Somali betrügt aus dem Knast heraus weiter: 40.000-Dollar gestohlen

Streamer Johnny Somali macht mit seinen Schandtaten einfach weiter. Diesmal leidet ein ehemaliger Freund darunter.

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Zumindest auf offener Straße kann er aktuell keinen direkten Schaden anrichten. | © YouTube / Johnny Somalo

Johnny Somali treibt wieder sein Unwesen. Eigentlich sitzt er gerade im Gefängnis und ist mehr oder weniger handlungsunfähig, doch ein letzter Betrug scheint ihm gerade noch zu gelingen. Das Opfer diesmal? Die einzige Person, die ihm bei all seinen Schandtaten in Südkorea noch mit Treue und Geld zur Seite stand.

Somali macht weiter – auch im Knast

Eigentlich gingen wir davon aus, für einige Monate Ruhe vor einem der unangenehmsten Streamer aller Zeiten zu haben: Johnny Somali sitzt nämlich gerade im Südkoreanischen Gefängnis. Der Amerikaner hatte sich so einiges zu Schulden kommen lassen, wobei die Vorwürfe von der Entweihung eines Denkmals bis zur sexuellen Belästigung Minderjähriger reichen.

Die Gefängnisstrafe, die auch ein Exempel der südkoreanischen Regierung mit Blick auf internationale Streamer und andere Chaoten sein sollte, fiel letztlich zwar erstaunlich milde aus, dennoch hat Somali aktuell keine Möglichkeit, weiterhin sein mehr als unziemliches Verhalten im Netz zu veröffentlichen.

Ganz unschuldig bleibt er dennoch nicht – denn wie sein einstiger guter Freund und Geldgeber Heon Jong "Hank" Yoo, der im Internet seit Jahren auch als "Asian Nazi" bekannt ist nun öffentlich machte, scheint sein guter Freund Johnny ihn um 40.000 Dollar erleichtert zu haben.

Somali leiht sich 40.000 für "Investments"

Während seines monatelangen Aufenthalts in Südkorea hatte Somali zuvor schon auf Yoos Tasche gelebt, der sich dies zumindest leisten konnte, weil er wiederum auf der Tasche seiner gutsituierten Eltern lebt – sich laut Hank dann aber dennoch nochmal zusätzlich Geld geliehen.

Angeblich habe er eine bombensichere Investmentmöglichkeit gehabt und benötigte dafür 40.000 Dollar um Hank Yoo nicht nur das Geliehene schon bald wieder zurückzahlen zu können, sondern dann auch nicht mehr weiter auf dessen Kosten in Südkorea leben zu müssen.

Wenig überraschend hatte Somali Yoo das Geld natürlich nie zurückgezahlt. Als dieser nämlich darum bat, Einblick in das Investmentportfolio Somalis zu bekommen, tauchte dieser für mehrere Tage unter und wich der Frage nach seiner Rückkehr immer wieder aus.

Inzwischen sitzt Somali im Gefängnis und es scheint, als hätte Yoo große Sorge, das Geld sei für immer verloren – insbesondere vor dem Hintergrund, dass er einem gemeinsamen Freund im Vertrauen berichtete, dass er die Summe unbedingt wiederhaben müsste, bevor seine Familie, um deren Geld es sich vermutlich handelt, von alledem erfahren würde.

Flucht vor Gesetz und ehemaligem Freund in die USA?

Daher schrieb er Somali einen Brief ins Gefängnis, in welchem er ihn auch auf den Vertrag hinwies, den beide unterschrieben hatten, als die 40.000 Dollar verliehen wurden. Die Antwort, die er daraufhin erhielt, scheint alles andere als vertrauenserweckend. So Soll Somali Hank ebenfalls eine Nachricht zukommen haben lassen, in der er seinen Geldgeber darauf hinwies, dass er ihm jedwede Form von Dokumentation seines Investments erst zukommen lassen könne, sobald er aus dem Gefängnis und zurück in den vereinigten Staaten wäre.

Für Kritiker und Experten ist klar, dass dies ein indirektes Eingeständnis Somalis ist, gar nicht die Absicht zu haben, Hank Yoo sein Geld jemals zurückzuzahlen – stattdessen will er seinen ehemaligen Freund hinhalten, bis er wieder in Amerika ist, weil er weiß, dass wenn Yoo sein Geld gerichtlich einklagt, sich sein Gefängnisaufenthalt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch verlängern würde.

Damit könnte die Geschichte um Somali in Südkorea wirklich auserzählt sein, weil somit auch das Fundament seines Chaostrips, das Geld der Yoo-Familie für ihn nicht mehr nutzbar ist – andererseits gingen wir zuvor schon davon aus, dass die Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe Somalis Ende wäre. Also heißt es wohl abwarten.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....