Wolfsburg im DFB-ePokal: Nicht nur Männer können FIFA

Der DFB-ePokal ist das virtuelle Pendant zum DFB-Pokal aus dem Fußball. Das Schöne beim eSport: Nicht nur Teams aus männlichen Teilnehmer gehen an den Start. Der VfL Wolfsburg nimmt auch in diesem Jahr mit einem Wölfinnen-Team teil.
Markenauftritt fuer den neuen dfb epokal6 gross
Der DFB-ePokal steht an! | © DFB

Am 5. und 6. März startet der offizielle DFB-ePokal in die neue Saison. Dann steigt die Vorrunde zur Hauptrunde (31. März & 1. April) ehe im großen Finale (2. und 3. April) die neuen ePokalsieger*innen gekürt werden.

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, denn zuvor müssen die Club Qualifier absolviert werden. Die steigen schon am 5. Februar. Der VfL Wolfsburg hat dieses Jahr eine Sonderstellung, denn bei den Wölfen treten (als einziger Verein) gleich zwei Teams an.

Wölfe und Wölfinnen im DFB-ePokal

Während das erste Team aus erfahrenen FIFA-eSportlern um Benedikt Saltzer, Bastian Rupsch, Khalid Gürel und Lukas Wolff besteht, bekommen im zweiten Team zwei Frauen ihren Auftritt auf der ePokal-Bühne. Erlaubt sind bei den Club Qualifiern Teams aus der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und der Virtual Bundesliga Club Championship (VBL CC).


Vereine, die sowohl in der Frauen-Bundesliga als auch in der Bundesliga spielen, durften zwei Teams nominieren. Der VfL hats gemacht und gibt damit Kiara Fohrmann eine großartige Gelegenheit, sich zu beweisen.

Kiara Fohrmann bewirbt sich via Insta

Denn das zweite Team der Wölfe wurden aus Emma Heuer, Kiara Fohrmann und Maximilian Matthes zusammengestellt. Während Emma Heuer schon im vergangenen Jahr zum DFB-ePokal-Kader der Wölfinnen zählte, sicherte sich Kiara Fohrmann den Platz im Team über eine Bewerbung via Instagram:

Mir bedeutet es sehr viel, dabei sein zu dürfen, da ich als Frau selten die Chance bekomme, mich in FIFA zu beweisen. Ich freue mich auf diese Herausforderung! Frauen sollten auch im E-Sport viel mehr gefördert werden, da dann auch viele andere Mädchen unter Beweis stellen könnten, was sie drauf haben.

Auch Emma Heuer sieht die Teilnahme als tolle Chance und freut sich sehr, erneut im Kader zu stehen:

Der VfL ist im Frauenfußball eine Bank und ich bin unfassbar stolz, diese Mannschaft zu repräsentieren. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich mehr solcher Frauenteams bilden und diese auch für große Vereine spielen dürfen.

Coach Saltzer ist optimistisch

Keiner in den Reihen der Wölfe hat wohl so viel Erfahrung wie Benedikt Saltzer. Der Routinier und offizieller DFB-Coach blickt dem Turnier freudig entgegen – obwohl in den Quali-Runden im 90er-Modus angetreten werden muss:

"Wir sind gut aufgestellt und kommen immer besser im 90er-Modus klar. Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir uns für die Top drei qualifizieren können."

Erfolgreiches Abschneiden ist dabei kein Selbstläufer. Letztes Jahr konnte sogar ein Team, hinter dem kein Bundesligist steht, überraschend den DFB-ePokal gewinnen. Wir drücken natürlich allen Teams die Daumen – würden uns aber über eine starke Leistung der Wölfinnen ganz besonders freuen. Wie cool wäre ein Frauenteam als ePokal-Champs?