Ein indischer Influencer bat seine Fans um Süßigkeiten. Stattdessen erhielt er massenhaft Fake-Bestellungen
Der indische Content Creator Veeramani aus Madurai im Bundesstaat Tamil Nadu wollte Diwali (Ein Lichterfest) mit ein paar Süßigkeiten seiner Follower feiern. Nachdem er jedoch seine Telefonnummer und Adresse online geteilt hatte, wurde er mit einer Flut unerwünschter Lieferungen konfrontiert.
Statt Süßigkeiten standen plötzlich Lieferfahrer mit Kühlschränken, Waschmaschinen, Smartphones und Fernsehern vor seiner Tür, die er nie bestellt hatte. Die Situation wurde so belastend, dass Veeramani schließlich beschloss, sein Zuhause zu verlassen.
Fake-Bestellungen bringen Influencer an seine Grenzen
Berichten indischer Medien zufolge wurden die Lieferungen über Nachnahmebestellungen abgewickelt. Das bedeutet, dass Veeramani die Produkte hätte bezahlen müssen, bevor er sie entgegennehmen konnte. Er erklärte, dass er sich die teuren Geräte nicht leisten könne und auch keine Einmalpasswörter weitergegeben habe, die für den Abschluss der Transaktionen erforderlich gewesen wären.
Ein Fernseher soll beispielsweise 169.000 indische Rupien gekostet haben, umgerechnet etwa 1.700 Euro. In einem auf Instagram veröffentlichten Video flehte Veeramani die Verantwortlichen an, die Bestellungen einzustellen.
„Warum macht ihr das? Die Lieferfahrer kommen von weit her. Hört damit auf“, sagte er. Seinen Angaben zufolge waren innerhalb von nur 30 Minuten 15 Bestellungen eingegangen.
Der Streich traf auch die Lieferfahrer, die mit den Produkten zu seiner Adresse fahren mussten, obwohl dort niemand etwas bestellt hatte. Berichten zufolge tauchten außerdem Essenslieferanten mit unbestellten Bestellungen auf.
Plötzlich soll sogar ein Militärpanzer bestellt worden sein
Einige gingen offenbar noch weiter. Im Internet kursierten Screenshots, denen zufolge in Veeramanis Namen schwere Maschinen, darunter Bagger und Militärpanzer, bestellt worden sein sollen. Berichte erwähnten auch eine angebliche Panzerbestellung im Wert von 700 Millionen Rupien etwa 6.6 Millionen Euro.. Es gibt allerdings keine Belege dafür, dass ein solches Fahrzeug tatsächlich ausgeliefert wurde.
Trotz seiner wiederholten Appelle sollen die unerwünschten Lieferungen weitergegangen sein. Schließlich erklärte Veeramani, dass er die Stadt wegen des Drucks und der anhaltenden Probleme verlassen werde. Nachbarn berichteten später, dass sein Haus verschlossen gewesen sei.
Der Vorfall zeigt, wie schnell das Teilen persönlicher Informationen im Internet zum Problem werden kann. Aus einer Bitte um Süßigkeiten für ein Fest wurde eine Belastung, unter der nicht nur der Influencer, sondern auch unbeteiligte Lieferfahrer litten.
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