Gaming-Geschichte statt Klausuren schreiben – Wie der Schöpfer von Final Fantasy alles auf eine Karte setzte | gesponsert

Hironobu Sakaguchi setzte alles auf eine Karte – und die führte zu einem der größten Game-Schätze aller Zeiten.

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Manchmal ist einfach nur ein wenig Mut nötig, um gewaltiges zu schaffen. | © Wikipedia / Square Enix

Die ganz großen Erfolgsgeschichten erzählen oftmals auch von den größten Risiken und wie nur nahezu absurdes Vertrauen in die eigene Idee die Welt verändert. Die Karriere von Hironobu Sakaguchi und seiner "letzten Fantasie" ist eine von genau diesen Geschichten.

Square, Enix und die "letzte Fantasie"

Wir schreiben das Jahr 1987. Der kleine japanische Spieleentwickler Square steht kurz vor dem Konkurs. Der Plan? Ein letzter Versuch. Ein Spiel, ähnlich wie Dragon Quest der Firma Enix zu kreieren oder komplett zu scheitern. Für Entwickler Hironobu Sakaguchi war klar, wenn dieses neue Spiel nicht seinen Durchbruch bedeutete, würde er zurück an die Uni und eine komplett neue Karriere einschlagen.

Passender als "Final Fantasy" hätte der Name kaum sein können – doch so final war diese Fantasie gar nicht, schließlich sollte die FF-Reihe einer der erfolgreichsten Spiele-Serien überhaupt werden.

Sakaguchi gelang ein wahnwitziger Husarenritt, welcher dafür sorgte, dass er nie wieder in eine Vorlesung musste und dass er, statt je wieder eine Klausur zu schreiben, stattdessen Gaminggeschichte schrieb und eine Reihe schuf, die die gesamte Branche prägen würde.

Ein fantastischer Partner: Die DVAG!

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| © DVAG


Auch wenn Sakaguchi sich federführend für Final Fantasy verantwortlich zeichnet, war das Spiel und alle folgenden Titel natürlich keine One-Man-Show. Auch das noch so fantastische Gamekonzept kann nur erfolgreich werden, wenn man ein ebenso fantastisches Team an der Seite hat. Und was seine Kollegen und Mitarbeiter für Sakaguchi waren, das kann die DVAG für euch sein!

Mit ihren Finanzcoaches in allen Lebenslagen stehen sie euch zwar nicht mit übergroßen Schwertern und magischen Energieblasts zur Seite, aber mit all den Tipps und Tricks, die es braucht, um sich ein eigenes, finanzielles Polster zuzulegen, mit dem man früher oder später die eigenen Fantasien Wirklichkeit werden lassen kann.

Und deshalb: Vielen Dank an die DVAG!

Doch wie wurde Sakaguchis Fantasie Wirklichkeit? Was macht den irrwitzigen Erfolg von FF aus und wieso gilt die Reihe bis heute als so prägend? Um dies zu ergründen, werfen wir einen Blick auf die erfolgreichsten Teile der Serie.

Final Fantasy XIII – 7 Millionen verkaufte Exemplare

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Final Fantasy XIII | © Square Enix


Final Fantasy XIII
war bei vielen Fans beliebt und erfolgreich, weil es in mehreren Bereichen ein außergewöhnlich hochwertiges Erlebnis bot. Besonders die Grafik sorgte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung für großes Aufsehen: Detailreiche Charaktermodelle, eindrucksvolle Umgebungen und filmreife Zwischensequenzen setzten neue Maßstäbe und machten das Spiel zu einem visuellen Highlight.

Unterstützt wurde diese Präsentation durch den atmosphärischen Soundtrack von Masashi Hamauzu, der mit emotionalen Melodien und futuristischen Klängen die Stimmung der Welt perfekt einfing und die Geschichte intensiv untermalte. Auch das Kampfsystem spielte eine große Rolle für den Erfolg. Mit dem Paradigmen-System gelang es dem Spiel, traditionelle rundenbasierte Elemente mit dynamischer Strategie zu verbinden. Spieler mussten Rollen in Echtzeit wechseln, was Kämpfe schneller, taktischer und spannender machte.

Hinzu kamen markante Charaktere, allen voran Lightning, die sich schnell zu einem Fanliebling entwickelte. Die Story rückte persönliche Konflikte, Verantwortung und Identität in den Mittelpunkt, was viele Spieler emotional erreichte. Trotz einzelner Kritikpunkte bot Final Fantasy XIII damit jene Mischung aus cineastischer Präsentation, innovativem Gameplay und emotionalem Erzählen, die für viele den besonderen Reiz der Serie ausmacht.

