Portugiesisches Kryptonit und grobe Fehleinschätzungen: Die kuriosesten Claudia Neumann Patzer bei der WM 2026
Portugiesisches Kryptonit und grobe Fehleinschätzungen: Die kuriosesten Claudia Neumann Patzer bei der WM 2026
Spanien ist Weltmeister, das nervenaufreibende Finale konnte dabei erst in der Verlängerung mit 1:0 gegen Messi und Co. entschieden werden. Die Ehre, das Spiel zu kommentieren, hatte im ZDF Oliver Schmidt. Viele Deutsche waren froh darüber, dass diese Aufgabe nicht Claudia Neumann zugetragen wurde.
Millionen Fußballfans in ganz Deutschland verfolgten die WM im Wohnzimmer oder beim Public Viewing. Für viele gab es aber einen Grund, warum sie das Turnier mit der Zeit bei MagentaTV und nicht beim ZDF verfolgten. Ursache dafür waren vor allem die Kommentare von Claudia Neumann.
Neumann gilt dabei als ZDF-Urgestein und arbeitet seit den 90ern bei dem öffentlich-rechtlichen Sender. 2016 kommentierte sie als erste Frau live ein EM-Spiel der Männer.
2026 war sie wieder fester Bestandteil des Kommentatoren-Teams und mittendrin im Shitstorm. Sie gilt im deutschen Fußball als das Feindbild, wenn es um mangelhafte Berichterstattung geht. Laut Medienexperten und dem ZDF-Sportchef ist die Kritik teilweise durch Fakten gerechtfertigt, inzwischen aber zum Teil auch längst zum Ritual geworden – unabhängig von der tatsächlichen Leistung.
Belege dafür gibt es viele: Ein Fehler ihrer Kollegin Christina Graf beim Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten wurde in der Kommentarspalte Claudia Neumann angehängt. Dies beweist, dass diese Patzer selbst unter Profis vorkommen, Claudia Neumann aber inzwischen berüchtigt dafür ist.
Die Kommentatorin mit Nebenwirkungen hatte auch bei dieser Weltmeisterschaft einige Fehltritte – genug, damit wir von EarlyGame eine Liste für euch angefertigt haben. Hier sind die gröbsten Schnitzer von Claudia Neumann: zehn Momente, bei denen selbst wohlwollende Zuschauer kurz die Augenbraue heben mussten. Viel Spaß beim Durchklicken. | © Wikipedia
10. „Schnelle Einführung des Auswurfs“
Während des Gruppenspiels von Portugal gegen die Demokratische Republik Kongo passierte Frau Neumann ein eher harmloser Versprecher. Als der Ball ins Seitenaus ging und direkt wieder eingeworfen wurde, bezeichnete sie die Situation als eine „schnelle Einführung des Auswurfs“. Natürlich meinte sie eine schnelle Ausführung des Einwurfs. Ein kleiner Versprecher, den sie im nächsten Atemzug direkt korrigierte und der ja mal vorkommen kann.
Solche kleinen Wortdreher fallen während einer Live-Übertragung meist kaum auf, da Kommentatoren permanent unter Zeitdruck sprechen. Dass selbst dieser Versprecher später noch diskutiert wurde, zeigt, wie genau viele Zuschauer Neumanns Auftritte inzwischen verfolgen. | © Facebook
9. Der Superlativ von Semedo, „Smedo“, „Smudo“
Mit „Smudo“ ist nicht der Frontmann der deutschen Rapgruppe Fanta Vier gemeint, sondern tatsächlich Nelson Semedo, der portugiesische Nationalspieler. Neumann nannte ihn fälschlicherweise „Smedo“, im späteren Spielverlauf dann sogar noch „Smudo“.
Besonders auf X und Reddit machten sich Fans darüber lustig, dass ausgerechnet ein Verteidiger plötzlich den Namen eines deutschen Rappers trug. Der Fehler entwickelte sich schnell zu einem Insider unter Fußballfans und wurde noch Tage später zitiert. Ein Kommentator beim Konkurrenzsender MagentaTV machte sich sogar einen Spaß daraus und nannte den Spieler bei dessen nächster Einwechslung mehrfach absichtlich „Smedo“, um auf Neumanns Fauxpas anzuspielen. | © Wikipedia
8. „João Leão“
Das wäre der Name eines bisher unbekannten portugiesischen Nationalspielers. Beim Gruppenspiel zwischen Kolumbien und Portugal verwechselte sie João Félix und Rafael Leão. „Über die linke Seite João Leão“ war dabei Neumanns exakter Wortlaut. Auch dieser Patzer sorgte für heftige Kritik im Netz und einige User unterstellten ihr sogar, dass sie während des Kommentierens betrunken sei.
