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Berühmte und bekannte Deutsche, die im März 2026 verstorben sind

1-32

Daniel Fersch Daniel Fersch
Galerien - April 2nd 2026, 07:00 MESZ
Verst 26 Maerz00

Berühmte und bekannte Deutsche, die im März 2026 verstorben sind

So wie jeder neue Tag auch ein neuer Anfang ist, stellt er auch einen Abschied dar. Von Gedanken, Dingen und Menschen, die zurückbleiben.

Auch im März 2026 mussten wir uns von einigen bekannten und prägenden Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft verabschieden. Sie standen über Jahrzehnte im Licht der Öffentlichkeit, haben Debatten angestoßen, Institutionen geprägt, Unternehmen aufgebaut oder mit ihrem künstlerischen Schaffen Generationen begleitet.

An dieser Stelle erinnern wir von EarlyGame an deutsche Persönlichkeiten, die das öffentliche Leben auf unterschiedliche Weise mitgestaltet und Spuren hinterlassen haben. Ihre Lebenswege erzählen von Engagement, Verantwortung und Leidenschaft – und davon, wie vielfältig das Gesicht unseres Landes ist.

Verst 26 Maerz VA Woelfl

VA Wölfl († 1. März 2026)

Der deutsche Aktions- und Videokünstler, Maler, Fotograf und Choreograf VA Wölfl (eigentlich: Volkhart Armin) starb am 1. März 2026 im Alter von 82 Jahren in Heiligenhaus. Mit ihm verlor die deutsche Tanz- und Performancekunst eine prägende Figur, die über Jahrzehnte hinweg die Verbindung von bildender Kunst, Fotografie und zeitgenössischem Tanz vorantrieb.

VA Wölfl wurde am 19. Dezember 1943 in Rouen geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann früh: Von 1961 bis 1966 studierte er Malerei an der Sommerakademie in Salzburg bei Oskar Kokoschka, bevor er von 1966 bis 1969 an der Folkwang Hochschule in Essen Fotografie bei Otto Steinert und Willy Fleckhaus studierte. Diese Ausbildung prägte seine interdisziplinäre Arbeitsweise, in der visuelle Kunst und Bewegung eng miteinander verbunden waren.

Nach seiner Studienzeit lebte Wölfl zeitweise in New York, wo er als Modefotograf arbeitete. Später wandte er sich verstärkt der freien Kunst zu und entwickelte eine unverwechselbare Mischung aus Bildkunst, Videoarbeiten und choreografischen Konzepten.

Mitte der 1980er Jahre gründete er gemeinsam mit der Choreografin Wanda Golonka die freie Tanzkompanie „Neuer Tanz“, die ihren Sitz im Schloss Benrath in Düsseldorf hatte. Die Gruppe wurde zu einem wichtigen Ort für experimentelles Tanztheater in Deutschland und international. Wölfls Arbeiten zeichneten sich durch eine starke visuelle Bildsprache, ungewöhnliche Bühnenräume und das Zusammenspiel von Körper, Licht, Fotografie und Film aus.

Seine Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet. 1982 erhielt er den World-Wide-Video-Award in Den Haag, 1995 den Deutschen Produzentenpreis für Choreografie. 2008 wurde er für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie Beste Choreografie nominiert.
Außerdem wurde Wölfl 2007 in die Akademie der Künste (Sektion Darstellende Kunst) aufgenommen.

Der Tod Wölfls wurde Anfang März 2026 öffentlich bekannt. In der Kulturszene wurde sein Tod als Verlust eines ungewöhnlichen Grenzgängers zwischen den Kunstformen wahrgenommen. Medien und Fachportale würdigten ihn als Künstler, der Tanztheater konsequent aus der Perspektive der bildenden Kunst gedacht und damit neue ästhetische Räume eröffnet habe.

VA Wölfl hinterlässt ein umfangreiches Werk aus Tanzstücken, Videoarbeiten und fotografischen Projekten. Besonders die Arbeit der Kompanie Neuer Tanz beeinflusste mehrere Generationen von Choreografen und Performancekünstlern. Seine Stücke gelten als Beispiele für eine radikal visuelle Form des Tanztheaters, in der Bühne, Raum und Körper als gleichwertige Ausdrucksmittel verstanden werden.

Damit bleibt Wölfl als eine der markanten Persönlichkeiten der deutschen Performance- und Tanzkunst des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts in Erinnerung. | © Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

Verst 26 Maerz Käthe Menzel Jordan

Käthe Menzel-Jordan († 1. März 2026)

Die deutsche Architektin und Denkmalpflegerin Käthe Menzel-Jordan starb am 1. März 2026 im Alter von 109 Jahren in ihrer Geburtsstadt Erfurt. Sie galt als eine der prägenden Persönlichkeiten der Denkmalpflege in Thüringen und hinterließ mit zahlreichen Restaurierungsprojekten sichtbare Spuren im historischen Stadtbild Erfurts.

Käthe Menzel-Jordan wurde am 7. September 1916 in Erfurt als Käthe Hertel geboren. Ihr Großvater war Bauunternehmer in der Stadt, wodurch sie früh mit dem Bauwesen in Berührung kam. In den 1930er Jahren studierte sie Architektur und Kunstgeschichte in Dresden. Der Zweite Weltkrieg unterbrach ihre Ausbildung; während der Luftangriffe auf Dresden verlor sie ihre Wohnung und ihre bereits begonnene Dissertation.

Nach Kriegsende beteiligte sie sich am Wiederaufbau zerstörter Städte in Thüringen. In Weimar wurde sie von der sowjetischen Kommandantur beauftragt, das beschädigte Goethehaus am Frauenplan zu sichern und wiederherzustellen – eine Aufgabe von großer kultureller Bedeutung. In den folgenden Jahren arbeitete sie an zahlreichen Wiederaufbau- und Sicherungsmaßnahmen historischer Gebäude.

1955 promovierte sie an der Technischen Hochschule Dresden mit einer Dissertation über die mittelalterlichen Wassermühlen in Erfurt. Anschließend arbeitete sie als freie Architektin, häufig in Zusammenarbeit mit kirchlichen Bauverwaltungen und städtischen Behörden.

Zu ihren wichtigsten Projekten gehören Restaurierungen und Bauarbeiten an bedeutenden historischen Bauwerken in und um Erfurt, darunter das Augustinerkloster in Erfurt, mehrere Häuser der Krämerbrücke, Gebäude in der Michaelisstraße, darunter das „Haus zum Güldenen Krönbacken“, die Predigerkirche und Michaeliskirche und das Schloss Molsdorf bei Erfurt

Auch im hohen Alter blieb sie aktiv: Mit 80 Jahren übernahm sie noch einmal ein größeres Projekt – die umfassende Sanierung eines historischen Hauses in der Erfurter Altstadt, das sich als eines der ältesten Wohnhäuser der Stadt aus dem 13. Jahrhundert herausstellte.

