König der Provokation und sein Absturz: Alice Cooper wird 78

Alice Cooper ist seit jeher eine Ikone des Horrors, aber auch ein Mann der Widersprüche – zum Glück!

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Cooper verwandelte sich innerhalb der Jahre immer weiter und blieb sich dennoch treu. | © Wikipedia

Heute feiert Alice Cooper seinen 78. Geburtstag – und damit ein Leben, das Rockmusik für immer verändert hat. Kaum ein Künstler hat es geschafft, Musik, Theater und Provokation so konsequent zu verbinden. Was für manche einst Schock war, ist heute Rockgeschichte.

Vom Vincent Furnier zur Rock-Ikone

Geboren am 4. Februar 1948 in Detroit als Vincent Damon Furnier, wuchs Alice Cooper in den USA auf und gründete in den späten 1960er-Jahren mit Freunden eine Band, die bald seinen Künstlernamen tragen sollte. Früh war klar: Hier ging es nicht nur um Songs, sondern um Inszenierung. Blut, Guillotinen, Schlangen und schwarzer Humor gehörten ebenso dazu wie eingängige Rockriffs.

In den frühen 1970er-Jahren wurde Alice Cooper mit Alben wie "Love It to Death", "Killer" und "School’s Out" zur Stimme einer rebellischen Generation. Gerade Letzterer avancierte zur Hymne für Jugendliche weltweit – und ist bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden.

Alice Cooper gilt als Begründer des Shock Rock. Seine Bühnenshows waren spektakuläre Grenzerfahrungen: theatralisch, düster, ironisch. Dabei war stets klar, dass das Böse auf der Bühne eine Rolle war – fast schon comichaft überzeichnet. Genau diese Mischung aus Horrorästhetik und Selbstironie machte ihn einzigartig.

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Coopers Shows sind Horror und Entertainment in einem. | © Wikipedia

Absturz, Neuanfang und Weltruhm

Die 1970er-Jahre brachten nicht nur Ruhm, sondern auch persönliche Krisen. Alice Cooper sprach später offen über Alkoholabhängigkeit und den drohenden Verlust seiner Karriere. Der Wendepunkt kam Anfang der 1980er-Jahre – mit Entzug, Neuausrichtung und einem musikalischen Comeback, das ihn endgültig zur Legende machte.

Mit Alben wie "Trash" und Hits wie Poison erreichte er eine neue Generation von Fans. Spätestens jetzt war klar: Alice Cooper war kein Relikt der 70er, sondern ein Künstler mit erstaunlicher Wandlungsfähigkeit.

Abseits der Bühne ist Alice Cooper bekannt als gläubiger Christ, Familienmensch und leidenschaftlicher Golfer – ein Kontrast, der seinen Mythos nur noch verstärkt. Zudem engagiert er sich sozial, etwa mit der Solid Rock Foundation, die Jugendlichen über Musikprogramme neue Perspektiven eröffnet.

Eine lebende Legende

Am heutigen 4. Februar 2026 blickt Alice Cooper auf fast sechs Jahrzehnte Rockgeschichte zurück. Sein Einfluss reicht von Heavy Metal über Punk bis hin zu moderner Bühnenshow-Ästhetik. Künstler wie Kiss, Marilyn Manson oder Rob Zombie wären ohne ihn kaum denkbar. Alice Cooper hat bewiesen, dass Rock provozieren darf – und dabei Kunst sein kann. Happy Birthday, Meister des Shock Rock!

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....