Die größten Enttäuschungen des LEC Spring Splits

Ob wir nun mehr von ihnen erwartet haben oder sie ihr Potenzial einfach nicht ausschöpfen konnten: Diese drei Teams haben uns enttäuscht.
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MAD Lions – Früher Champions, jetzt nicht mal in den Playoffs... | © Riot Games

Die acht Wochen LEC Spring Split 2022 sind vorüber. Es gab auch dieses Mal wieder einige Teams in der LEC, die es geschafft haben, die Erwartungen zu übertreffen. Diese drei haben allerdings eher das Gegenteil geschafft. Werfen wir mal einen Blick drauf!

Team BDS: Fehlende Abstimmung im Midgame

Team BDS war einer unserer Geheimfavoriten, eine neue Organisation, die auf einen Kern von Spielern aus den regionalen Ligen setzte. Das ist vor ihnen auch schon MAD Lions gut gelungen, BDS hatte damit aber keinen Erfolg – zumindest nicht in ihrem ersten Split. Wieder und wieder haben wir ein Team gesehen, das selbst nach einem guten Start irgendwann kopflos über die Map irrte. Sie hatten Schwierigkeiten, Spiele zu beenden – ganz egal, ob sie vorne lagen oder einen Rückstand aufgeholt haben, ständig wurden falsche Entscheidungen getroffen. BDS landete am Ende auf einem nicht unerwarteten neunten Platz, aber die Art und Weise, wie sie dort gelandet sind, verschafft ihnen einen Platz auf dieser Liste.


MAD Lions: Die SAD Lions-Serie

Wir sind schon davon ausgegangen, dass MAD nicht dasselbe Powerhouse wie 2021 wird nach dem Abgang von Matyáš "Carzzy" Orság und Marek "Humanoid" Brázda. Es gibt aber noch einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen "den Split nicht gewinnen" und „Playoffs verpassen“. In der ersten Hälfte des Splits lief es nicht mal so schlecht für MAD, fünf der ersten neun Spiele konnten sie gewinnen, darunter Siege gegen G2, Team Vitality und die untere Tabellenhälfte. In der zweiten Hälfte begann allerdings eine Serie, in der MAD drei Wochen in Folge kein Spiel gewinnen konnte. In den meisten Fällen fanden sie zwar gut ins Spiel, wurden dann aber outplayed oder begingen im Midgame Fehler, die sie dann den Sieg kosteten. Auch eine 3-0 Superweek konnte sie nie nicht mehr vor dem Aus retten. Team Vitality gewann das Rennen um den letzten Platz in den Playoffs.

Team Vitality: Unerwartet mittelmäßig

Manche von euch denken vielleicht, dass es ein bisschen zu früh ist, um Team Vitality auf so eine Liste zu setzen. Sie sind ja schließlich in den Playoffs und könnten sensationell den Pokal holen. Auch wenn das prinzipiell möglich ist, hatten wir von Anfang an eigentlich ein Superteam erwartet. Das hatte sich aber ganz schnell ausgeträumt, der Split begann mit drei Niederlagen. Da haben sofort die Alarmglocken geläutet, aber ein schwacher Einstand kann schon mal passieren. Schließlich gewannen sie fünf der restlichen sechs Spiele der ersten Saisonhälfte, die einzige Niederlage war gegen Rogue, das Topteam dieses Splits. In der zweiten Hälfte der Saison ging es aber weiter bergab, selbst gegen Teams aus dem Mittelfeld wie Excel und MAD Lions tat Vitality sich schwer. Den letzten Playoff-Spot sicherten sie sich mit einem Sieg gegen Astralis am allerletzten Spieltag und stachen damit MAD Lions aus. Mit so einem schweißtreibenden Finish von einem Team mit so einem Roster hatten wir nicht gerechnet. Trotzdem – Vitality hat immer noch alle Chancen, uns Lügen zu strafen. Auch wenn sie noch viel vor sich haben.

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