Menzel-Jordan wurde vielfach für ihr Lebenswerk geehrt. Sie war das älteste Mitglied der Architektenkammer Thüringen und wurde 2024 zur Ehrenbürgerin der Stadt Erfurt ernannt. Zeitweise galt sie zudem als älteste Einwohnerin der Stadt.

Ihren 100. Geburtstag feierte sie 2016 mit einem Gottesdienst in der Michaeliskirche in Erfurt gemeinsam mit Weggefährten und Vertretern der Kirche und der Stadtgesellschaft.

Käthe Menzel-Jordan starb am 1. März 2026 im Erfurter Augusta-Viktoria-Stift, wo sie zuletzt lebte. Ihr Tod wurde in regionalen Medien und der Denkmalpflege als Verlust einer Persönlichkeit gewürdigt, deren Arbeit über Jahrzehnte hinweg das historische Erscheinungsbild Erfurts mitgeprägt hat.

Viele der von ihr restaurierten Gebäude prägen bis heute das Stadtbild Erfurts und erinnern an ihr Engagement für die Erhaltung historischer Bausubstanz. Menzel-Jordan gilt daher als eine der bedeutenden Denkmalpflegerinnen Thüringens im 20. Jahrhundert – eine Architektin, deren Arbeit nicht nur Bauwerke rettete, sondern auch das kulturelle Gedächtnis ganzer Stadtviertel bewahrte. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Felix Lindner

Felix Lindner († 1. März 2026)

Der deutsche Hacker und Computersicherheitsexperte Felix „FX“ Lindner starb am 1. März 2026 im Alter von 49 Jahren. In der internationalen Hackerszene galt er als eine der prägenden Figuren der frühen Sicherheitsforschung im Internetzeitalter und als wichtiger Vertreter der sogenannten „White-Hat“-Hacker.

Felix Lindner wurde am 27. Januar 1977 in Berlin geboren. Schon früh entwickelte er ein außergewöhnliches Interesse an Computern: Bereits als Kind kam er an der Universität Sofia erstmals mit Rechnern in Kontakt und begann im Alter von etwa zehn Jahren auf einem Robotron Z9001 in der Programmiersprache BASIC zu programmieren.

Nach dem Fall der Berliner Mauer lernte er im Computerclub der Pionierorganisation Ernst Thälmann erstmals die Hackerszene kennen. Aus diesen frühen Kontakten entwickelte sich eine intensive Beschäftigung mit Computersicherheit, die später zu seinem beruflichen Schwerpunkt wurde.

Um das Jahr 2000 gründete Lindner die Hackergruppe Phenoelit, die sich mit Sicherheitslücken in Hard- und Software beschäftigte. Seine Forschung präsentierte er regelmäßig auf internationalen Hackerkonferenzen, darunter der Chaos Communication Congress, DEF CON, Black Hat, CanSecWest, PacSec und MEITSEC.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt er für seine Untersuchungen zu Sicherheitslücken in Cisco-Routern, mit denen er grundlegende Schwachstellen in zentraler Internet-Infrastruktur aufzeigte. Seine Arbeit trug dazu bei, Sicherheitsprobleme öffentlich sichtbar zu machen und Hersteller zu Verbesserungen zu bewegen.

2006 gründete Lindner das Berliner IT-Sicherheitsunternehmen Recurity Labs GmbH, das sich auf Sicherheitsanalysen, Penetrationstests und Beratung spezialisierte. Das Unternehmen entwickelte sich zu einer bekannten Adresse für Sicherheitsforschung und Beratung in der internationalen IT-Sicherheitsbranche.

Für seine Verdienste um die Computersicherheit wurde Lindner 2017 mit dem Pwnie Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die international vergebene Auszeichnung – häufig als „Hacker-Oscar“ bezeichnet – würdigt besondere Beiträge zur IT-Sicherheitsforschung. Zu diesem Zeitpunkt war Lindner bereits schwer erkrankt.

Felix Lindner starb am 1. März 2026. In der Hackerszene wurde sein Tod mit großer Anteilnahme aufgenommen. Weggefährten und Sicherheitsforscher würdigten ihn als außergewöhnlich kreativen Analysten und als einen der frühen Köpfe der modernen Sicherheitsforschung im Internet.

Mit seiner Arbeit an Netzwerksicherheit und seiner Rolle in der internationalen Hacker-Community prägte Lindner eine Generation von Sicherheitsforschern. Seine Vorträge und Veröffentlichungen gelten bis heute als wichtige Beiträge zur Analyse von Infrastruktur- und Netzwerk-Sicherheitslücken.

Als Mitbegründer der Gruppe Phenoelit und Gründer von Recurity Labs hinterließ er ein nachhaltiges Vermächtnis in der IT-Sicherheitsforschung – und gilt vielen als einer der bekanntesten deutschen Hacker der 2000er und 2010er Jahre. | © YouTube / Jayson E. Street

Verst 26 Maerz Peter Schneider

Peter Schneider († 3. März 2026)

Der deutsche Schriftsteller, Essayist und Drehbuchautor Peter Schneider starb am 3. März 2026 im Alter von 85 Jahrenin Berlin. Er galt über Jahrzehnte hinweg als eine der wichtigsten literarischen Stimmen der Bundesrepublik und als Chronist der Generation der 1968er-Bewegung.

Peter Schneider wurde am 21. April 1940 in Lübeck geboren und wuchs in Freiburg im Breisgau auf. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie und engagierte sich in den 1960er Jahren aktiv in der Studentenbewegung. Schneider beteiligte sich an politischen Aktionen jener Zeit und arbeitete zeitweise sogar als Redenschreiber im Wahlkampf von Willy Brandt.

Bekannt wurde er 1973 mit der Erzählung „Lenz“, die das Lebensgefühl einer desillusionierten linken Generation nach den Protesten der späten 1960er Jahre literarisch verarbeitete. Das Werk entwickelte sich zu einem Kultbuch der 68er-Generation.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt Schneider mit dem Roman „Der Mauerspringer“ (1982), der das Leben im geteilten Berlin und die psychologischen Folgen der deutschen Teilung thematisierte. Der Roman prägte unter anderem die Vorstellung von der „Mauer im Kopf“, die über die politische Teilung hinaus fortwirkte.

Neben Romanen veröffentlichte Schneider zahlreiche Essays, Reportagen und Drehbücher und galt als scharfsinniger politischer Beobachter. Seine Werke beschäftigten sich häufig mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts sowie mit den Lebenswegen seiner eigenen Generation.

Ab den 1980er Jahren lehrte er zudem wiederholt als Gastdozent an US-Universitäten, darunter Stanford und Princeton, und war auch international ein wichtiger Vermittler deutscher Literatur und Zeitgeschichte.

