Noah Schnapp über Will Byers: Wie Stranger Things Staffel 5 Queer-Storys ins Mainstream-TV bringt.
Als 2016 die US-Netflix-Serie Stranger Things startete, ahnte wohl niemand, welchen Kultstatus sie erreichen würde. Die Mischung aus dem entspannten Lebensgefühl der 80er-Jahre in Amerika, noch nicht völlig durch Technologie bestimmt und mit einer unvergleichlichen Freiheit, sowie Sci-Fi- und Fantasy-Elementen rund um Demogorgons & Co. fesselte Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer weltweit. Bis heute.
Noah Schnapp über Will: Queere Sichtbarkeit in Hawkins
Jetzt stehen wir mitten in der fünften und letzten Staffel: Teil 1 mit vier Episoden ist seit dem 27. November 2025 auf Netflix verfügbar. Teil 2 mit drei Folgen erscheint passend zu Weihnachten am 26. Dezember, das große Finale folgt am 1. Januar 2026 – bei uns aufgrund der Zeitverschiebung ab 2 Uhr nachts. Fans dürfen sich auf eine letzte Folge freuen, die über zwei Stunden lang ist (fast wie ein Spielfilm, wowi). Kein Wunder, denn Stranger Things Staffel 5 ist die bisher teuerste: Mit fast 500 Millionen Dollar Produktionskosten liegt sie sogar über dem Budget von Avengers: Endgame.
Während einige Figuren ihrem typischen Stil treu bleiben, entwickeln sich viele Charaktere über die Jahre weiter – genau wie die jungen Schauspieler außerhalb der Serie. Hauptdarstellerin Millie Bobby Brown, gerade einmal 21 Jahre alt, hat zwischen Staffel 4 und 5 geheiratet und ein Kind adoptiert. Auch Noah Schnapp, der in der Serie Will Byers spielt, ist erwachsen geworden – und hat kürzlich in einem Interview offen über seine eigene queere Entwicklung gesprochen.
Es ist so besonders, das zu haben und nicht in einer speziellen queeren Serie, sondern in so einer Mainstream-Serie, dass die Leute gezwungen sind, es sich anzuschauen, ob sie wollen oder nicht. Es ist schön zu sehen, wie die Leute diesen Charakter annehmen.
Für Queer-Community ist das ein echter Meilenstein und Schnapp betont, dass die queere Entwicklung seines Charakters ihm auch persönlich geholfen habe, sich selbst besser zu verstehen und sich vor seinen Freunden und Familie als queer zu outen. In den sozialen Medien spiegelt sich diese positive Resonanz: Unter einem Video-Ausschnitt des Interviews kommentiert ein Fan beispielsweise:
Für uns aus der Queer-Community bedeutet diese Rolle sehr viel. Wir lieben Will und ganz ehrlich: Jeder verdient Respekt und Liebe – und dass manche da so haten, verstehe ich nicht.
Hast du dir den ersten Teil der finalen Staffel schon angeschaut? Wie findest du Stranger Things heute? Teile deine Meinung in den Kommentaren.