Kurt Cobain doch ermordet? Neue Ermittlungen zum Tod des Musikers, der heute 59. geworden wäre

Der Frontmann von Nirvana wäre heute 59 geworden – dabei ist er in den Augen vieler längst unsterblich.

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Cobains Wirkung auf die Welt war so groß, dass sich noch heute, neue Legenden um ihn bilden. | © ABC News

Am 20. Februar 2026 würde Kurt Cobain, der legendäre Frontmann von Nirvana, 59 Jahre alt werden. Obwohl sein Leben tragisch früh endete, hinterließ er einen bleibenden Eindruck auf die Musikwelt und darüber hinaus. Zum heutigen Anlass werfen wir einen Blick auf sein Leben, seine Karriere, seine Rolle bei der Etablierung des Grunge, seine politische Haltung und die enorme Bedeutung seines Wirkens, die auch nach seinem Tod unvermindert fortbesteht.

Die Geburt des Grunge

Kurt Donald Cobain wurde am 20. Februar 1967 in Aberdeen, Washington, geboren. Schon in jungen Jahren zeigte er eine tiefe Leidenschaft für Musik und Kunst. Der Einfluss von Künstlern wie The Beatles, Led Zeppelin und David Bowie prägte seine frühe musikalische Entwicklung. Cobain kämpfte in seiner Jugend mit familiären Problemen und inneren Konflikten, was ihn später in seiner Musik immer wieder beschäftigte. Mit der Scheidung seiner Eltern und der daraus resultierenden Isolation fand er einen Ausweg in der Musik.

Cobain gründete Nirvana 1987 zusammen mit Krist Novoselic, einem langjährigen Freund, und begann damit, seine persönlichen Erfahrungen und die dunklen Seiten seiner Seele in Songs umzusetzen. Was zu Beginn als ein Projekt in der untergrundszenen von Seattle begann, verwandelte sich schnell in eine der einflussreichsten Bands der 1990er Jahre.

Smells Like Teen Spirit: Der Aufstieg Nirvanas

Mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Bleach" 1989 und dem späteren Durchbruch mit "Nevermind" im Jahr 1991 erlangte Nirvana weltweite Aufmerksamkeit. Der Song Smells Like Teen Spirit – der auf "Nevermind" enthalten ist – wurde zu einem Kult-Hit und ist heute eines der bekanntesten Lieder aller Zeiten. Der Track galt nicht nur als Hymne einer Generation, sondern symbolisierte auch den Aufstieg des Grunge, eines neuen Musikstils, der für seine rauen Gitarrenriffs, die verzerrte Soundlandschaft und die rohe Emotion bekannt war.

Der Grunge, der vor allem in Seattle populär wurde, war mehr als nur eine Musikrichtung – er repräsentierte eine ganze Kultur. Es war ein rebellischer Gegenpol zum überproduzierten Pop und Glam-Rock der 80er Jahre und spiegelte die Entfremdung, Wut und Frustration einer jungen Generation wider. Kurt Cobain, mit seiner ungeschönten, eindringlichen Stimme und seinen tiefgründigen Texten, wurde schnell zum Gesicht dieses musikalischen und kulturellen Aufbruchs.

Cobain war der erste Superstar des Grunge und hatte als Frontmann von Nirvana großen Einfluss auf die Musik der 90er Jahre. Mit In Utero schuf die Band ein weiteres Meisterwerk, das den rauen und emotionalen Charakter von Cobains Songwriting widerspiegelte und die Band noch weiter festigte.

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Smells Like Teen Spirit ist mehr als die Hymne einer Generation. | © YouTube

Politische Haltung als Teil der Musik

Kurt Cobain war nicht nur ein Musiker, sondern auch ein Mensch, der eine klare politische Haltung hatte. Besonders in den frühen 1990er Jahren äußerte er sich oft kritisch über die Gesellschaft, den Konsumismus und die politischen Strukturen. Cobain war ein großer Unterstützer der LGBTQ+-Rechte und ein entschiedener Gegner von Rassismus, Sexismus und der militärischen Gewalt der USA.

Er drückte seine politischen Überzeugungen in verschiedenen Interviews aus und tat dies auch durch die Texte seiner Songs. Nirvanas Musik behandelte oft Themen wie Isolation, Angst, Drogenmissbrauch und die Entfremdung in einer modernen, konsumorientierten Gesellschaft. Cobain war jedoch kein einfach zu kategorisierender politischer Aktivist – seine Haltung war oft komplex und widersprüchlich, was ihn zu einer faszinierenden Figur machte.

Ein legendäres Beispiel für seine politische Haltung war sein Öffnen für die feministische Bewegung. Cobain drückte seine Unterstützung für Frauen und gegen die toxische Männlichkeit aus, was in der Grunge-Szene oft als eine Anomalie galt. Er setzte sich für die Sichtbarkeit von Frauen in der Musikindustrie und im Rock 'n' Roll ein, was auch durch seine Zusammenarbeit mit der feministischen Band Hole und seiner Ehe mit Courtney Love, der Frontfrau von Hole, zum Ausdruck kam.

Ein tragischer Tod und neue Fragen

Am 5. April 1994, im Alter von nur 27 Jahren, nahm sich Kurt Cobain das Leben. Sein Tod hinterließ eine große Lücke in der Musikszene und führte zu einer Welle von Trauer und Bestürzung. Der Verlust eines solchen Talents in so jungen Jahren war nicht nur ein persönliches Drama, sondern auch ein kultureller Schock, der die gesamte Musiklandschaft erschütterte.

Cobains Tod wurde schnell zum Teil des "Club 27", einer tragischen Liste von Musikern, die in diesem Alter starben, darunter Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison. Doch obwohl er nicht mehr unter uns weilt, bleibt Cobain eine der prägendsten Figuren der Musikgeschichte.

Nach seinem Tod wurde Kurt Cobain zu einer Legende, deren Einfluss weit über Nirvana hinausgeht. Die Musik von Nirvana lebt in der Popkultur weiter und hat unzählige Generationen von Musikern und Fans inspiriert. Seine unverwechselbare Stimme, seine authentische Präsenz und seine Fähigkeit, die Gefühle einer ganzen Generation zu vermitteln, machen ihn auch heute noch zu einem unverzichtbaren Teil der Musikgeschichte.

Bis heute ist sein Wirken so präsent, dass sich nach wie vor Gerüchte darüber halten, dass Cobain gar nicht den Freitod wählte – selbst 2026 suchen Menschen noch nach einer "alternativen Wahrheit". Laut der britischen Boulevardzeitung Daily Mail machte sich ein inoffizielles Forensik-Team aus dem Privatsektor mit der unabhängigen Forscherin Michelle Wilkins und Brian Burnett auf, die Hintergründe des Falles zu untersuchen und soll auf ein Ergebnis gekommen sein, welches dem offiziellen Autopsiebericht widerspricht. Laut ihnen sollen mehrere Personen an der Verabreichung einer Überdosis Heroin beteiligt gewesen sein, was sie mit Organschäden belegen wollen, die bei einem Tod durch den Schuss einer Schrotflinte nicht auftreten würden – und fordern deshalb eine Wiederaufnahme des Falls.

Ob und wie dies getan wird ist fraglich, verdeutlicht aber nur umso mehr die Nachwirkende Präsenz Cobains.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....