Ein turn-based Game, von einem kleinen Studio, aus FRANKREICH... Hat es tatsächlich geschafft AAA Games alt aussehen zu lassen. Die Geschichte von Clair Obscur erzählt mehr zwischen den Zeilen als in Dialogen, was es zu dem interessantesten Spiel dieses Jahrzehnts macht.
Clair Obscur: Expedition 33 ist nicht nur das Game of the Year 2025, es hat den höchsten User-Score, den Metacritic je gesehen hat, über 150.000 Steam-Reviews und mehr Award-Nominierungen als ich Spiele in meiner Steam Library. Ein Spiel, das man eigentlich nicht ignorieren kann und trotzdem lange unter dem Mainstream-Radar geflogen ist.
Gerade für alle, die normalerweise bei „Turn-based Combat“ das Weite suchen: Expedition 33 ist anders. Das Kampfsystem kombiniert rundenbasierte Mechaniken mit Echtzeit-Elementen wie Parieren, Ausweichen und Rhythmusgefühl. Jeder Kampf fühlt sich eher wie eine Action-Sequenz an als wie klassisches JRPG-Geklicke. Der Vergleich mit Souls-Games kommt nicht von ungefähr, einige Bosskämpfe können es locker mit Elden Ring aufnehmen.
Besonders beeindruckend: Hinter dem Spiel steckt kein riesiges AAA-Studio, sondern Sandfall Interactive, ein Team von rund 30 Leuten. Expedition 33 beweist, dass kreative Vision, starkes Writing und künstlerischer Mut heute mehr zählen können als ein gigantisches Budget. In einer Zeit, in der viele große Titel austauschbar wirken, fühlt sich dieses Spiel wie ein bewusstes Gegenstatement an. Wir zeigen euch hier auf, wie Expedition 33 es geschafft hat AAA Games dumm dastehen zulassen, und das GANZ OHNE SPOILER. Also falls DU Expedition 33 noch nicht gespielt hast, es aber noch tun möchtest, ist das hier genau das was du lesen solltest. Übrigens: Das Game und noch hunderte weitere findet ihr auch im Xbox Game Pass für nur 9,99€ im Monat!
Eine Welt, die Fragen stellt statt Antworten zu geben
Die Welt von Expedition 33 ist düster. Jedes Jahr erscheint am Horizont eine neue Zahl, gemalt von der sogenannten Paintress. Alle Menschen, die dieses Alter erreichen, lösen sich auf. Mit jedem Jahr wird die Zahl kleiner und damit auch die verbleibende Lebenszeit der Menschheit.
Die letzte Bastion der Zivilisation ist Lumière, eine Stadt inspiriert von Paris. Von hier aus werden jedes Jahr Expeditionen losgeschickt, um die Paintress aufzuhalten. Niemand weiß, warum sie existiert oder welches Ziel sie verfolgt. Und genau hier liegt die Stärke des Spiels: Es erklärt nichts direkt. Antworten verstecken sich in Dialogen, Musik, Farben und Symbolen.
Der Titel Clair Obscur – Hell-Dunkel – ist kein Zufall. Er stammt aus der Kunstgeschichte und beschreibt starke Kontraste, die Tiefe und Emotion erzeugen. Genau dieses Prinzip zieht sich durch das gesamte Spiel: Hoffnung und Verzweiflung, Wahrheit und Verdrängung, Gesagtes und Ungesagtes.
Ein besonders starkes Beispiel ist die Musik. Der Hauptmenü-Track ist in einer alten, heute fast ausgestorbenen Sprache gesungen. Erst viel später hört man dieselben Lyrics erneut, diesmal verständlich. Rückblickend wird einem dann klar, dass die Lösung von Anfang an da war. Man konnte sie nur noch nicht verstehen.
Auch das Writing folgt diesem Ansatz. Figuren sagen nur das, was sie in ihrer Welt wirklich sagen würden. Kein Übererklären, kein Nachplappern für den Spieler. Vieles bleibt unausgesprochen und genau daraus entsteht Tiefe. Expedition 33 verlangt Aufmerksamkeit und Eigeninterpretation. Wer nur „durchspielt“, verpasst den Kern.
Hier könnt ihr Expedition 33 für wenig Geld spielen
Clair Obscur: Expedition 33 ist direkt im Xbox Game Pass spielbar. Ohne Vollpreis, ohne Risiko. Für viele ist das die perfekte Gelegenheit, ein Spiel zu entdecken, das man sonst vielleicht verpasst hätte, was besonders wertvoll für außergewöhnliche Titel abseits des Mainstreams ist.
Expedition 33 ist kein Spiel, das dich an die Hand nimmt. Es fordert dich heraus – emotional wie intellektuell. Und manchmal sagt es mehr, gerade weil es nicht alles sagt.
Oder, um Kant zu zitieren:
„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."
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