Zu seinen bekannten Büchern zählen neben Lenz und Der Mauerspringer auch „Die Lieben meiner Mutter“ (2013). Sein letzter Roman, „Die Frau an der Bushaltestelle“, erschien noch Ende 2025.

Peter Schneider starb am 3. März 2026 in Berlin. Sein Verlag Kiepenheuer & Witsch würdigte ihn als „loyalen Freund, wachen Geist und großen Stilisten“. In Nachrufen wurde er als eine prägende intellektuelle Stimme der Bundesrepublik beschrieben, deren Werk politische Debatten und literarische Entwicklungen über Jahrzehnte mitprägte.

Schneiders literarisches Werk gilt als wichtige Dokumentation der politischen und gesellschaftlichen Konflikte der Bundesrepublik seit den 1960er Jahren. Besonders seine Texte über die Studentenbewegung und das geteilte Berlin machten ihn zu einem zentralen Chronisten seiner Generation.

Mit seinem Tod verlor die deutsche Literatur einen Autor, der politische Analyse, autobiografische Reflexion und erzählerische Form auf besondere Weise verband – und dessen Bücher weiterhin als Schlüsseltexte zum Verständnis der deutschen Nachkriegsgeschichte gelesen werden. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Lukas Ruegenberg

Lukas Ruegenberg († 3. März 2026)

Der deutsche Benediktinermönch, Sozialarbeiter, Schriftsteller und Bilderbuchillustrator Lukas Ruegenberg OSB starb am 3. März 2026 im Alter von 97 Jahren in der Abtei Maria Laach in der Eifel. Über viele Jahrzehnte hinweg verband er klösterliches Leben mit künstlerischer Arbeit und sozialem Engagement und wurde dadurch zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit der katholischen Kultur in Deutschland.

Lukas Ruegenberg wurde am 21. Juli 1928 in Berlin-Niederschöneweide als Alfred Ruegenberg geboren und wuchs in Berlin-Charlottenburg auf. Seine Mutter stammte aus einer Künstlerfamilie; ihr Vater war der Maler Ernst Windhoff, der der naturalistischen Schule angehörte. Während des Zweiten Weltkriegs war Ruegenberg als Flakhelfer eingesetzt.

Nach Kriegsende studierte er von 1947 bis 1951 freie Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Berlin und gehörte zu den Schülern des expressionistischen Malers Karl Schmidt-Rottluff. 1951 trat er in den Benediktinerordenein und wurde Mönch der Abtei Maria Laach, wo er den Ordensnamen Lukas annahm.

Zwischen 1958 und 1962 studierte er zusätzlich Kirchenmalerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Neben seiner künstlerischen Arbeit engagierte er sich stark sozial: Ab 1965 arbeitete er als Sozialarbeiter im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen, einem sozialen Brennpunkt. Dort gründete er unter anderem den Jugendtreff „Luckys Haus“und lebte zeitweise selbst im Viertel.

Bekannt wurde Ruegenberg besonders durch seine Illustrationen für Kinder- und Bilderbücher. Viele dieser Werke behandelten biblische Themen, Heiligenlegenden oder gesellschaftliche Fragen wie Ausgrenzung, Holocaust und Antisemitismus. Als Illustrator arbeitete er unter anderem mit Inge Deutschkron, Rupert Neudeck, Georg Wieghausund Willi Fährmann zusammen.

Auch im Bereich der Kirchenkunst hinterließ er Spuren: Er gestaltete unter anderem ein Altarkreuz für die Kirche Heilige Familie in Köln-Dünnwald, einen Kreuzweg für die Pfarrkirche St. Franziskus in Köln-Bilderstöckchen sowie ein großes Kirchenfenster der Heilig-Kreuz-Kirche in Neuwied.

Ruegenberg starb am 3. März 2026 in der Benediktinerabtei Maria Laach im 98. Lebensjahr und im 72. Jahr seiner Ordensprofess. Die Klostergemeinschaft würdigte sein langes Leben im Dienst von Kunst, Kirche und Gesellschaft und rief dazu auf, des Verstorbenen im Gebet zu gedenken.

In Nachrufen wurde hervorgehoben, dass er mit seinen Illustrationen und kirchlichen Kunstwerken ebenso Spuren hinterließ wie mit seinem sozialen Engagement für Menschen am Rand der Gesellschaft. Seine Arbeit reichte weit über das Kloster hinaus und prägte Generationen von Lesern und Gemeindemitgliedern.

Lukas Ruegenberg hinterlässt ein vielseitiges Werk aus Illustrationen, Gemälden und kirchlicher Kunst. Besonders seine Bilderbücher über biblische Geschichten, Heilige und gesellschaftliche Themen gelten als wichtige Beiträge zur religiösen Kinderliteratur.

Zugleich bleibt sein Lebensweg als Beispiel für die Verbindung von klösterlicher Spiritualität, künstlerischem Schaffen und sozialem Engagement in Erinnerung – ein Mönch, der sowohl im Atelier als auch im Einsatz für benachteiligte Menschen wirkte. | © Facebook / Lokalzeit aus Köln

Verst 26 Maerz Gustav Gunsenheimer

Gustav Gunsenheimer († 3. März 2026)

Der deutsche Kirchenmusiker, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge Gustav Gunsenheimer starb am 3. März 2026, wenige Tage vor seinem 92. Geburtstag. Mit ihm verlor die fränkische Kirchenmusikszene eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg das musikalische Leben in Schweinfurt und darüber hinaus gestaltete.

Gustav Gunsenheimer wurde am 10. März 1934 in Kunzendorf an der Biele (Niederschlesien) geboren. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs musste seine Familie ihre Heimat verlassen und ließ sich in Franken nieder. Nach dem Abitur in Bamberg studierte er zunächst Schulmusik und begann seine Laufbahn als Lehrer.

Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge entwickelte sich Gunsenheimer zunehmend zum Kirchenmusiker. 1963 legte er die Kantorenprüfung ab, anschließend erhielt er ein Stipendium des Freistaats Bayern für ein Studium am Mozarteum Salzburg, wo er sich unter anderem mit Elementarer Musikpädagogik beschäftigte und Kontakt zu Carl Orff hatte.

1968 zog er nach Schweinfurt, wo er zunächst als Lehrer und bald auch als prägende musikalische Persönlichkeit der Stadt wirkte. Ab 1969 war er Kirchenmusiker an der evangelischen St.-Lukas-Kirche, eine Position, die er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2015 innehatte. Dort gründete und leitete er Chöre, organisierte Konzertreihen und initiierte Festivals wie die „Musiktage am Hochfeld“ sowie die Reihe „Musik um die Osterzeit“, zu denen regelmäßig renommierte Musikerinnen und Musiker eingeladen wurden.

