Wie gut funktioniert Warzones Anti-Cheat RICOCHET?

Team Ricochet hat in Zusammenarbeit mit Sledgehammer Games das brandneue Anti-Cheat-System RICOCHET in Vanguard und Warzone eingeführt. Was kann RICOCHET und wie gut funktioniert der Anti-Cheat?
Vanguard warzone ricochet anti cheat
Was kann RICOCHET? | © Activision

Kurz nach dem erfolgreichen Start von Call of Duty: Vanguard und seinem brandneuen Anti-Cheat-System, genannt "RICOCHET", wurde das System jetzt endlich auch in Warzone eingeführt. In diesem Artikel werden wir euch über alles, was Ricochet in Call of Duty: Vanguard und Warzone betrifft, auf dem Laufenden halten.

[Update vom 20. Februar]

Nachdem sich kurzzeitig Cheater über RICOCHET lustig gemacht hatten, da sie es trotzdem noch ins Spiel schafften, scheint der Anti Cheat inzwischen immer besser zu funktionieren. Wir hatten bereits darüber berichtet, dass Wallhacks und Aimbots anscheinend bei vielen Hackern inzwischen nicht mehr funktionieren und sie keinen Schaden mehr machen, und wie es scheint, hat RICOCHET jetzt noch mehr fiese Methoden, um Cheater zu ärgern. Laut einigen neuen Berichten, werden Spieler, die von einem Aimbot anvisiert werden, für den Cheater unsichtbar und die Hacks funktionieren auch nicht mehr:

Wie hier zu sehen, schaltet der Aimbot auf den Spieler auf, dieser wird aber plötzlich unsichtbar und bekommt auch keinen Schaden. Unserer Meinung nach ist das einfach nur fair. Wer es trotz Cheats ins Spiel schafft, soll wenigstens absolut keinen Spaß haben.

[Update vom 23. Dezember]

Nachdem RICOCHET seit jetzt etwas mehr als einer Woche weltweit aktiv ist, hat Call of Duty auf Twitter einen ersten Erfolgsbericht geteilt. Laut dem offiziellen Twitter-Account wurden mit Hilfe des neuen Anti Cheat Systems weitere 48.000 Cheater Accounts gesperrt.

Der neue Anti Cheat scheint also tatsächlich zu funktionieren und effektiv zu arbeiten. Allerdings haben wir erst kürzlich auch von sogenannten modifizierten Lobbys gehört, es gibt also durchaus noch Verbesserungspotenzial.

[Update vom 15. Dezember]

RICOCHET ist live in Warzone!

RICOCHET ist jetzt auf allen Warzone-Servern aktiv, und viele Hacker stellen fest, dass sie Hardware-Banns erhalten haben und seitdem nicht mehr ins Spiel kommen. Das ist jedoch nur der Anfang, da die serverseitige maschinelle Lernfunktion von Ricochet mit der Zeit wachsen und verbessert werden wird, wenn sie mehr Daten sammelt. Aber wir freuen uns schon jetzt über solche Nachrichten:

The state of the Cheaters in these days from CODWarzone

Der Spieler im obigen Post hat anscheinend einen Hardware-Bann bekommen und konnte so auch mit neuen Accounts nicht mehr ins Spiel. Er hat sich einen komplett neuen PC gekauft und kommt trotzdem nicht in Warzone rein. Anscheinend gibt es also nicht nur Hardware-, sondern auch IP-Banns. Uns freut es auf jeden Fall den Anti-Cheat in Aktion zu sehen.

Die Ziele von Team RICOCHET

Das Team hinter dem Ricochet Anti-Cheat überwacht weiterhin Call of Duty: Vanguard & Warzone und hat bereits eine Reihe von Banns ausgesprochen. Darüber hinaus konzentriert sich Ricochet derzeit auf die Lösung von XP- und Unlock-bezogenen Exploits und ermutigt die Spieler, Cheater auch weiterhin zu melden. Laut dem Call of Duty Blog werden diese Berichte dem Team Ricochet helfen, Folgendes zu tun:

  • Identifizierung und/oder Bestätigung von Cheatern
  • Sammeln von wertvolle Informationen über betrügerisches Verhalten
  • Vorrangige Durchsetzung der Sicherheit

Ihr könnt Cheater online an Ricochet Anti-Cheat und das Call of Duty-Team melden, und es wird dem Team helfen, das Call of Duty-Erlebnis zu verbessern. Wir empfehlen euch, das vor allem in den nächsten Wochen zu tun, damit das Ricochet-System so früh wie möglich so viele Daten wie möglich sammeln kann.


Ändern der Ricochet Security Enforcement Policy

Das Team Ricochet hat seine Enforcement Policy geändert und führt dauerhafte Sperren für Spieler ein, die wiederholt gegen die Anti-Cheating-Regeln verstoßen. Das schließt alle Personen ein, die "irgendeinen Versuch unternehmen, ihre Identität oder die Identität [ihrer] Hardware zu verbergen oder zu verschleiern". Das ist eine ziemlich gravierende Änderung, vor allem wenn man bedenkt, dass Call of Duty: Vanguard kein Free-to-Play-Spiel wie Warzone ist und somit ein starker Anreiz gegen das Cheaten besteht, da die Spieler das Spiel für echtes Geld neu kaufen müssten, und selbst dann würde es nicht auf ihrem PC laufen, wenn sie einen Hardware-Bann erhalten haben.

Wie funktioniert der RICOCHET Anti-Cheat in Warzone?

RICOCHET ist eine Kombination aus serverseitigem maschinellem Lernen und clientseitigem Kernel-Level-Treiber, die Hardware-Sperren für Cheater verhängt. Laut dem Call of Duty Blog-Post funktioniert der Ricochet Kernel-Level-Treiber für PC folgendermaßen:

Der Kernel-Level-Treiber für PC als Teil des RICOCHET Anti-Cheat-Systems überwacht Software oder Anwendungen, die versuchen, mit Call of Duty: Warzone zu interagieren... Der Treiber wird dem RICOCHET Anti-Cheat-Team helfen, verdächtiges Verhalten zu erkennen und diese Daten zu nutzen, um die allgemeine Anti-Cheat-Sicherheit im Laufe der Zeit zu verbessern.

Activision hat auch schon darauf hingewiesen, dass dieser Kernel-Level-Treiber die Sicherheit und die Privatsphäre der Nutzer nicht beeinträchtigen wird. In dem oben erwähnten Blog-Post haben sie erklärt, wie das Ricochet Anti-Cheat-System funktioniert und warum sich die Spieler keine Sorgen um ihre Privatsphäre machen müssen. Der Kernel Treiber läuft laut Activision ausschließlich, wenn auch Call of Duty läuft. Schließt man das Spiel, schließt sich auch der Treiber.

Team Ricochet hat ebenfalls bestätigt und bekräftigt, dass sie sich auf kontinuierliche Anti-Cheat-Sicherheitsupdates konzentrieren und uns weiterhin mit zusätzlichen Updates und Informationen versorgen werden, wenn sich das neue Anti-Cheat-System in Zukunft weiterentwickelt.