Wenn du The Backrooms liebst, solltest du diese 15 Filme als Nächstes sehen
1. Vivarium – Das Haus ihrer (Alp)Träume (2019)
Der Kauf eines Hauses fühlt sich ohnehin schon wie ein Ritual an, das von feindseligen Kräften entworfen wurde – und Vivarium – Das Haus ihrer (Alp)Träume hat lediglich den Mut, das Unausgesprochene offen auszusprechen. Jesse Eisenberg und Imogen Poots geraten in eine Vorstadtsiedlung, in der jeder makellose Rasen und jede identische Dachlinie wirkt, als wäre sie frisch aus dem Drucker gekommen. Bald entdecken sie, dass diese Nachbarschaft keinerlei Absicht hat, sie wieder gehen zu lassen. Der Horror ist dabei weder chaotisch noch gotisch; er ist sauber, hell und erstickend höflich – wie eine Falle, die in Form eines Hochglanzprospekts daherkommt. | © XYZ Films
2. Exit 8 (2025)
Ein makellos sauberer U-Bahn-Korridor sollte eigentlich keinen Herzschlag beschleunigen können – und doch gewinnt Exit 8 seine Panik aus Fliesen, Beschilderungen, Plakaten und einem einzigen Gang, der immer wieder zurückkehrt und dabei ein emotionsloses, fast geschäftsmäßiges Lächeln bewahrt. Die Regeln sind einfach genug, um grausam zu wirken: Erkenne die Abweichung und kehre um; übersiehst du sie, beginnt alles von vorn. Genau darin liegt der perfide Reiz des Films: Er bringt dich dazu, jedem Licht, jedem vorbeigehenden Menschen und jeder Wandfläche zu misstrauen, die nur ein wenig zu normal aussieht. | © AOI Pro
3. Skinamarink (2022)
Skinamarink versteht die kindliche Urangst, lange genug in einen dunklen Flur zu starren, bis es wirkt, als würde der Flur zurückstarren. Das Haus verliert Türen, Fenster, Eltern, Zeit und jede grundlegende Logik und hinterlässt nur Teppiche, Spielzeug, Deckenwinkel und das flackernde Licht eines Fernsehers – arrangiert wie Beweisstücke aus einem Albtraum, den niemand vollständig beschreiben kann. Der Film ist langsam, widerspenstig und zutiefst abweisend – und genau deshalb wirken seine leeren Räume weniger wie eine Kulisse als wie eine Bestrafung. | © ERO Picture Company
4. Cube (1997)
Bevor endlose gelbe Flure zum Treibstoff für Internet-Alpträume wurden, erschuf Cube bereits eine ganze Mythologie aus Räumen, die wie kopiert, eingefügt und auf unheimliche Weise zur Waffe gemacht wirken. Sieben Fremde erwachen in einem geometrischen Gefängnis, in dem jede Kammer sicher, tödlich oder Teil eines Musters sein könnte, das kein vernünftiger Mensch entwerfen würde. Der Film erklärt sich kaum selbst – und genau diese Zurückhaltung wirkt bis heute gnadenlos: Je weniger wir über das System wissen, desto unvermeidbarer und endgültiger erscheint es. | © Cube Libre
5. The Shining (1980)
Das Overlook Hotel bleibt bis heute das Luxusmodell einer unmöglichen Architektur des Grauens. Kubrick verwandelt Teppiche, Korridore, Aufzüge, Versorgungsbereiche und Ballsäle in einen psychologischen Hindernisparcours, während Jack Torrance letztlich nur dem Wahnsinn folgt, den das Gebäude längst perfektioniert hat. Die räumliche Struktur des Hotels wird seit Jahrzehnten diskutiert – und das aus gutem Grund: Das Overlook wirkt bereits falsch, bevor sich überhaupt etwas Übernatürliches offenbart. Es erscheint, als hätten die Wände menschliches Verhalten studiert und beschlossen, es auf unheimliche Weise zu imitieren. The Shining ist auf jeden Fall ein Klassiker! | © Warner Bros.
