Somali drohen 29 Jahre Haft – er macht sich darüber lustig und plant nach Nordkorea zu flüchten

Für viele ist diese neue Inszenierung nur ein Beweis für die eigentliche Angst Somalis vor der Haft.

Somali Nordkorea
Mit dieser "Flucht" behauptet Somali dem Gefängnis entkommen zu wollen. | © Johnny Somali / YouTube

Nachdem der IRL-Streamer sich letztens noch wenig überzeugend reumütig gab, scheint Johnny Somali nun klarstellen zu wollen, dass er weder seine bevorstehende Gefängnisstrafe noch Süd- oder Nordkorea ernst nimmt – für die meisten ein eher schlechtes als rechtes Schauspiel.

Ungehemmte Sucht nach Aufmerksamkeit

Inzwischen ist es weit mehr als ein Jahr her, dass der amerikanische IRL-Streamer Johnny Somali entschied, in Südkorea sein Unwesen treiben zu wollen – seit dem hat er sich so einiges zu Schulden kommen lassen, angefangen bei der Entweihung eines feministischen Denkmals über die Verbreitung obszöner Deepfake-Videos bis zur sexuellen Belästigung von Minderjährigen und Kindern.

All das in der Hoffnung, ein paar Schaulustige in seine Kick-Streams ziehen zu können – allerdings mit nur mäßigem Erfolg. In erster Linie erfuhr Somali Kritik, während einige wenige nur sehen wollen, wie weit er noch für ein kleines bisschen Aufmerksamkeit geht.

In Südkorea wird ihm daher aktuell der Prozess gemacht, wobei Somali selbst mal um Gnade bettelt und fleht, man möge ihn aus dem Land retten, ein anderes Mal wiederum tut, als würde ihm all das gar nichts ausmachen.

Nach der Entschuldigung nun der Spott

Kürzlich schien ihn die Tragweite einer Taten wieder eingeholt zu haben und so gab er sich bei seiner letzten Anhörung bemüht reumütig und ließ sogar eine Entschuldigung vorlesen – schon damals ging man davon aus, dass das Ganze eher zum Schein dienen sollte.

Diese Vermutung bewahrheitet sich nun wohl, denn in einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Video behauptet Somali, er wolle "in das wahre Korea" flüchten – eine Anspielung darauf, dass er, wie zuvor bereits von ihm erklärt, Nordkorea für dem Süden überlegen halte.

In dem Clip stolpert er eine MAGA-Kappe tragend durch einen Wald und tut, als würde er über einen Zaun – die angebliche Grenze zu Nordkorea – springen wollen. Dabei redet er davon, dass Dennis Rodman ihm helfen solle – ein US-amerikanischer Basketballspieler, der eine innige wie fragwürdige Freundschaft zum Nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un pflegt.

Auch wenn Somali sich mit diesem Video besonders abgeklärt geben will und sich über die Situation lustig macht, ist für viele Zuschauer klar, dass er damit nur verschleiern und sich vielleicht sogar selbst belügen wolle, wie viel Angst er vor einer Gefängnisstrafe in Südkorea hat.

Tatsächlich drohen dem Streamer aktuell bis zu 29 Jahre Haft. Experten gehen zwar nicht davon aus, dass er die volle Strafe absitzen werden muss, es scheint allerdings mehr als klar zu sein, dass Johnny Somali bald hinter Gittern landen wird.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....