35.000 Euro-Spende nach Sizilien: Streamerin JenNyan erklärt "nicht nur Tiere in Deutschland brauchen Hilfe!"

Auf die Frage, warum man keinen Tieren in Deutschland helfe, gibt JenNyan eine klare Antwort.

Jenyan Sizillien
Für die vielen Hunde, Katzen und andere Tiere kamen bei JenYan stolze 35.000 Euro zusammen. | © JenNyan / YouTube

Das Jahresende 2025 rückt allmählich in den Hintergrund und damit verlieren viele Menschen auch wieder den Blick für einige der Dinge, die ihnen um Weihnachten herum noch wichtig und selbstverständlich schienen: Etwa das Spenden für gute Zwecke.

Dennoch gibt es auch jene, die sich das ganze Jahr über für die Schwachen und Bedürftigen einsetzen – unter anderem Streamer. Da wird dann auch im Chat gerne mal über diese Themen diskutiert.

Zwar sind sich wohl die meisten Menschen einig, dass es wichtig ist, für Mensch und Tier in Not zu spenden – wo genau dann geholfen werden sollte, da scheiden sich manchmal die Geister.

35.000 Euro für Tiere auf Sizilien

Streamerin JenNyan hat gemeinsam mit ihrer Community innerhalb kurzer Zeit eine beeindruckende Summe von mehr als 35.000 Euro für ein Tierheim auf Sizilien gesammelt. Dabei ging es ihr nicht nur um das Sammeln von Geld, sondern um echte Verantwortung, Mitgefühl und praktische Unterstützung für Tiere in Not.

JenNyan setzte sich im Rahmen ihrer Aktion „Laisy Days“ – benannt nach ihrem eigenen Hund Laisy – für den Tierschutz ein. Die gesammelten Mittel fließen über einen gemeinnützigen Verein an ein Tierheim bei Mazara del Vallo auf Sizilien, in dem aktuell hunderte Hunde, Katzen und andere Tiere die meiste Zeit von nur einem einzigen Pfleger betreut werden. Der Verein dort kämpft täglich mit schwierigen Bedingungen wie fehlender Infrastruktur und Platzmangel und ist stark auf externe Hilfe angewiesen.

Die leidige Frage nach Hilfe in Deutschland

Während des Streams kam im Chat ganz konkret die Frage auf: „Warum unterstützt ihr ein Tierheim in Sizilien und nicht in Deutschland?“ Diese Rückfrage zeigt, dass manche Menschen bei Spenden und Solidarität immer noch zuerst an die eigene Region oder das eigene Land denken – eine Sichtweise, die zwar verständlich ist, aber zu kurz greift.

JenNyan ging auf die Frage ein, betonte aber, dass sie das nur täte, weil der Kommentar höflich und neutral gestellt war und verwies damit darauf, dass derartige Rückfragen oftmals aus ganz bestimmten Gründen gestellt werden – etwa um rechte Narrative zu stützen, nach welchen "Deutschland immer erst den anderen helfe".


In ihrer Antwort erklärt die Streamerin, dass jede Hilfe zählt und dass sich ihre Aktion bewusst nicht nur auf den eigenen Wohnort oder ein bestimmtes Land konzentriert. Ihr wurde das Projekt in Sizilien in Rücksprache mit dem Deutschen Tierschutzbund empfohlen, eben weil dort ein einziger Mitarbeiter 16 Stunden am Tag für so viele Tiere sorgt. Für sie und viele andere in ihrer Community ging es schlicht darum, Hilfe dort zu leisten, wo sie gebraucht wird, unabhängig von Staatsgrenzen.

Tiere und Menschen weltweit brauchen Hilfe

Tierschutzorganisationen, Not- und Hilfsprojekte auf der ganzen Welt kämpfen oft unter extremen Bedingungen um das Wohl von Lebewesen – seien es Tiere oder Menschen. Ein funktionierendes Tierheim in Süditalien hilft konkret Hunden und Katzen, die unter schlechter Versorgung leiden könnten. Ein Tier in Not reagiert nicht anders, nur weil es in Italien statt in Deutschland lebt.

Gerade in einer digital vernetzten Welt haben wir heute die Möglichkeit, unkompliziert über Landesgrenzen hinweg zu helfen. Charity-Streams, globale Spendenaktionen und gemeinschaftliche Projekte zeigen, dass Mitgefühl nicht an Nationalität oder Wohnort gebunden ist.

Ob ein Tierheim in Barcelona, Sizilien oder im Schwarzwald unterstützt wird – die Wirkung zählt. Jedes Tier, das durch eine Spende versorgt, medizinisch behandelt oder vermittelt werden kann, bekommt eine reale Chance auf ein besseres Leben. Mitgefühl lässt sich nicht in geografische Kategorien einsperren.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....