6. Zimmer 1408 (2007)
Das berüchtigtste Zimmer des Dolphin Hotels benötigt keinen endlosen Flur, um grenzenlos zu wirken – vier Wände reichen vollkommen aus. John Cusack spielt einen übernatürlichen Skeptiker, der Zimmer Zimmer 1408 mit professioneller Ironie betritt und sich langsam in ein persönliches Gruselkabinett aus Trauer, Zeitschleifen, falschen Ausgängen und psychologischen Fallen verstrickt. Der Raum verändert ständig seine Methoden, ohne jemals seine Adresse zu wechseln – und macht jeden Fluchtversuch zu einer Art Kundenservice aus der Hölle. | © Dimension Films
7. Session 9 (2001)
Das Danvers State Hospital verleiht Session 9 eine Atmosphäre derart überwältigender Beklemmung, dass die Figuren beinahe unhöflich wirken, sobald sie in diesen Räumen überhaupt sprechen. Ein Team zur Asbestsanierung betritt die verlassene Anstalt für einen Auftrag, doch die bröckelnden Stationen, unterirdischen Gänge, alten Akten und verlassenen Verwaltungsräume übernehmen schon bald die Kontrolle über die innere Spannung des Films. Brad Anderson muss den Spuk nicht überdeutlich inszenieren – er lässt das Gebäude einfach bestehen: zerstört, still und geduldig, bis jedes Echo eine persönliche Bedrohung zu tragen scheint. | © Scout Productions
8. Kairo (2001)
Kiyoshi Kurosawas Kairo verwandelt das frühe Internet in eine Geistergeschichte – doch seine eigentliche Genialität liegt darin, wie leer die physische Welt rund um die Bildschirme allmählich wird. Wohnungen, Büros, Computerräume und Straßen verlieren jede Wärme, bis das moderne Leben wie ein Wartezimmer wirkt, das man betreten hat, ohne sich daran zu erinnern, warum. Die Geister sind beängstigend, doch das noch einsamere Bild ist die Welt selbst, die langsam verschwindet – ein Raum und ein Mensch nach dem anderen. | © Daiei Film
9. Grave Encounters (2011)
Eine gefälschte Geisterjäger-Crew, die sich in einer verlassenen psychiatrischen Klinik einschließt, klingt zunächst nach klassischem Found-Footage-Material – doch Grave Encounters entwickelt seine eigentliche Bedrohung erst, sobald das Gebäude aufhört, sich wie ein Gebäude zu verhalten. Flure ziehen sich endlos in die Länge, Ausgänge verschwinden, Uhren verlieren ihre Bedeutung und die gesamte Anstalt scheint die Realität selbst zu verändern – knapp außerhalb des Kamerablicks. Die Schockmomente erfüllen zweifellos ihren Zweck, doch der wahre Reiz liegt darin, zu beobachten, wie selbstgefällige Fernsehleute erkennen müssen, dass der Grundriss des Gebäudes begonnen hat, sie anzulügen. | © Digital Interference Productions
10. Kisaragi Station (2022)
Japanische Urban Legends haben seit jeher ein besonderes Talent dafür, öffentliche Verkehrsmittel in etwas Unheimliches und beinahe Okkultes zu verwandeln – und Kisaragi Station macht aus einem sagenumwobenen Geisterbahnhof einen Ort, an dem der alltägliche Weg plötzlich von der Landkarte verschwindet.