Neben seiner praktischen Arbeit war Gunsenheimer auch als Dozent tätig, unter anderem an der Fachhochschule und der Musikhochschule Würzburg. Sein kompositorisches Werk umfasst zahlreiche Kantaten, Motetten, Orgelwerke, Bläserstücke und Kammermusik, häufig mit kirchlichem oder geistlichem Bezug. Auch die Arbeit mit Posaunenchören und Laienensembles spielte in seinem Schaffen eine wichtige Rolle.

Für seine Verdienste um die Kirchenmusik erhielt Gunsenheimer 1983 den Titel Kirchenmusikdirektor. Darüber hinaus wurde er mit der Stadtmedaille Schweinfurt ausgezeichnet und erhielt am 12. Dezember 1989 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Gustav Gunsenheimer starb am 3. März 2026, kurz vor seinem 92. Geburtstag. In Nachrufen wurde er als Komponist, Pädagoge und engagierter Förderer der Amateur- und Kirchenmusik gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde sein Einsatz für Chöre, Bläser- und Zupforchester sowie seine Fähigkeit, musikalische Tradition mit neuen Impulsen zu verbinden.

Gunsenheimers Werk lebt in zahlreichen kirchenmusikalischen Kompositionen weiter, die weiterhin von Chören, Posaunenchören und Instrumentalensembles aufgeführt werden. Durch seine jahrzehntelange Arbeit als Kantor, Lehrer und Komponist prägte er Generationen von Musikerinnen und Musikern – vor allem in Franken, aber auch in der deutschen Kirchenmusik insgesamt. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Georg Koch

Georg Koch († 4. März 2026)

Der deutsche Fußballtorhüter Georg Koch starb am 4. März 2026 im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Der langjährige Bundesliga-Keeper galt als charakterstarker Torwart und Fanliebling bei mehreren Traditionsvereinen, insbesondere bei Fortuna Düsseldorf.

Georg Koch wurde am 3. Februar 1972 in Bergisch Gladbach geboren. Seine Fußballkarriere begann er beim VfR Marienfeld, bevor er Anfang der 1990er Jahre in den Profifußball wechselte. Schnell etablierte er sich als Torwart mit großer Präsenz und emotionaler Spielweise.

Seinen Durchbruch im deutschen Profifußball erlebte Koch bei Fortuna Düsseldorf, für die er zwischen 1992 und 1997 über 100 Pflichtspiele absolvierte. Danach spielte er unter anderem für mehrere bekannte Vereine im In- und Ausland, darunter PSV Eindhoven, Arminia Bielefeld, 1. FC Kaiserslautern und Rapid Wien.

Insgesamt bestritt Koch 213 Spiele in der Bundesliga und 165 Partien in der 2. Bundesliga. Mit seiner kämpferischen Art und seinem Temperament wurde er zu einer markanten Figur im deutschen Profifußball der 1990er und 2000er Jahre.

Ein einschneidendes Ereignis seiner Karriere ereignete sich 2008 im Wiener Derby, als er als Torwart von Rapid Wien durch einen aus dem Publikum geworfenen Böller schwer verletzt wurde. Die Explosion führte zu dauerhaften Problemen mit Gleichgewicht und Gehör und trug schließlich zu seinem Karriereende bei.

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete Koch noch mehrere Jahre als Torwarttrainer, unter anderem im Profibereich.

Im Jahr 2023 wurde bei Koch Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Die Krankheit machte er später öffentlich und sprach offen über die begrenzte Lebenserwartung, mit der er konfrontiert war. Trotz der schweren Diagnose blieb er in der Öffentlichkeit präsent und nahm Abschied von Weggefährten und Fans.

Am 4. März 2026 erlag er schließlich seiner Krankheit.

Der Tod Kochs löste große Anteilnahme im deutschen Fußball aus. Vereine wie Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburgund 1. FC Kaiserslautern würdigten ihn in öffentlichen Stellungnahmen und erinnerten an seine Leidenschaft und seinen Charakter.

Auch ehemalige Mitspieler und Trainer äußerten sich betroffen. Der Trainer Markus Anfang, der mit Koch bei mehreren Vereinen zusammen gespielt hatte, erinnerte sich an viele gemeinsame Stationen und sprach seiner Familie sein Mitgefühl aus.

Georg Koch bleibt vielen Fußballfans als charismatischer Torwart in Erinnerung, der über viele Jahre hinweg die Bundesliga und die 2. Liga prägte. Seine Karriere, die von großen sportlichen Momenten, schweren Verletzungen und zuletzt einem offenen Kampf gegen eine tödliche Krankheit geprägt war, machte ihn zu einer besonderen Persönlichkeit des deutschen Fußballs. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Alwin Kolb

Alwin J. Kolb († 6. März 2026)

Alwin Johann Kolb war ein deutscher Unternehmer und prägte über Jahrzehnte die Entwicklung der süddeutschen Wellpappen- und Verpackungsindustrie. Als geschäftsführender Gesellschafter der Familienfirma Hans Kolb Wellpappe führte er das Unternehmen zu einer bedeutenden Unternehmensgruppe der Branche.

Kolb wurde als Sohn des Unternehmers Hans Kolb geboren, der 1933 in Memmingen die Firma Hans Kolb Wellpappe gegründet hatte. Schon während seines Studiums zum Diplom-Ingenieur für Papierverarbeitung sammelte Kolb praktische Erfahrungen in der Papierindustrie in Schweden. Nach dem Studium vertiefte er sein Fachwissen ein Jahr lang in den Vereinigten Staaten, bevor er in das Familienunternehmen eintrat.

Nach der Übernahme der Geschäftsleitung entwickelte Kolb den Betrieb zu einer größeren Unternehmensgruppe, der Kolb Group, die sich zu einem führenden Hersteller von Wellpappen-Verpackungen in Süddeutschland entwickelte und rund 1100 Mitarbeiter beschäftigte. Damit prägte er die industrielle Entwicklung der Region und baute die Firma zu einem bedeutenden Arbeitgeber aus.

Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagierte sich Kolb auch in Wirtschaft und Kommunalpolitik. Von 1987 bis 1998 war er Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer für Augsburg und Schwaben. Zudem gehörte er zu den fünf Gründungsgesellschaftern des Allgäu Airports. Bereits zuvor war er von 1972 bis 1990 Mitglied des Gemeinderats der Gemeinde Buxheim bei Memmingen.

Für sein wirtschaftliches und gesellschaftliches Engagement erhielt Kolb mehrere Auszeichnungen. Dazu zählen das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (1991) sowie das Verdienstkreuz 1. Klasse (2013). Außerdem wurde er unter anderem mit dem Stadtsiegel der Stadt Memmingen und der Ehrenmitgliedschaft der Vollversammlung der IHK Schwaben ausgezeichnet.

