Activision widerspricht Gerüchten über zukünftigen Zweijahresrhythmus für Call of Duty

Gerüchte, wonach es nach der Veröffentlichung von Modern Warfare II in diesem Jahr eine längere Pause geben soll, wurden von Activision dementiert, was die Vermutung widerlegt, dass CoD seinen jährlichen Veröffentlichungszyklus aufgibt.

modern warfare 2019
Das diesjährige Call of Duty wird der Nachfolger von Modern Warfare 2019, ist dann aber auch das letzte Spiel für die nächsten zwei Jahre. | © Activision

Laut Gerüchten wurde das für 2023 angekündigte Call of Duty von Treyarch um ein Jahr verschoben. Damit weicht Activision Blizzard laut Berichten von Bloomberg von ihrer Strategie ab, jährlich ein neues Spiel auf den Markt zu bringen. Zwar ist noch nichts über Call of Duty 2023 bekannt, aber es wurde angenommen, dass das Spiel von Treyarch entwickelt wird und ein Nachfolger des 2020 erschienenen Call of Duty: Black Ops Cold War sein wird.

[Update vom 25. Februar]

Activision dementiert Gerüchte & bestätigt weitere jährliche Releases

In einem Statement, das EarlyGame und anderen Medien zur Verfügung gestellt wurde, hat Activision alle Gerüchte über Verzögerungen bei Call of Duty 2023 und ein mögliches Ende der jährlichen Veröffentlichungen dementiert und bestritten. Die Erklärung, die uns per E-Mail zugestellt wurde, deutet darauf hin, dass sowohl Premium- als auch Free-to-Play-Call of Duty Content nicht nur im Jahr 2022, sondern auch im Jahr 2023 und in der Zukunft erscheinen wird. Hier ist das offizielle Statement von Activision:

Wir haben ein aufregendes Angebot an Premium- und kostenlosen Call of Duty-Erlebnissen für dieses, nächstes und übernächstes Jahr. Berichte, die etwas anderes aussagen, sind falsch. Wir freuen uns darauf, weitere Details mit euch zu teilen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Die Aussage von Activision Blizzard bestätigt zwar, dass es "dieses Jahr, nächstes Jahr und darüber hinaus" eine Auswahl an "Premium"- und "Free-to-Play"-Erlebnissen geben wird, bestätigt aber nicht, dass es tatsächlich jedes Jahr ein vollständiges neues CoD geben wird. Es ist durchaus möglich, dass sich das, was Jason Schreier in seinem Bericht enthüllt hat, tatsächlich bewahrheitet. Allerdings scheint die Aussage, dass "Berichte, die etwas anderes aussagen, falsch sind", ziemlich eindeutig zu sein.

Wir müssen wohl erstmal abwarten, aber es scheint so als wolle Activision alle derzeitigen Gerüchte zerstreuen. Wir sind schon gespannt, was die Zukunft für Call of Duty bereithält.

[Original Artikel]

Diese News bedeuten, dass Modern Warfare 2 dieses Jahr das erste Spiel seit fast zwanzig Jahren wird, dass eine Lücke von zwei Jahren ohne Releases füllen muss. Das bedeutet wohl, dass Infinity Ward am besten alle Register ziehen sollte, um sicherzustellen, dass der Nachfolger vom bahnbrechenden Modern Warfare (2019) auf festem Boden steht. Das Spiel befindet sich anscheinend schon in der Alpha, scheint also auf einem guten Weg zu sein.

Jason Schreier von Bloomberg berichtet, dass die Entscheidung, Call of Duty 2023 zu verschieben, gefallen ist, nachdem eines der neueren Call of Dutys "den Erwartungen nicht gerecht wurde". Was hier angedeutet wird, ist wohl, dass nach den schlechten Zahlen vom letztjährigen Call of Duty: Vanguard die Verantwortlichen bei Activision Blizzard nach neuen Strategien suchen, um qualitativ bessere Spiele zu entwickeln, auf den Markt zu bringen und zu verkaufen.

Kein Call of Duty für 2023, aber vielleicht Warzone 2

Während das heiß erwartete Call of Duty von Treyarch nun erst 2024 erscheinen soll, könnte trotzdem ein Free-to-Play Call of Duty im nächsten Jahr auf uns warten. Berichten zufolge arbeitet Activision an anderen Projekten um die Lücke zu füllen, und mit hartnäckigen Gerüchten über ein mögliches Warzone 2, könnten wir mit einem Release des Ganzen im nächsten Jahr rechnen. Im Hinblick auf zukünftige Call of Duty-Projekte hat sich ein Vertreter von Activision wie folgend gegenüber Bloomberg geäußert:

Wir haben eine aufregende Auswahl an Premium- und Free-to-Play Call of Duty-Erlebnissen für dieses Jahr, nächstes Jahr und danach... Wir freuen uns darauf, mehr Details zu teilen, sobald der Zeitpunkt stimmt.

Berichten von Bloomberg zufolge soll allerdings Treyarch - nicht Infinity Ward - bei der Entwicklung des kommenden Free-to-Play Call of Duty die Feder führen. Das könnte möglicherweise auch erklären, weshalb das für 2023 geplante Call of Duty verschoben wurde. Allerdings ist das nur die Spitze des Eisbergs, denn sowohl das Abschneiden von Call of Duty: Black Ops Cold War als auch von Call of Duty: Vanguard hatten wohl einen großen Einfluss auf diese Entscheidung.

Schreier bestätigt ebenso, dass die Verschiebung von dem 2023er Call of Duty nicht von Microsofts kürzlicher Übernahme von Activision Blizzard für fast 70 Milliarden US-Dollar beeinflusst wurde. Ebenso hat die Entscheidung nichts mit den Anschuldigungen der sexuellen Belästigung zu tun, die im Verlauf des letzten Jahres gegen Activision Blizzard erhoben wurden.

Kommen also keine jährlichen CoDs mehr?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Activision Blizzard in Zukunft keine jährlichen Releases für Call of Duty anstrebt, nachdem Modern Warfare 2 im Laufe diesen Jahres auf den Markt gekommen ist. Während das zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestätigt wurde, haben wir uns an einen Vertreter des Publishers gewandt und erwarten eine Antwort. Die Entscheidung, keine jährlichen Call of Dutys auf den Markt zu bringen, könnte der Franchise auf einen besseren Kurs verhelfen.

Was auch immer am Ende dabei herauskommt, sieht 2022 für Call of Duty vielversprechend aus. Activision Blizzard wird daran gelegen sein, darauf aufzubauen, weiterhin neue Inhalte für Call of Duty: Vanguard zu veröffentlichen, Warzones neue Map zu erweitern und Modern Warfare 2 im bestmöglichen Zustand auf den Markt zu bringen. Auch wenn sich das Call of Duty für 2023 wohl verschiebt, sollte das der Franchise auf lange Sicht einen Vorteil verschaffen.