Die stärkste Wirkung des Films entsteht aus jenem ganz besonderen Gefühl einer späten Nacht: allein an einem Bahnhof zu stehen, Geräusche zu hören, die sich nicht zuordnen lassen, und langsam zu erkennen, dass der Heimweg nur noch eine theoretische Möglichkeit ist. Es ist Internet-Folklore im Licht flackernder Bahnsteiglampen, zwischen leeren Gleisen und dem beunruhigenden Verdacht, dass der letzte Zug an einen Ort gefahren ist, an den er niemals hätte gelangen dürfen. | © Canter
11. The Incident (2014)
Isaac Ezbans mexikanischer Science-Fiction-Thriller The Incident besitzt eine der prägnantesten Zwischenraum-Ideen des modernen Genrefilms: Eine Gruppe ist auf einer unendlichen Treppe gefangen, eine andere auf einer endlosen Straße – beide gezwungen, in Räumen weiterzuleben, die eigentlich nur für den Übergang gedacht sind.
Der Horror besteht nicht allein darin, dass sie nicht entkommen können, sondern darin, dass das Leben trotzdem weitergeht und dabei Gegenstände, Routinen, Verbitterung und Verfall anhäuft. Nur wenige Filme schaffen es, Wiederholung zugleich so kosmisch gewaltig und so menschlich kleinlich wirken zu lassen. | © Yellow Films
12. Survival Instinct (2020)
Survival Instinct reduziert den Horror des Zwischenraums auf eine brutale, einfache Gleichung: Erwachen in einem Tunnel, vorwärtskriechen und überleben, was der nächste Abschnitt von dir verlangt. Die Röhren sind metallisch, eng und erschreckend unpersönlich – wie ein medizinisches Gerät, das von jemandem entworfen wurde, der dem menschlichen Körper feindlich gegenübersteht. Der Film besitzt zwar stärker die Energie eines klassischen Creature-Horrors als einige andere Titel dieser Auswahl, doch seine größte Beklemmung entsteht aus der unerbittlichen Bewegung nach vorn: Anhalten ist unmöglich, und voranzukommen bedeutet nicht automatisch, der Gefangenschaft zu entkommen. | © Fulltime Studios
13. Im hohen Gras (2019)
Ein Feld aus Gras sollte eigentlich das genaue Gegenteil eines Korridors sein – und genau deshalb wirkt Im hohen Gras so verstörend, sobald Entfernungen ihre Bedeutung verlieren. Stimmen bewegen sich durch die Reihen, Orientierungspunkte führen in die Irre, und jeder Versuch, einen sicheren Ort zu erreichen, verstärkt den Verdacht, dass sich dieser Raum mit der geduldigen Beharrlichkeit der Natur selbst neu ordnet. Der Film trägt die unverkennbare Handschrift von Stephen Kings verstörender Fantasie, doch sein wirkungsvollster Schrecken ist von verblüffender Einfachheit: Auch die Natur kann ein Labyrinth sein. | © Netflix
14. Dead End (2003)
Urlaubsfahrten mit der Familie bringen ohnehin eine kleine Dosis Wahnsinn mit sich – und Dead End treibt diese Spannung auf eine Straße, die sich weigert, jemals zu enden. Die Figuren fahren immer wieder durch denselben dunklen Abschnitt, vorbei an Zeichen des Todes, falschen Entscheidungen und ihrer langsam zerfallenden Geduld, während die Nacht unaufhörlich weiter Gas gibt. Der Film ist reduziert, kompromisslos und auf seltsame Weise humorvoll – mit einer Wiederholung, die zunächst wie ein einfacher Kniff wirkt und sich schließlich als Falle entpuppt. | © Sagittaire Films
15. Silent Hill (2006)
Silent Hill bietet größere Kreaturen und eine umfangreichere Mythologie als die meisten Vertreter des Zwischenraum-Horrors, doch seine Bilder der verlassenen Stadt treffen noch immer einen ganz besonderen Nerv: nebelverhangene Straßen, leere Schulen, Krankenhausflure, Sirenen, Asche und Räume, die sich scheinbar in eine andere Version ihrer selbst auflösen. Christophe Gans versteht die nachhaltigste Angst der Videospielvorlage: Es geht nicht nur darum, was einen angreifen könnte, sondern darum, was aus vertrauten öffentlichen Orten wird, wenn die Realität beginnt, ihre eigene Oberfläche abzustreifen. | © Davis Films
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