Mit seinem Wirken als Unternehmer, Branchenvertreter und regionaler Förderer hinterließ Alwin J. Kolb einen nachhaltigen Einfluss auf die Verpackungsindustrie und das wirtschaftliche Leben in Schwaben. | © kolb-wellpappe.com

Verst 26 Maerz Evelyn Klengel Brandt

Evelyn Klengel-Brandt († 8. März 2026)

Evelyn Klengel-Brandt war eine deutsche Vorderasiatische Archäologin und eine prägende Persönlichkeit der Berliner Museumslandschaft. Von 1990 bis 1997 leitete sie das Vorderasiatische Museum in Berlin und gehörte zu den wichtigsten Fachvertreterinnen der altorientalischen Archäologie in Deutschland.

Klengel-Brandt begann ihre Tätigkeit am Vorderasiatischen Museum bereits 1951 als Museumspädagogin und war zunächst mit der Beseitigung der Kriegsschäden beschäftigt, bevor das Museum 1953 wieder eröffnet wurde. Im selben Jahr nahm sie an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Studium der Klassischen und Orientalischen Archäologie auf, das auch Sprachstudien in Assyrisch und Hethitisch einschloss. Nach dem Diplomabschluss 1959 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum. 1964 promovierte sie über Terrakotten aus der assyrischen Stadt Assur.

Innerhalb des Museums übernahm sie im Laufe der Jahre immer verantwortungsvollere Positionen. 1970 wurde sie Kustos, 1978 stellvertretende Direktorin und schließlich 1990 – zunächst kommissarisch, ab 1992 regulär – Direktorin des Vorderasiatischen Museums. In dieser Funktion leitete sie die Einrichtung bis zu ihrem Ausscheiden Ende 1997.

Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt lag auf der Kleinkunst des Alten Orients, insbesondere auf Siegeln, Siegelabrollungen, Terrakotten und Plastiken. Neben ihrer musealen Arbeit war Klengel-Brandt auch in der Feldforschung tätig. Sie nahm an Ausgrabungen im Irak teil und leitete von 1993 bis 1998 die Grabungen des Berliner Museums am Tell Knēdiğ im Nordosten Syriens. Darüber hinaus hielt sie zahlreiche Vorträge und lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Als Autorin veröffentlichte sie zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Werke zum Alten Orient, darunter Bücher über Babylon, Assyrien und die Kulturgeschichte der Hethiter. Auch nach ihrem Ruhestand blieb sie wissenschaftlich aktiv und veröffentlichte noch 2020 gemeinsam mit Hans-Ulrich Onasch eine Neubearbeitung der Terrakottenbestände des Berliner Museums.

Evelyn Klengel-Brandt war mit dem Altorientalisten Horst Klengel (1933–2019) verheiratet. Bei ihrem Tod im März 2026 im Alter von 93 Jahren galt sie als eine der letzten Zeitzeuginnen der Wiederaufbaujahre der Berliner Museumsinsel nach dem Zweiten Weltkrieg. | © SPK / Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum, Foto: Olaf Teßmer

Verst 26 Maerz Hans Georg Backhaus

Hans-Georg Backhaus († 8. März 2026)

Hans-Georg Backhaus war ein deutscher Ökonom und Philosoph. Er galt als einer der bedeutendsten Theoretiker der marxistischen Werttheorie im deutschsprachigen Raum und als Mitbegründer der sogenannten Neuen Marx-Lektüre, einer einflussreichen Strömung der Marx-Interpretation seit den 1960er-Jahren.

Bereits während seines Studiums begann Backhaus eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Sozialwissenschaftler Helmut Reichelt. Gemeinsam trugen sie maßgeblich dazu bei, die Werke von Karl Marx neu zu lesen und deren theoretische Struktur stärker aus der Perspektive der Wertformanalyse zu interpretieren. Diese Herangehensweise stellte einen wichtigen Impuls für die marxistische Theorieentwicklung in der Bundesrepublik dar.

Besondere Aufmerksamkeit erlangte Backhaus durch seinen 1969 veröffentlichten Aufsatz „Zur Dialektik der Wertform“, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde und von vielen Forschenden als grundlegender Text der Neuen Marx-Lektüre gilt. Seine Arbeiten führten unter anderem dazu, dass sich Wissenschaftler intensiver mit den verschiedenen Ausgaben von Marx’ Hauptwerk Das Kapital beschäftigten und deren Unterschiede für die Werttheorie untersuchten.

Backhaus’ Forschungen wurden auch international rezipiert. In den 1970er-Jahren wurden seine Texte beispielsweise an der Lomonossow-Universität in Moskau diskutiert, während Projekte wie „Konstanz-Sydney“ oder „Open Marxism“ seine Ansätze im englischsprachigen Raum verbreiteten. Gleichzeitig stießen seine Interpretationen innerhalb der Marx-Forschung auch auf Kritik und kontroverse Diskussionen.

Mit seinem theoretischen Werk prägte Hans-Georg Backhaus über Jahrzehnte die Debatte um die Kritik der politischen Ökonomie. Sein Tod im März 2026 im Alter von 96 Jahren markiert das Ende eines langen wissenschaftlichen Wirkens, das die internationale Marx-Forschung nachhaltig beeinflusst hat. | © YouTube / TheNokturnalTimes

Verst 26 Maerz Engin Fırat

Engin Fırat († 9. März 2026)

Engin Fırat war ein deutsch-türkischer Fußballtrainer, der international bei zahlreichen Vereinen und Nationalmannschaften tätig war. Besonders bekannt wurde er durch seine Engagements im Nahen Osten, in Europa und Afrika sowie als Trainer der Nationalmannschaften von Moldau und Kenia.

Fırat wuchs auf der ostfriesischen Nordseeinsel Norderney auf, wo er rund zwanzig Jahre lebte. Nach einem Sportstudium in Osnabrück begann er 1997 seine Trainerlaufbahn als Assistent von Horst Hrubesch beim türkischen Erstligisten Samsunspor. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem als Co-Trainer bei Vereinen wie Antalyaspor, Fenerbahçe und Eintracht Frankfurt sowie als Trainer oder Sportdirektor bei verschiedenen internationalen Klubs.

Zu seinen Stationen als Cheftrainer gehörten unter anderem Vereine wie LR Ahlen, Incheon United, Kayseri Erciyesspor, Sepahan und Saipa. 2019 übernahm Fırat die moldauische Fußballnationalmannschaft, die er bis 2021 betreute. Anschließend trainierte er von 2021 sowie erneut von 2023 bis 2024 die Nationalmannschaft Kenias. Für seine internationalen Leistungen wurde er 2010 in der Türkei mit dem Preis „Çelik-Bilek Ödülleri“ als bester türkischer Trainer im Ausland ausgezeichnet.

Im Februar 2026 übernahm Fırat noch einmal einen neuen Posten als Cheftrainer des libanesischen Vereins Nejmeh Club. Wenige Wochen später erlitt er am 9. März 2026 am Flughafen Istanbul auf dem Rückflug von Beirut einen Herzinfarkt, an dessen Folgen er im Alter von 55 Jahren starb.