Final Fantasy VIII – 9,5 Millionen verkaufte Exemplare

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Final Fantasy VIII | © Square Enix


Final Fantasy VIII
gilt bis heute als einer der prägenden Teile der Reihe, weil es mit erzählerischem Mut und einem besonderen Fokus auf Charakterentwicklung neue Wege ging. Besonders die Liebesgeschichte zwischen Squall und Rinoa stand im Mittelpunkt und verlieh der Handlung eine emotionale Tiefe, die sich von früheren Teilen deutlich abhob. Diese persönliche Perspektive, verbunden mit dem Coming-of-Age-Motiv rund um Selbstfindung, Verantwortung und Vertrauen, führte dazu, dass viele Spieler eine starke Bindung zu den Figuren entwickelten. Unterstützt wurde die Atmosphäre durch eine moderne, technologische Welt, die sich vom traditionellen Fantasy-Look früherer Teile abhob und damit ein frisches Setting bot.

Ein weiterer Grund für die Popularität war das innovative Junction-System, das eine individuelle Charakteranpassung ermöglichte und Spielern viel Freiheit in der Gestaltung ihres Kampfstils gab, auch wenn es komplex blieb.

Unvergesslich wurde Final Fantasy VIII zudem durch seinen Soundtrack von Nobuo Uematsu, der mit Stücken wie "Eyes On Me" erstmals einen gesungenen Titelsong präsentierte und damit eine emotionale Verbindung zwischen Spiel und Musik schuf. Durch die Mischung aus moderner Inszenierung, experimentellem Gameplay und einer für die Serie ungewöhnlich romantischen Erzählweise setzte Final Fantasy VIII einen bleibenden Eindruck und gewann eine treue Fangemeinde, die den Titel bis heute schätzt.

Final Fantasy X – 10 Millionen verkaufte Exemplare

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Final Fantasy X | © Square Enix


Final Fantasy X
begeisterte viele Spieler vor allem durch seine emotionale Geschichte und die für damalige Verhältnisse bahnbrechende Inszenierung. Zum ersten Mal in der Reihe wurden Figuren mit vollständiger Sprachausgabe dargestellt, was Dialoge intensiver und Beziehungen glaubwürdiger wirken ließ. Im Mittelpunkt stand die tragische Reise von Tidus und Yuna, deren Schicksale untrennbar mit dem Kreislauf der Zerstörung durch das Wesen Sin verbunden waren. Diese Mischung aus romantischen Momenten, existenziellen Fragen und einer bittersüßen Erzählstruktur führte dazu, dass die Handlung für viele Fans besonders bewegend war.

Unterstützt wurde die emotionale Wirkung durch die atmosphärische Welt von Spira: exotische Landschaften, kulturelle Vielfalt und religiöse Rituale gaben dem Spiel ein unverwechselbares Flair, das sowohl mystisch als auch kritisch wirkte. Das rundenbasierte Kampfsystem blieb bewusst taktisch, bot aber durch den direkten Figurenwechsel mehr Kontrolle und strategische Tiefe als frühere Teile. Zudem sorgte der Soundtrack von Nobuo Uematsu, Junya Nakano und Masashi Hamauzu mit Stücken wie "To Zanarkand" für starke emotionale Momente, die sich tief ins Gedächtnis vieler Spieler einprägten.

Durch die Kombination aus technischer Innovation, anspruchsvoller Weltgestaltung, bewegender Geschichte und charakterorientiertem Gameplay schuf Final Fantasy X ein intensives Gesamterlebnis, das für viele Fans bis heute zu den bedeutendsten Titeln der Reihe zählt.

Final Fantasy XV – 10 Millionen verkaufte Exemplare

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Final Fantasy XV | © Square Enix


Final Fantasy XV
fand trotz einer langen und problematischen Entwicklungsphase großen Anklang bei vielen Fans, weil es eine ungewöhnlich persönliche Geschichte erzählte und diese in ein modernes Open-World-Abenteuer einbettete. Im Mittelpunkt steht weniger eine klassische Heldenreise als vielmehr die Freundschaft zwischen Noctis und seinen drei Gefährten. Die Dynamik innerhalb dieser Gruppe – vom gemeinsamen Campen über das Fahren im Regalia bis hin zu kleinen Alltagsmomenten wie Fotos oder Kochen – vermittelte ein Gefühl echter Verbundenheit und ließ Spieler emotional in die Reise hineinwachsen. Dieses intime Gruppengefühl wurde zum zentralen Merkmal des Spiels und prägte seine Wirkung stärker als frühere, romantisch oder weltpolitisch orientierte Erzählweisen der Reihe.

