GTime über seinen Fame: Was sich wirklich verändert hat, seit der Hype da ist

Ist er anders geworden oder nur die Art, wie man ihm begegnet?

G Time Ark
Reichweite kann viel verändern, aber nicht die Einstellung von Streamer Gtime! © Gtime

Und auf einmal ging alles ganz schnell: GTime ist schon seit Jahren auf Twitch unterwegs, aber im vergangenen Jahr ist er komplett durch die Decke gegangen. Mehr Viewer, mehr Reichweite, mehr Hype – inzwischen gehört er zu den großen Namen in der deutschen Twitch-Bubble. Doch während von außen alles nach „overnight success“ aussieht, zeigt sich im Stream: Der plötzliche Fame bringt vor allem Veränderungen im Umgang mit anderen Menschen.

Mehr Reichweite, mehr Türen – der spürbare Unterschied

GTime beschreibt den größten Change ziemlich klar: Mit wachsender Reichweite kommen die Leute plötzlich auf dich zu. Während kleinere Streamer oft selbst aktiv werden müssen, öffnen sich mit steigenden Viewerzahlen viele Türen automatisch.

Kollabs, Einladungen, neue Kontakte: Dinge, die früher schwer erreichbar waren, passieren jetzt fast von allein. Und je größer die Reichweite, desto stärker dieser Effekt. Wer regelmäßig starke Zahlen liefert, wird in der Szene einfach relevanter. Trotzdem bleibt GTime entspannt. Er versucht bewusst, nicht alles direkt zu hinterfragen oder sich einzureden, dass jede Anfrage nur aus Eigeninteresse kommt. Denn genau das könnte echte Verbindungen kaputt machen, bevor sie überhaupt entstehen. Sein Motto: offen bleiben, aber nicht alles zu ernst nehmen.

Warum GTime sich selbst treu bleiben möchte

Was ihn besonders von vielen anderen Creatorn unterscheidet, ist seine Haltung zu Kollaborationen. In einer Szene, in der Reichweite oft wie eine Währung behandelt wird, setzt GTime auf etwas anderes: den Vibe. Er macht klar, dass er nicht einfach mit jemandem Content macht, nur weil die Person gerade im Trend ist. Für ihn muss die Chemie stimmen. Wenn man sich nicht kennt oder nicht weiß, ob man harmoniert, bringt auch der größte Hype nichts.

Statt aktiv auf gehypte Creator zuzugehen, lässt er Dinge lieber organisch entstehen. Man trifft sich auf Events, zockt vielleicht zusammen und wenn es passt, entsteht daraus Content. Wenn nicht, dann eben nicht. So ähnlich hat er es auch gehandhabt, als über Wochen hinweg immer wieder der Name Tim Gioh in seinem Chat gefallen ist. Gegenüber seinen Zuschauern stellte er klar, dass er nicht einfach mit jemandem streamt, nur weil diese Person gerade im Hype ist. Für ihn zählt vielmehr, dass man sich auf natürliche Weise kennenlernt und der Vibe stimmt. Eine Haltung, die in der schnelllebigen Streaming-Welt definitiv heraussticht.

Der größte Unterschied durch seinen Erfolg ist nicht, dass sich GTime selbst komplett verändert hat, sondern dass sich sein Umfeld anders verhält. Mehr Menschen kommen auf ihn zu, mehr Möglichkeiten entstehen. Seine eigene Einstellung bleibt dabei aber ziemlich konstant. Er legt weiterhin Wert auf Spaß, entspanntes Zocken und echte Connections. Mega!

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....