Gewaltdemonstranten waren AfD-Sympathisanten: Maximilian Pollux über Krawalle nach Gen-Z-Demos

Pollux spricht aus seiner Erfahrung als Demonstrant und Sozialarbeiter.

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Pollux spricht aus seiner Erfahrung als Demonstrant und Sozialarbeiter. | © Instagram / Maximilian Pollux

Kürzlich fanden auch hierzulande die sogenannten Gen-Z-regelt-Proteste statt, bei denen Jugendliche und junge Menschen für Verbesserungen hierzulande demonstrierten. Die Demonstrationen liefen größtenteils friedlich ab und hatten trotz vorheriger, unbegründeter Befürchtungen nicht im Ansatz mit den Ausschreitungen in Frankreich zu tun.

Dennoch gab es auch in Deutschland, vor allem in Frankfurt einige Eskalationen und Krawalle, die in Zusammenstöße mit der Polizei und Plünderungen mündeten.

Die vermeintlichen Zuordnungen, dass bei den Ausschreitungen die gleichen linken Demonstranten verantwortlich waren, die am Morgen noch für ihre Rechte einstanden, stieß im Nachhinein bei vielen auf Kritik, so auch bei Influencer und Sozialarbeiter Maximilian Pollux.

Keine Verbindung zwischen Protesten und Krawallen

In einem Video mit dem Titel "Großteil der Randalierer AfD Sympathisanten" berichtete er von seinen Eindrücken vor Ort und den Erfahrungen, die er auch im Zuge seines Berufes macht.

"Deutschland ist mal wieder fassungslos" beginnt er das Video, "es kam in sieben Deutschen Städten nach den Gen-Z-Protesten zu Krawallen – und natürlich flippen die Medien und auch rechte Propagandisten aus."

Er wirft diesen vor, Demonstrationen und die Krawalle am Abend als eine zusammenhängende Situation darzustellen, an der die gleichen Leute beteiligt gewesen wären, bestätigt seinerseits allerdings, dass die Proteste die er selbst besucht hatte vollkommen friedlich verliefen.

Dabei verweist er auch auf friedliche Sprechchöre und Banner mit politischen Forderungen zur Senkung der Miete oder der Abschaffung der Wehrpflicht und auch das Fehlen jedweder Darstellung einer politischen Agenda während der abendlichen Ausschreitungen.

Randalierer sind AfD-Sympathisanten

Mit Blick auf seinen Job als Sozialarbeiter sagt er dann:

Wer abends in Frankfurt, Berlin, Köln und so weiter randaliert hat – sehen wir das nicht. Wir hören keine politischen Forderungen, wir sehen keine Banner wir erkennen keinen Willen in irgendeiner Form gesellschaftskritische Forderungen an den Mann zu bringen. Im Gegenteil: Die Plünderer sind meine Klienten.

Er führt aus, dass er unter den Chaoten vor allem jene Kids wiedererkenne, die er in der Jugendarbeit, als Streetworker, Antigewalttrainer und in Jugendgefängnissen gerade betreuen würde. Wichtig für ihn ist dabei vor allem auch, deren eigene politische Zuordnung.

Und ich sag euch noch was: Wenn du die fragst, was sie wählen würden, dann sagen sie AfD. Nius und Bild und deren Onlinesklaven lügen euch an!

Pollux erklärt, dass er aus seiner eigenen Erfahrung wisse, dass diese Jugendlichen sich auch unabhängig von ihrem Migrationshintergrund nicht dem linken Spektrum zuordnen würden, sich nicht für Feminismus, LGBTQ+-Bedürfnisse oder den Kampf gegen den Kapitalismus interessierten oder sogar die gegenteilige Meinung verträten, "die ihnen von rechten Meinungsmachern auf TikTok eingepflanzt wird".

"AfD-Politiker sagen das gleiche wie 16-jährige Straßenkids"

"Man checkt das erst nicht" fährt er fort "weil man denkt, nur Klaus aus Halle und Bernd 52 sympathisieren mit den Populisten. Das ist falsch. Mittlerweile sind die Hälfte aller Knackis die ich kenne AfDler, die Hälfte aller Rocker, die halbe OK – warum? Weil sie alle angezogen werden von faschistischen Ideen mit starken Männern, die das sagen haben und Frauen die schön da hinten zuhause hinterm Herd stehen."

Zum Ende betont er noch, dass er in seinem Job täglich die gleichen Parolen aus den Mündern 16-jähriger Straßenkids wie von AfD-Politikern hören würde und verweist auf deren Social Media Verhalten.

Dem Argument, dass es absurd wäre, wenn diese Jugendlichen mit einer Partei sympathisierten, die Politik gegen sie mache, begegnet er mit dem Hinweis, dass das auch für Bürgergeldempfänger und Arbeiter gelte, all diese Leute aber nicht mehr entsprechend ihrer Interessen wählen würden, sondern aus Protest.

Für Pollux stellt die Behauptung, Linke wären an den Krawallen beteiligt, daher den "Gipfel der Frechheit" dar, was er final noch mit Polizeiberichten belegt, die besagen, dass nach derzeitigem Kenntnisstand keine Verbindung zwischen den Protestteilnehmern und Randalierenden bestünde.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....