2. Misty (1997-2002)
Misty stellte das klassische Konzept einer Arenaleiterin auf den Kopf, weil sie nicht in ihrer Arena auf Herausforderer wartete, sondern gemeinsam mit Ash durch die Welt reiste. Ihr Enton hörte selten auf ihre Befehle, ihre Schwestern nahmen sie oft nicht ernst und einen Großteil der Zeit musste sie Ash erklären, warum er gerade Unsinn gemacht hatte. Genau dadurch fühlte sie sich mehr wie eine echte Person an als wie die perfekte Begleiterin eines Anime–Helden. Die Dynamik funktionierte vor allem deshalb so gut, weil Misty auch mal genervt, stur oder wütend sein durfte. Die Serie versuchte nie, diese Eigenschaften als Fehler darzustellen, die sie überwinden musste. Gerade diese Ecken und Kanten sorgten dafür, dass sie vielen Fans bis heute als eine der besten Pokémon–Figuren überhaupt in Erinnerung geblieben ist. | © The WB/Cartoon Network