Ein schockierender Clip aus einem Twitch-Livestream hat auf den sozialen Netzwerken einen heftigen Backlash ausgelöst.
Oftmals sorgen Streamer für besonders viel Aufsehen, wenn sie sich selbst durch Stunts oder Challenges verletzten – wenn aber andere oder sogar Tiere zu Schaden kommen, reagieren Zuschauer und Plattformen schnell. Die Amerikanerin AspenKartier wurde von Twitch gebannt, nachdem ein Clip aus einem ihrer Livestreams Empörung über den Umgang mit ihrem Hund ausgelöst hatte. Die Audioaufnahme des Moments verbreitete sich online und führte zu heftiger Kritik von Zuschauern und Tierschützern, die glauben, dass das Tier während des Streams verletzt wurde.
Tiermissbrauch live im Stream
Der Vorfall ereignete sich am 28. Januar. Zuschauer auf Reddit und X sahen einen Clip, in dem AspenKartier reagiert, nachdem ihr Hund offenbar aus seinem Käfig entkommen war. Während der Hund selbst nur kurz auf der Kamera zu sehen war, war dennoch zu hören, wie die Streamerin das Tier fragte, wie es herausgekommen sei. Daraufhin schlug AspenKartier mehrfach zu. Zweimal war zu sehen wie sie auf etwas außerhalb des Sichtfelds der Kamera einschlug, dann folgten weitere Schläge, während der sie selbst nicht zu sehen war – alles begleitet vom schmerzerfüllten Jaulen ihres Welpen. gefolgt von wiederholtem Jaulen des Tieres, das viele als Zeichen von Stress interpretierten.
Triggerwarnung: Tiermissbrauch
Twitch Streamer Aspen Kartier was seen hitting her dog multiple times while on stream. This is sick.... pic.twitter.com/OpfVzxD1DH
— She's Fishy (@ShesFishy) January 29, 2026
Die Clips verbreiteten sich online, wobei Nutzer ihr vorwarfen, den Hund mehrfach geschlagen zu haben – basierend allein auf den Geräuschen und dem Kontext. Nachdem diese Beiträge viral gingen und einige User sogar von "Todesschreien" des Tieres gesprochen hatten, griff Twitch ein und sperrte ihren Account.
Reaktionen der Zuschauer und Empörung
Menschen, die den Clip gesehen haben, zeigten sich schockiert und wütend über das, was sie hörten. Viele Kommentatoren verwendeten deutliche Worte, verurteilten das Verhalten als Tiermissbrauch und forderten, dass der Hund in ein sicheres Zuhause gebracht wird.
Sieht nach einem Fall von Tierquälerei aus!!!! Bitte RETTET diesen armen Hund und steckt diese kranke [englischer Fachbegriff für eine weibliche Hündin] direkt ins Gefängnis!
Auch nachdem AspenKartier versuchte, die Situation herunterzuspielen, bleibt ein großer Teil der Community skeptisch.
Ja klar, deshalb hat er am Ende aufgejault und sie ist zu dumm, um überhaupt zu begreifen, was sie getan hat.
Anstatt die Lage zu beruhigen, verschlimmerten ihre Nachfolgeposts den Backlash noch. Den Hund in den sozialen Medien zu zeigen und darauf zu bestehen, dass alles in Ordnung sei, änderte kaum etwas daran, wie die ursprüngliche Audioaufnahme wahrgenommen wurde.
she definitely injured the dog pic.twitter.com/IixeiJEhha
— (@icespicee_) January 29, 2026
Dieses Jaulen bedeutet, dass sie bleibenden Schaden angerichtet hat. Das arme Baby muss sofort aus ihrer Obhut entfernt werden!
Über alle sozialen Netzwerke hinweg überwiegt weiterhin berechtigte Empörung. Viele Zuschauer argumentieren, dass der Moment – unabhängig von der Absicht – niemals hätte passieren dürfen und dass ein Haustier zu besitzen eine Verantwortung mit sich bringt, die über nachträgliche Schadensbegrenzungsposts hinausgeht. Wird diese Grenze einmal überschritten, ist Vertrauen extrem schwer wieder aufzubauen.
Die Öffentlichkeit ist mit ihrer Strafe nicht zufrieden
Stand heute wurde Aspen, mit Nachnamen Easterling, im US-Bundesstaat Georgia wegen Tierquälerei angeklagt. In Georgia gibt es dabei zwei Varianten dieser Anklage: Eine gilt als Vergehen (Misdemeanor), die andere als Verbrechen (Felony).
Nach aktuellem Stand wird die Streamerin wegen der milderen Variante, also des Vergehens, angeklagt. Betrachtet man den Gesetzestext, ergibt das in gewisser Weise Sinn – auch wenn das Internet (und ich) das anders sehen.
Sie erhielt zudem eine kurze Sperre auf Twitch, die sie zumindest in ihrem Vorhaben, ihre Reichweite weiter auszubauen, zurückgeworfen haben dürfte. Ob sie ihren Hund zurückbekommt oder nicht, muss noch vor Gericht entschieden werden.
Aus offensichtlichen Gründen fordert die Öffentlichkeit nun eine deutlich härtere Strafe und ist der Meinung, dass sie unter keinen Umständen wieder das Sorgerecht für den Hund erhalten sollte. Vorerst bleibt uns nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu hoffen, dass ihr Hund in irgendeiner Form Gerechtigkeit erfährt.
Was denkst du über diese Situation und die Reaktion der Community? Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen.