Influencer bricht für Klicks in die Wohnung des toten Nachbarn ein

Die TikTokerin Kylie Skeffington bekam massiven Gegenwind, nachdem sie in die Wohnung eines toten Nachbarn eindrang.

Kylie Skeff
Kylie Skeff inszeniert Hausfriedensbruch als Spektakel. | © thisisnotok94

Das Video wirkt wie aus einem falschen Film: Kylie Skeff filmt sich beim Erkunden der Wohnung des vor rund zwei Jahren verstorbenen Nachbarn Jim. Ohne mit der Wimper zu zucken, durchwühlte sie seinen Besitz zusammen mit einer Freundin und machte aus einer Tragödie reinen clickbait.

Der Einbruch

Laut dem Video nahm alles seinen Lauf, als Kylie Skeff eine Freundin in New York besuchte. Die Content-Creatorin erfuhr, dass der unmittelbare Nachbar von ihr vor etwas über zwei Jahren verstoben ist und dass es noch keine Haushaltsauflösung gab.

Die beiden Freundinnen kamen dann auf die Schnapsidee, nicht nur das fremde Grundstück zu betreten, sondern sich auch noch dabei zu filmen, wie sie seine Habseligkeiten durchsuchen.

Die sofortige Gegenreaktion

Zu sagen, dass der Öffentlichkeit das Video gar nicht gefallen hat, wäre untertrieben: Ihre Aufmerksamkeitshascherei veranlasste zahlreiche Kommentatoren dazu, sie zusammenzustauchen. Dabei wurde ihre Aktion mit „Grabraub“ verglichen.

Bei einem Versuch, ihren Ruf reinzuwaschen, löschte Skeffington nahezu alle ihre Accounts auf Social Media, zusammen mit dem berüchtigten Video. Es erübrigt sich zu sagen, dass ab diesem Zeitpunkt das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, da sämtliche Leute das Video repostet haben.

Obwohl sich alle einig sind, dass das Filmen eines solchen Videos grenzüberschreitend und moralisch verwerflich ist, ist es immer noch unklar, ob der TikTokerin rechtliche Konsequenzen drohen.

Auch wenn rechtliche Folgen ausbleiben sollten, spürt Skeffington den heftigen Gegenwind bis an ihren Arbeitsplatz. Nachdem bekannt wurde, dass sie für ein Schmuckunternehmen tätig ist, kam es zu gezielten, koordinierten Protestwelle auf den Social-Media-Kanälen der Firma.

War die öffentliche Reaktion auf die Schmuckfirma berechtigt oder ging das Verhalten der Community schon einen Schritt zu weit in Richtung gezieltes Mobbing? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Henry Henzler

Nach seinem Anglistikstudium in Stuttgart startete Henry 2026 bei EarlyGame. Leidenschaftlich bei Gaming, Sport und Musik, liebt er immersive Story-Games....