Mit seiner internationalen Trainerlaufbahn gehörte Engin Fırat zu den wenigen deutsch-türkischen Fußballtrainern, die in zahlreichen unterschiedlichen Fußballkulturen tätig waren und so über Jahrzehnte hinweg den internationalen Vereins- und Nationalmannschaftsfußball mitprägten. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Karl Feiden

Karl Feiden († 9. März 2026)

Mit dem Tod von Karl Feiden verlor Deutschland eine prägende Persönlichkeit der pharmazeutischen Gesetzgebung und des öffentlichen Gesundheitswesens. Der 1934 geborene Pharmazeut, Lebensmittelchemiker und Ministerialbeamte starb am 9. März 2026 im Alter von 91 Jahren.

Nach einer Ausbildung zum Lebensmittelchemiker und dem anschließenden Pharmaziestudium promovierte Feiden 1963 an der Universität Bonn. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Bezirksregierung Koblenz, wo er sich mit der Überwachung von Apotheken, Arzneimitteln und Lebensmitteln befasste. Bereits früh zeigte sich sein besonderes Interesse an regulatorischen Fragen, das seinen weiteren Weg entscheidend prägen sollte.

Es folgte der Wechsel in das Bundesministerium für Gesundheit, wo Feiden im Referat für Apothekenwesen und Gifte tätig war. In den 1970er-Jahren übernahm er verantwortungsvolle Positionen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene, unter anderem als Referatsleiter im baden-württembergischen Sozialministerium. Besonders hervorzuheben ist seine maßgebliche Beteiligung an der Reform des deutschen Arzneimittelrechts, die schließlich im Arzneimittelgesetz von 1976 mündete.

Ein Schwerpunkt seines Wirkens lag in der internationalen Harmonisierung pharmazeutischer Regelwerke. In Brüssel setzte er sich für die Angleichung des Arzneimittelrechts innerhalb Europas ein und wirkte damit an der Entwicklung gemeinsamer Standards mit. Auch als Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Arzneimittel-Agentur in London brachte er seine Expertise ein.

Neben seiner Tätigkeit in Ministerien war Karl Feiden ein einflussreicher Fachautor. Über Jahrzehnte hinweg arbeitete er an bedeutenden Kommentaren zum Arzneimittelrecht und gab umfangreiche Richtliniensammlungen heraus, die bis heute als Standardwerke gelten. Zudem engagierte er sich für die Einführung internationaler Qualitätsstandards wie der „Good Manufacturing Practice“ in Deutschland.

Für seine Verdienste wurde Feiden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland sowie dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Karl Feiden bleibt als ein Mann in Erinnerung, der die rechtlichen und qualitativen Grundlagen der Arzneimittelversorgung in Deutschland und Europa entscheidend mitgestaltet hat. Sein Wirken verbindet wissenschaftliche Präzision mit politischem Verantwortungsbewusstsein – ein Vermächtnis, das weit über sein eigenes Berufsleben hinausreicht. | © DAZ

Verst 26 Maerz Werner Löw

Werner Löw († 10. März 2026)

Mit Werner Löw verlor der deutsche Radsport eine seiner prägenden Persönlichkeiten der Nachkriegszeit. Der in Nürnberg geborene Bahn- und Straßenradsportler starb am 10. März 2026 im Alter von 90 Jahren.

Schon früh fand Löw zum Radsport: Bereits mit 14 Jahren begann er seine Laufbahn beim Tourenclub Nürnberg, bevor er 1951 zum RC Herpersdorf wechselte. Dort feierte er rasch erste große Erfolge. In den Jahren 1952 und 1953 wurde er deutscher Jugendmeister im Straßen-Mannschaftsfahren, zudem errang er 1953 den Titel im Bahnsprint der Jugendklasse.

Seine größten sportlichen Erfolge feierte Löw im Tandemrennen auf der Bahn. Gemeinsam mit seinem Partner Fritz Neuser wurde er 1954 und 1955 deutscher Meister, 1956 gewann er den Titel erneut – diesmal mit Holger Hermann. Ein Jahr später erreichte er nochmals den zweiten Platz.

Ein schmerzlicher Einschnitt in seiner Karriere war die Nichtberücksichtigung für die Olympischen Spiele 1956 in Melbourne, obwohl er zuvor große Erfolge im Tandemrennen erzielt hatte. Diese Entscheidung blieb eine der größten Enttäuschungen seiner sportlichen Laufbahn.

Mit nur 22 Jahren musste Werner Löw seine aktive Karriere nach einem schweren Sturz beenden. Dem Radsport blieb er jedoch eng verbunden: Als Trainer und Funktionär engagierte er sich weiterhin für seinen Verein RC Herpersdorf und später auch für dessen Nachfolgeverein.

Werner Löw wird als erfolgreicher Athlet und engagierter Förderer des Nachwuchssports in Erinnerung bleiben. Sein Lebensweg steht exemplarisch für eine Generation von Sportlern, die mit Leidenschaft, Disziplin und Vereinsverbundenheit den deutschen Radsport nachhaltig geprägt haben. | © Plomi

Verst 26 Maerz Herbert Schneider franziskanerde

Herbert Schneider († 11. März 2026)

Mit dem Tod von Herbert Schneider verlor der Franziskanerorden in Deutschland einen prägenden Theologen, Ordensmann und geistlichen Autor. Der am 8. Juni 1938 in Dockweiler geborene Ordenspriester starb am 11. März 2026 im Alter von 87 Jahren in Mönchengladbach.

Nach dem Abitur trat Schneider 1959 in die Kölnische Franziskanerprovinz ein und legte 1963 seine feierliche Profess ab. Zwei Jahre später wurde er zum Priester geweiht. Neben seinem theologischen Studium widmete er sich auch der Philosophie, Pädagogik und Politik und promovierte 1972 an der Universität zu Köln.

Früh übernahm er Verantwortung innerhalb des Ordens: Ab 1973 war er als Lehrer und Internatsleiter in Vossenack tätig, ein Jahr später wurde er Provinzvikar. Von 1980 bis 1989 stand er als Provinzoberer an der Spitze der Kölnischen Franziskanerprovinz. In dieser Zeit prägte er nicht nur das Ordensleben, sondern war auch Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Ordensoberer der Priesterorden.

Sein Wirken reichte weit über Deutschland hinaus. Von 1991 bis 2001 lebte Schneider in Rom und arbeitete im Generalat des Franziskanerordens, unter anderem als Generaldelegat und Leiter einer zentralen Abteilung für Ordensgemeinschaften. Damit war er maßgeblich in internationale Leitungs- und Koordinationsaufgaben eingebunden.

