Nachdem es kürzlich so aussah, als würde die Karriere langsam wieder aufwärts gehen, folgt nun ein neues Down.
Das Leben von Fitness-Influencern ist geprägt von Ups und Downs. Wer mit Sport beginnt, erlebt zunächst, wie das Gewicht runtergeht, sobald der Muskelaufbau einsetzt, geht es damit wieder aufwärts. Der Puls geht beim Sport erst hoch, dann in der Ruhephase danach wieder runter. Auch Gewichte werden nach oben gehoben, um dann wieder vorsichtig abgesetzt zu werden. Im Falle von Kevin Wolter sind es aber auch Karriere und Leben selbst, die einer Achterbahn gleichen.
Gerade geht es für den ehemaligen Fitness-YouTuber und Social-Media-Influencer wieder abwärts: Nur wenige Monate nach dem Antritt einer neuen Vollzeitstelle wurde ihm erneut gekündigt. Der Verlust seiner Anstellung bedeutet für Wolter einen erneuten Einschnitt – finanziell wie persönlich.
Vom Influencer zum Angestellten
Kevin Wolter gehörte in den 2010er-Jahren zu den bekanntesten deutschen Fitness-Content-Schaffenden. Mit YouTube-Videos, Social-Media-Posts und Kooperationen erzielte er in Spitzenzeiten Millionen-Reichweiten und galt als einer der erfolgreichsten Influencer Deutschlands. Doch in den letzten Jahren ging der Erfolg spürbar zurück: Reichweiten sanken, Einnahmen schrumpften, mehrere Geschäftsmodelle scheiterten und von den Investitionen blieb nicht übrig.
Nach eigenen Angaben verlor Wolter in der Folge nicht nur große Teile seines Vermögens – er wurde zeitweise auch obdachlos und war auf Hilfe von Bekannten angewiesen.
Einige Zuschauer und Fans wirkten besorgt, als er kurz darauf mit "patriotischen" Aussagen von sich Reden machte, in denen er davon sprach, dass die "Deutschen sich ihren Stolz zurückholen" sollten und es schien, als würde er in ganz andere Bereiche abdriften.
Dennoch schien sich zumindest seine finanzielle Lage zu stabilisieren, als er ein Jobangebot bei einer Social-Media-Marketing-Agentur annahm und eine klassische Festanstellung begann.
Vom Angestellten zum Bürgergeldsempfänger
Doch das berufliche Comeback dauerte nicht lange: Laut eigenen Aussagen wurde Wolter von seinem neuen Arbeitgeber Ende letzten Jahres wieder aus dem Team genommen. Gründe für die Kündigung wurden bislang nicht öffentlich detailliert erläutert. Für Wolter bedeutet dies jedoch erneut einen Verlust an Struktur und Einkommen – und die Notwendigkeit, sich erneut um seine finanzielle Absicherung zu kümmern.
In einer Story schrieb er:
Dieses Jahr endet nicht besonders gut. [...] Mit Social Media verdiene ich aktuell auch kein Geld. Keine Sponsoren. Keine Kooperationen. Also heißt es: neu orientieren. Neu planen.
So hart es auch ist, zuerst mal zurück ins Bürgergeld.
Nach dem zweiten Stellenverlust in kurzer Zeit lebt Kevin Wolter also aktuell wieder vom Bürgergeld. In sozialen Medien spricht er offen über seine Situation und die Herausforderungen, vor denen er steht. Trotz der Rückschläge betont er, nicht aufzugeben und weiter an einem beruflichen Neustart zu arbeiten.
Aber ich hab eine Vision. Es geht um Menschen. Es geht um Tiere. Es geht darum, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.
Und darum, einen Weg rauszubauen für alle, die gerade feststecken.
Die Flinte wirft Wolter also nicht ins Korn, denn wer, wenn nicht er weiß genau, dass es manchmal nur ein wenig Einsatz und Muskelkraft kostet, etwas, was ganz unten ist, wieder nach oben zu befördern.