Der Patzer sorgte vor allem deshalb für Gesprächsstoff, weil Portugal bei dieser WM mehrere Spieler mit ähnlichen portugiesischen Namen im Kader hatte. Viele Zuschauer nahmen die Szene außerdem zum Anlass, erneut über die Qualität der deutschen Fußballkommentatorin zu diskutieren. | © UEFA
7. DR Kongo, „Dominikanische“ Republik Kongo
Claudia Neumann verwechselte die Demokratische Republik Kongo mit der „Dominikanischen“ Republik Kongo – welche so nicht einmal existiert. Hierbei handelt es sich nicht um eine einfache Verwechslung, sondern schlicht um geografischen und politischen Humbug. Journalistisch gesehen fällt dieser Patzer in die Kategorie Sachfehler anstatt einfacher Versprecher und wird somit auch viel stärker gewichtet. Möglicherweise plant Frau Neumann aber auch einfach die Gründung eines neuen Geheimstaates.
Ausgerechnet dieser Versprecher lieferte den Kritikern eine perfekte Vorlage für Spott im Internet. | © Wikipedia
6. „Fernando Fernandes“
Eigentlich meinte Claudia Neumann damit den Mittelfeldstar Bruno Fernandes, der bei dieser Weltmeisterschaft im weinroten Trikot für Portugal auflief. Fernandes gehört weltweit zu den torgefährlichsten und kreativsten Mittelfeldspielern des Sports, dennoch hielt dies Frau Neumann nicht davon ab, seinen Namen falsch wiederzugeben.
Bruno Fernandes gehörte während der Weltmeisterschaft zu den wichtigsten portugiesischen Spielern und stand deshalb besonders häufig im Fokus der Übertragung. Je öfter ein Spieler erwähnt wird, desto stärker fallen den Zuschauern auch kleine Fehler bei der Kommentierung auf. Ein sehr grober Schnitzer, der einer Kommentatorin ihres Niveaus eigentlich nicht passieren dürfte. | © Kicker.de
5. „Yamine Lamal“
Mit seinen 19 Jahren gilt er als das Nachwuchstalent des spanischen Fußballs, er kann einen EM- und inzwischen sogar den Weltmeistertitel vorweisen. Während des Turniers half ihm dies aber nicht gegen Frau Neumanns kurioses Talent, Namen falsch auszusprechen. Den Youngstar nannte sie „Yamine Lamal“, er heißt natürlich Lamine Yamal. Claudia Neumann lieferte damit einen weiteren Grund für einen medialen Shitstorm durch ihre Kritiker.
Dass selbst einer der größten Shootingstars des Turniers nicht vor einer Namensverwechslung verschont blieb, sorgte bei vielen Fans für Unverständnis. In den sozialen Medien tauchten kurz darauf zahlreiche Memes mit absichtlich vertauschten Spielernamen auf. | © ZDF Mediathek
4. „Ronscheldo“
Man muss ihn nicht mögen, aber eines muss man Cristiano Ronaldo lassen: In seiner Fußballkarriere hat der portugiesische Nationalheld sich auf alle Fälle einen Namen gemacht, offensichtlich aber nicht bei Claudia Neumann. Während fast die halbe Fußballwelt davon überzeugt ist, dass CR7 der beste Stürmer aller Zeiten ist, kann Frau Neumann nicht einmal seinen Namen? Ronaldo nannte sie einfach „Ronscheldo“. Ja, richtig – weiteres Futter für ihre Hater und ein Dolchstoß ins Herz jedes CR7-Fans.
Kaum ein anderer Fußballer wird weltweit so häufig erwähnt wie Cristiano Ronaldo, weshalb dieser Patzer besonders schnell Aufmerksamkeit erhielt. Für viele Zuschauer wurde die Szene zum Sinnbild dafür, wie angespannt die Stimmung rund um Neumanns Kommentare inzwischen ist. Langsam muss man sich wirklich vorstellen, dass portugiesische Namen ihr absolutes Kryptonit sind. | © ZDFheute
3. Handspiel gegen Brasilien nicht erkannt
Beim Sechzehntelfinale zwischen Brasilien und Japan kam es zu einer kritischen Szene, bei der viele Zuschauer vor dem Bildschirm sofort ein Handspiel erkannten. Claudia Neumann ging während ihres Kommentars nicht darauf ein, die Zuschauer waren zunächst verwirrt. Diejenigen, die ihr sowieso schon sehr kritisch gegenüberstanden, triggerte das Nichterkennen der Szene sofort. Die Fehleinschätzung ist deutlich schwerwiegender als ein einfacher Buchstabendreher, das Internet reagierte empört.
