseitiger Schauspieler
Mit 55 Jahren im Jahr 2026 blickt Ewan McGregor auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. Vom britischen Independentkino über musikalische Filmexperimente bis hin zu einer der bekanntesten Rollen der Science-Fiction-Geschichte hat er sich immer wieder neu erfunden. Seine Kombination aus künstlerischer Vielseitigkeit, internationalem Erfolg und sozialem Engagement macht ihn zu einer der prägenden Schauspielpersönlichkeiten seiner Generation.