Ein besonderer Schwerpunkt seines Lebens war die Verbindung von Spiritualität und Wissenschaft. Als langjähriger Leiter der Johannes-Duns-Scotus-Akademie widmete er sich der Pflege franziskanischer Geistestradition und organisierte wissenschaftliche Tagungen sowie Publikationen.

Neben seiner seelsorglichen und organisatorischen Tätigkeit trat Schneider auch als Autor hervor. In zahlreichen Schriften beschäftigte er sich mit der franziskanischen Spiritualität, insbesondere mit dem Denken des Theologen Johannes Duns Scotus. Seine Bücher und Herausgeberschaften trugen dazu bei, diese geistige Tradition einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Allerdings blieb sein Wirken nicht frei von kritischer Aufarbeitung: Im Zuge einer 2026 veröffentlichten Studie zur sexualisierten Gewalt in der Deutschen Franziskanerprovinz wurde auch sein Umgang mit entsprechenden Vorwürfen in früheren Leitungsfunktionen thematisiert und kritisch bewertet.

Herbert Schneider wird als ein Ordensmann in Erinnerung bleiben, der über Jahrzehnte hinweg Verantwortung trug, die franziskanische Spiritualität prägte und zugleich Teil einer Geschichte war, die auch kritische Fragen an kirchliche Leitungsstrukturen stellt. | © franziskaner.de

Verst 26 Maerz Joachim Wanke Wikipedia

Joachim Wanke († 12. März 2026)

Mit Joachim Wanke verlor die katholische Kirche in Deutschland eine ihrer prägenden Persönlichkeiten, insbesondere für den Osten des Landes. Der am 4. Mai 1941 in Breslau geborene Geistliche starb am 12. März 2026 im Alter von 84 Jahren in Erfurt.

Nach der Vertreibung seiner Familie aus Schlesien wuchs Wanke in Ilmenau in Thüringen auf. Dort legte er 1960 das Abitur ab und begann anschließend sein Theologiestudium am Priesterseminar in Erfurt. 1966 wurde er zum Priester geweiht. Früh verband er seelsorgliche Tätigkeit mit wissenschaftlicher Arbeit und wurde später Professor für neutestamentliche Exegese.

1980 erfolgte seine Ernennung zum Weihbischof im damaligen Apostolischen Administrationsgebiet Erfurt-Meiningen. Bereits ein Jahr später übernahm er als Apostolischer Administrator die Leitung des kirchlichen Gebietes. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde er 1994 zum ersten Bischof des neu gegründeten Bistums Erfurt ernannt – ein Amt, das er bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 2012 innehatte.

Wankes Wirken war eng mit den Umbrüchen der deutschen Geschichte verbunden. In der DDR engagierte er sich für die Kirche in einer weitgehend säkularen Gesellschaft und begleitete später aktiv die Herausforderungen der Wiedervereinigung. Innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz spielte er eine bedeutende Rolle, unter anderem als langjähriger Vorsitzender der Pastoralkommission.

Ein besonderes Anliegen war ihm die Verständigung zwischen den Konfessionen sowie die Vermittlung des christlichen Glaubens in einer zunehmend säkularen Umwelt. Er galt als theologischer Denker und zugleich als Brückenbauer – sowohl innerhalb der Kirche als auch in die Gesellschaft hinein.

Joachim Wanke bleibt als engagierter Seelsorger, kluger Theologe und prägende Stimme der katholischen Kirche in Ostdeutschland in Erinnerung. Sein Wirken war geprägt von dem Bemühen, den Glauben unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen lebendig und verständlich zu halten. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Henning Hopf Wikipedia

Henning Hopf († 12. März 2026)

Mit Henning Hopf verlor die deutsche und internationale Chemie einen herausragenden Wissenschaftler und engagierten Vertreter seines Fachs. Der am 13. Dezember 1940 in Wildeshausen geborene Chemiker starb am 12. März 2026 im Alter von 85 Jahren in Braunschweig.

Hopf studierte Chemie an der Universität Göttingen sowie – gefördert durch ein Fulbright-Stipendium – an der University of Wisconsin–Madison, wo er 1967 promoviert wurde. Nach seiner Habilitation in Karlsruhe begann eine akademische Laufbahn, die ihn über eine Professur in Würzburg schließlich 1978 auf den Lehrstuhl für Organische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig führte. Dort wirkte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 als prägende Persönlichkeit und leitete über viele Jahre das Institut für Organische Chemie.

Sein wissenschaftliches Werk umfasst bedeutende Beiträge zur organischen Chemie, insbesondere zur Chemie der Cyclophane, hochungesättigter Kohlenwasserstoffe wie Alkine und Allene sowie zu neuartigen π-Systemen. Mit seiner Forschung prägte er grundlegende Entwicklungen der modernen organischen Synthese und genoss international hohe Anerkennung.

Neben seiner Forschung engagierte sich Hopf intensiv in der wissenschaftlichen Selbstverwaltung. Von 2004 bis 2005 war er Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker und wurde später zu deren Ehrenmitglied ernannt. Darüber hinaus war er Mitglied mehrerer bedeutender wissenschaftlicher Akademien, darunter der Göttinger Akademie der Wissenschaften und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Auch als Herausgeber und Autor prägte er die chemische Fachliteratur nachhaltig. Er wirkte an renommierten Zeitschriften mit und veröffentlichte zahlreiche Bücher und Beiträge, darunter Standardwerke zur organischen Synthese. Zudem setzte er sich für die historische Aufarbeitung der Rolle von Chemikern im Nationalsozialismus sowie für ethische Verantwortung und internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft ein.

Für seine Leistungen wurde Hopf vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Adolf-von-Baeyer-Denkmünze, dem Max-Planck-Forschungspreis und dem Gay-Lussac-Humboldt-Preis. 2023 erhielt er den Primo-Levi-Preis für sein Engagement an der Schnittstelle von Chemie, Gesellschaft und Verantwortung.

Henning Hopf wird als ein Wissenschaftler in Erinnerung bleiben, der nicht nur durch seine Forschung Maßstäbe setzte, sondern auch durch sein Eintreten für ethische Verantwortung und internationale Verständigung in der Chemie weit über sein Fachgebiet hinaus wirkte. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Nashi Young Cho

Nashi Young Cho († 13. März 2026)

Mit Nashi Young Cho verlor die deutsche Kulturszene eine vielseitige und kreative Künstlerin, die Musik, Literatur und Performance auf besondere Weise miteinander verband. Die in Heidelberg geborene Sängerin, Komponistin und Kulturpreisträgerin starb im März 2026 infolge eines tragischen Unfalls.

Nashi Young Cho wurde als Tochter koreanischer Eltern in Deutschland geboren und wuchs in einem stark musikalisch geprägten Umfeld auf. Bereits im Kindesalter erhielt sie Klavierunterricht und sammelte erste Bühnenerfahrungen in der Kirche, in der ihre Familie aktiv war. Früh begann sie, eigene Texte und Lieder zu schreiben und entwickelte eine künstlerische Handschrift, die verschiedene kulturelle Einflüsse miteinander verband.

