Nach zahlreichen Skandalen trifft ApoRed der nächste Rückschlag: Sein Twitch-Kanal wurde gesperrt.
2026 scheint wirklich nicht ApoReds Jahr zu sein. Erst sorgten Vergewaltigungsvorwürfe gegen den umstrittenen YouTuber für Schlagzeilen, dann wurde er in Nordzypern zum unerwünschten Einwanderer erklärt und soll mittlerweile das Land verlassen haben. Nun erregt der selbsternannte Maincharacter auch auf Twitch erneut Aufsehen, allerdings nicht so, wie er es sich vermutlich vorgestellt hatte.
Hat ApoRed das Glück endgültig verlassen?
Am 4. November 2026 wurde ApoRed auf Twitch gesperrt und war zuletzt vermehrt mit Gambling-Inhalten aufgefallen. Passenderweise trug sein letzter Stream den Titel „WIR AKTIVIEREN DEN CASINO HASEN 🐰🐰🐰 !BONUS“.
Grundsätzlich ist solcher Content auf Twitch unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Bei der Bewerbung von Online-Casinos zieht die Plattform jedoch eine klare Grenze: Affiliate-Links zu Glücksspielseiten mit Slots oder Roulette sind ausdrücklich verboten!
Genau diese Grenze könnte ApoRed allerdings überschritten haben. In seinem Stream-Overlay war die Adresse seiner eigenen Website deutlich sichtbar eingeblendet. Dort wurde ein Online-Casino beworben, bei dem Zuschauer über einen Affiliate-Link und den Bonuscode „ApoRed“ unter anderem 100 Freispiele erhalten sollten.
Auch der Zusatz „!BONUS“ im Titel deutet darauf hin, dass die Website möglicherweise über einen Chatbefehl beworben wurde. Ob dieser tatsächlich einen entsprechenden Link ausgab, lässt sich nachträglich nicht mehr überprüfen. Der Casino-Affiliate-Link befand sich somit nicht direkt auf Twitch, sondern auf ApoReds eigener Website.
Das wirft die Frage auf, ob der „Allerechte" auf diese Weise die Glücksspielrichtlinien der Plattform umgehen wollte.
Ein Problem, das weit über ApoRed hinausgeht
War es das jetzt endgültig für den „Mainy“ auf Twitch? Offenbar nicht! Nach knapp zwei Tagen wurde ApoRed wieder entbannt und kann damit auf die Plattform zurückkehren. Eine offizielle Begründung für die ursprüngliche Sperre hat Twitch bislang nicht veröffentlicht.
Unabhängig davon sind Casino-Streams kritisch zu sehen. Wer Glücksspiel vor Tausenden Zuschauern zum Entertainment macht, läuft Gefahr, die finanziellen Risiken und das Suchtpotenzial zu verharmlosen. Dabei wird schnell vergessen, dass Verluste, die ein erfolgreicher Streamer problemlos verkraften kann, für andere erhebliche finanzielle Folgen haben können. Gerade deshalb sollten sich Influencer ihrer Vorbildfunktion bewusst sein, insbesondere gegenüber jungen Zuschauern
Für ApoRed bleibt die Twitch-Sperre damit nur eine weitere Kontroverse in einem ohnehin turbulenten Jahr, ob er diesmal daraus lernt oder erneut für Negativschlagzeilen sorgt, bleibt abzuwarten.