Gerade in Zeiten von Zeitlupen, VAR und mehreren Kameraperspektiven erwarten Fans eine schnelle Einordnung strittiger Szenen. Bleibt diese aus, verbreitet sich die Kritik heute oft innerhalb weniger Minuten über soziale Netzwerke.
Einige Medienexperten sprachen im Anschluss von einer „perfiden Mechanik“. Fehler von Neumann werden im Netz deutlich unbarmherziger und teilweise sogar mit Hate Speech kommentiert, bei ihren männlichen Kollegen sei dies nicht der Fall. | © ZDFheute
2. Sechzehntelfinale : Achtelfinale
Beim selben Spiel der K.-o.-Phase benannte sie die Turnierphase falsch. Sie sprach vom Achtelfinale, obwohl es sich um das Sechzehntelfinale handelte. Da bei dieser Weltmeisterschaft viel mehr Länder teilnahmen als in der Vergangenheit, verzieh man ihr das noch beim ersten Mal.
Im Verlauf des Spiels bezeichnete sie die Partie jedoch immer wieder als Achtelfinale. Durch die mehrfache falsche Benennung brachte Neumann ihre Kritiker ein weiteres Mal zum Kochen – wie heißt es so schön: Die Menge macht das Gift.
Die veränderte Turnierstruktur stellte nicht nur Kommentatoren, sondern auch viele Zuschauer vor eine Umstellung. Trotzdem werteten Kritiker die wiederholte Verwechslung als Zeichen dafür, dass Neumann nicht ausreichend vorbereitet gewesen sei. | © Sportschau
1. Wiederholung
Der skurrilste und gleichzeitig schlimmste Patzer von Claudia Neumann fand ebenfalls bei der WM 2026 statt. So etwas darf einer Kommentatorin ihres Kalibers einfach nicht passieren. Es war kein Namensverwechsler, kein Versprecher und auch keine Fehleinschätzung eines Fouls.
Beim Spiel Kolumbien gegen Portugal kommentierte sie eine Szene, bei der João Félix – oder João Leão – im Sechzehner der Kolumbianer den Ball nur knapp über die Latte schoss, mit den Worten: „JA! Felix, stark gemacht.“
Einen Augenblick später wurde die Szene in der Wiederholung und aus einem anderen Kamerawinkel erneut gezeigt. Allein diese Tatsache lässt darauf schließen, dass es sich um keine neue Torchance handelt. Neumann fährt fort und sagt: „Ja, auch das eine super Gelegenheit hier.“ – Ich dachte meine Mutter wäre die einziger der das passiert.
Dadurch kommentiert sie die gleiche Szene ein zweites Mal komplett neu – mein Dozent der journalistischen Darstellungsformen ist dabei sicher vom Glauben abgefallen.
Im Gegensatz zu ihren meisten anderen Patzern, lässt sich dieser Fehler nicht mit einem Versprecher oder einer falschen Aussprache erklären. Genau deshalb wird die Szene von vielen Fans bis heute als ihr auffälligster WM-Moment angesehen. | © YouTube
Daum, Kloppo, Nagelsmann: Die 20 erfolgreichsten Deutschen Fußballtrainer
Claudia Neumann hat es bei der Weltmeisterschaft hinbekommen, ordentlich Running Gags für die Community zu erschaffen. Egal, ob „Smudo“ oder die „Dominikanische“ Republik Kongo – für Aufmerksamkeit sorgt sie allemal. Ganz nebenbei betreibt sie damit laut vielen Usern auch bessere Werbung für MagentaTV als deren Marketingabteilung selbst.
Laut eigener Aussage geht Claudia Neumann bewusst sehr distanziert mit der Thematik um, nach Spielen geht sie absichtlich nicht auf Social Media. Der ein oder andere würde meinen, dass das eine Art Einsicht ist. Das ZDF steht weiterhin hinter ihr, wie bei vorherigen Turnieren auch.
Wir möchten noch betonen, dass wir in keiner Weise ihre Fähigkeiten als weibliche Kommentatorin bemängeln, sondern uns lediglich auf fehlerhafte Leistungen ihrer Arbeit beziehen. Von dem Feindbild, das gegen sie im Internet aufgebaut wird, und den damit verbundenen frauenfeindlichen Kommentaren distanzieren wir uns in vollem Maße.
Wenn ihr vom frühen WM-Aus des DFB-Teams immer noch enttäuscht seid und nach dem Rücktritt des Bundestrainers noch darüber diskutiert wer Nagelsmanns Nachfolger sein könnte, findet ihr ihn ja vielleicht hier. Daum, Kloppo, Nagelsmann: Die 20 erfolgreichsten Deutschen Fußballtrainer. Viel Spaß beim Durchklicken! | © Sebastian Räppold
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