Gleichzeitig bot Final Fantasy XV eine offene Spielwelt, die Erkundung, Nebenaktivitäten und Freiheit in den Vordergrund stellte und damit für viele Spieler einen neuen Reiz in der Serie darstellte. Das Action-Kampfsystem ergänzte dieses Gefühl, indem es dynamische Bewegungen, Warp-Angriffe und Teamkombinationen erlaubte, wodurch Kämpfe flüssiger und moderner wirkten. Audiovisuell setzte das Spiel ebenfalls starke Akzente: Die detaillierte Grafik, das naturalistische Design der Welt und der atmosphärische Soundtrack von Yoko Shimomura – mit emotionalen Stücken wie "Somnus" oder "Stand Your Ground" – verliehen dem Abenteuer eine epische und gleichzeitig intime Tonalität.

Trotz Schwächen in der Story-Struktur überzeugte Final Fantasy XV viele Fans durch seine besondere Ausrichtung auf Kameradschaft, seine offene, lebendige Spielwelt und die filmische Präsentation. Dadurch wirkte der Titel wie ein modernes Roadtrip-Epos, das innerhalb der Reihe einen einzigartigen Platz einnimmt und von vielen Spielern gerade wegen seines emotionalen Kernmotivs geschätzt wird.

Final Fantasy VII – 27 Millionen verkaufte Exemplare

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Final Fantasy VII | © Square Enix

An der unangefochtenen Spitze steht Final Fantasy VII – das Original von 1997 zusammen mit der Remake-Reihe kommt auf über 27 Millionen verkaufte Einheiten. Final Fantasy VII wurde zu einem der bekanntesten und beliebtesten Teile der Reihe, weil es zu seiner Zeit nicht nur technisch beeindruckte, sondern vor allem erzählerisch neue Maßstäbe setzte. Das Spiel wagte sich an komplexe Themen wie Identität, Umweltzerstörung, Traumata und Machtmissbrauch, wodurch es sich deutlich von vielen eher klassischen Fantasy-Abenteuern unterschied. Im Zentrum steht Cloud Strife, ein Protagonist, dessen persönliche Unsicherheiten, bruchstückhafte Erinnerungen und innere Konflikte die Handlung prägen. Diese psychologischere Erzählweise war damals außergewöhnlich und führte dazu, dass Spieler eine besonders starke Bindung zu den Figuren entwickelten – allen voran zu Charakteren wie Aerith, Tifa und Sephiroth, die bis heute Kultstatus besitzen.

Der emotionale Höhepunkt der Geschichte, insbesondere ein dramatisches Ereignis im zweiten Spieldrittel, zeigte, dass Videospiele in der Lage sind, mitreißende und tragische Momente zu inszenieren. Gleichzeitig bot das Spiel eine faszinierende Mischung aus futuristischem Cyberpunk, klassischer Fantasy und sozialkritischen Motiven. Die Welt rund um Midgar und die Tyrannei des Shinra-Konzerns wirkte glaubwürdig und bestand nicht nur aus typischen Heldenklischees, sondern beleuchtete politische Machtstrukturen und ökologische Verantwortung.

Technisch war Final Fantasy VII für 1997 ebenfalls bahnbrechend: 3D-Grafik, vorgerenderte Hintergründe und cineastische Zwischensequenzen eröffneten neue Möglichkeiten der Inszenierung. Der Soundtrack von Nobuo Uematsu verstärkte die emotionale Wirkung mit unvergesslichen Stücken wie "One-Winged Angel" oder "Aerith’s Theme". Durch diese Mischung aus innovativer Technik, tiefgründiger Erzählung und starken Charakteren wurde „Final Fantasy VII“ zu einem Meilenstein des Genres und zu einem Spiel, das bis heute Generationen von Fans beeinflusst und begeistert.

Die erfolgreichsten Final Fantasy-Spiele zeigen ganz besonders, was die Serie insgesamt ausmacht: Eine vielseitige und wandelbare Serie, die stets mit emotional tiefgreifenden Geschichten überzeugte. Ob klassische Rundenstrategie, offene Welten oder sogar Online-MMO – jeder Titel hat auf seine Weise Geschichte geschrieben und seinen Teil dazu beigetragen, dass der letzter Versuch eines kleinen, pleitegegangenen Spieleentwicklers zu einer der prägendsten Game-Serien überhaupt wurde.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....