Eine Spritztour, die Katja wohl einiges kosten wird – Geld genauso wie Glaubwürdigkeit.
Die Rapperin und Influencerin Katja Krasavice ist nach einer Fahrt im betrunkenen Zustand aus dem letzten Jahr rechtskräftig verurteilt worden, gleichzeitig tauchte ein Video auf, in dem es den Anschein hatte, als wäre sie von ihrem Ex-Partner und Manager attackiert worden.
Katja Krasavice nach Alkoholfahrt verurteilt
Im Mai letzten Jahres sorgte Krasavice gleich mehrfach für Schlagzeilen:
Anlass war eine Polizeikontrolle in Leipzig, im Zuge derer bei der Musikerin ein Alkoholwert von 1,28 Promille festgestellt wurde. Damit lag sie deutlich über der Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit, die in Deutschland bereits bei 1,1 Promille beginnt.
Nach Angaben aus dem Verfahren akzeptierte Krasavice einen entsprechenden Strafbefehl weitgehend, wodurch das Urteil nun rechtskräftig ist. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe sowie eine Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis von zehn Monaten. Die genaue Höhe der Geldstrafe richtet sich nach den Einkommensverhältnissen der Künstlerin und wird daher individuell berechnet. Die Höhe der Tagessätze soll der einzige Punkt gewesen sein, den Krasavices Anwalt angefochten hat.
Vorwürfe gegen Polizisten und den Ex-Partner
Zusätzlich sorgten damals Aussagen Krasavices über die Polizeikontrolle für weitere Aufmerksamkeit. Sie hatte einem Beamten öffentlich unangemessenes Verhalten vorgeworfen und behauptet, dass einer der Polizisten vor Ort sich nachträglich ihre Handynummer aus dem Datensystem der Polizei gezogen und sie kontaktiert hätte. In diesem Zusammenhang folgte eine Hausdurchsuchung, außerdem prüft die Staatsanwaltschaft inzwischen, ob der Verdacht einer falschen Verdächtigung vorliegt.
Dabei handelt es sich aber nicht um den einzigen, aktuellen Fall, bei dem Katja Krasavice in der Nähe eines Autos für Aufmerksamkeit sorgt. So tauchte vor wenigen Tagen ein Clip im Netz auf, der angeblich aus einem Livestream der Influencerin stammt und bei dem sich Krasavice sichtlich aufgelöst dabei filmt, wie sie ihrem Ex-Partner und Manager vorwirft, sie geschlagen zu haben. Dieser fordert sie auf, zurück ins Auto zu kommen, aus dem Krasavice gerade an einer Ampel ausgestiegen war. Sie läuft zur Beifahrertür, reißt diese auf und fordert ihren Ex-Partner auf, sich zu entschuldigen.
Später schrieb sie in einer Story, dass ihr Manager froh sein solle, dass sie "immer nur durch die Blume" reden würde, weil er sonst auch "noch seinen anderen Künstler verlieren" würde.
Unklar ist, wie aktuell der Clip wirklich ist und wie viel Wahrheit dahinter steckt. Grundsätzlich ist es wichtig, in solchen Fällen zunächst den Opfern beizustehen, da die Dunkelziffer von Frauen, denen Gewalt widerfährt, die sich daraufhin aber nicht trauen, zur Polizei oder an die Öffentlichkeit zu gehen, weil ihnen nur bedingt geglaubt wird, enorm hoch ist.
Im Falle Krasavices ist allerdings auch zu bedenken, dass die Influencerin immer wieder mit fragwürdigen Aussagen und Aktionen auffällt, bei denen nicht immer klar ist, was der Wahrheit entspricht und was inszeniert sein könnte.