Nach dem Abitur studierte sie an der Goethe-Universität Frankfurt und widmete sich anschließend ganz der Musik. Ihre künstlerische Arbeit zeichnete sich durch stilistische Offenheit aus: Sie bewegte sich zwischen Jazz, Soul, Pop, Elektro-Swing und interdisziplinären Projekten. Mit ihrem „NYC Jazz Quartet“ veröffentlichte sie ein Album, das insbesondere in Asien große Resonanz fand und millionenfach gestreamt wurde.

Neben ihrer Tätigkeit als Musikerin war Cho auch als Sprecherin, Autorin und Performerin aktiv. Sie wirkte an Hörspielen, Filmen und Werbeproduktionen mit und trat in unterschiedlichsten kulturellen Kontexten auf. Ihre Kunst verband Sprachen, Musiktraditionen und Ausdrucksformen – häufig auch mit Einflüssen aus ihrer koreanischen Herkunft und ihrer hessischen Heimat.

Für ihr vielseitiges Schaffen wurde sie 2025 mit dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere ihre Fähigkeit, Genregrenzen zu überschreiten und neue künstlerische Räume zu erschließen.

Nashi Young Cho wird als eine Künstlerin in Erinnerung bleiben, die mit großer Neugier, Experimentierfreude und kultureller Offenheit arbeitete. Ihr Werk steht für die Verbindung unterschiedlicher Welten – musikalisch wie biografisch – und für eine Kunst, die Vielfalt nicht nur widerspiegelt, sondern aktiv gestaltet. | © nycjazz.de

Verst 26 Maerz Jürgen Habermas Wikipedia

Jürgen Habermas († 14. März 2026)

Mit Jürgen Habermas verlor Deutschland einen der bedeutendsten Philosophen und Intellektuellen der Gegenwart. Der am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geborene Sozialphilosoph starb am 14. März 2026 im Alter von 96 Jahren in Starnberg bei München.

Habermas gilt als zentraler Vertreter der zweiten Generation der Frankfurter Schule und prägte über Jahrzehnte hinweg die philosophische, soziologische und politische Debatte weit über Deutschland hinaus. Sein Denken kreiste um die Grundlagen moderner Gesellschaften – insbesondere um Demokratie, Öffentlichkeit und die Rolle der Vernunft in politischen Prozessen.

International bekannt wurde er vor allem durch seine Theorie des kommunikativen Handelns, die er 1981 vorlegte. Darin entwickelte er die Idee, dass gesellschaftlicher Fortschritt nicht allein durch Macht oder ökonomische Prozesse bestimmt wird, sondern wesentlich durch Verständigung, Argumentation und rationalen Diskurs. Ebenso einflussreich war sein früheres Werk über den Strukturwandel der Öffentlichkeit, das die Bedeutung freier öffentlicher Kommunikation für demokratische Gesellschaften herausarbeitete.

Sein wissenschaftlicher Weg begann im Umfeld des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main, wo er unter anderem mit Theodor W. Adorno arbeitete. Später lehrte er an Universitäten wie Marburg, Heidelberg und Frankfurt und entwickelte ein Werk, das Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft und Sprachtheorie miteinander verband.

Habermas war jedoch nie nur akademischer Denker, sondern stets auch öffentlicher Intellektueller. Er mischte sich regelmäßig in politische Debatten ein – etwa im Historikerstreit der 1980er-Jahre, in Fragen der europäischen Integration oder bei ethischen Herausforderungen moderner Biotechnologie. Sein Engagement zielte stets darauf, demokratische Prinzipien zu stärken und die Verantwortung für die deutsche Geschichte wachzuhalten.

Auch nach seiner Emeritierung 1994 blieb Habermas publizistisch aktiv und nahm bis ins hohe Alter Stellung zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Er lebte seit den 1990er-Jahren in Starnberg, wo er schließlich verstarb.

Jürgen Habermas wird als einer der letzten großen Denker der klassischen Moderne in Erinnerung bleiben – als Philosoph der Öffentlichkeit, der die Kraft des Arguments über Macht und Ideologie stellte. Sein Werk hat das Verständnis von Demokratie, Kommunikation und gesellschaftlicher Vernunft nachhaltig geprägt und bleibt auch über seinen Tod hinaus ein zentraler Bezugspunkt für die politische Theorie der Gegenwart. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Jochen Bachfeld NDR

Jochen Bachfeld († 14. März 2026)

Mit Jochen Bachfeld verlor der deutsche Boxsport einen seiner größten Olympiasieger der DDR-Zeit. Der am 17. Dezember 1952 in Sülte bei Schwerin geborene Boxer starb am 14. März 2026 im Alter von 73 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit.

Bachfeld begann seine sportliche Laufbahn zunächst im Judo, bevor er Anfang der 1960er-Jahre zum Boxen wechselte. Beim SC Traktor Schwerin entwickelte er sich unter seinen Trainern rasch zu einem der vielversprechendsten Nachwuchsathleten der DDR. Bereits 1970 machte er mit einer Silbermedaille bei den Junioren-Europameisterschaften international auf sich aufmerksam.

Seine nationale Durchbruchphase erlebte er Anfang der 1970er-Jahre: 1972 wurde er DDR-Meister im Federgewicht und nahm an den Olympischen Spielen in München teil, wo er den neunten Platz belegte. In den folgenden Jahren etablierte er sich endgültig in der Weltspitze des Amateurboxens.

Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Bachfeld bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal. Im Weltergewicht setzte er sich gegen eine Reihe hochkarätiger Gegner durch und gewann schließlich im Finale gegen den Venezolaner Pedro Gamarro die Goldmedaille. Dieser Triumph machte ihn zu einem der herausragenden Boxer seiner Zeit.

Auch nach seinem Olympiasieg blieb Bachfeld erfolgreich, unter anderem mit weiteren nationalen Titeln und starken internationalen Auftritten. 1980 beendete er seine Karriere verletzungsbedingt, nachdem er von 122 Kämpfen beeindruckende 107 gewonnen hatte.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb er dem Sport verbunden. Er absolvierte Studien und Ausbildungen im wirtschaftlichen und sportpädagogischen Bereich und arbeitete später unter anderem als Sportlehrer und Erziehungstherapeut.

Jochen Bachfeld wird als disziplinierter Athlet und Olympiasieger in Erinnerung bleiben, der mit seinem Erfolg von Montreal einen bleibenden Platz in der Geschichte des deutschen Boxsports einnimmt. | © NDR

Verst 26 Maerz Egidio Marzona Instagram

Egidio Marzona († 15. März 2026)

Mit Egidio Marzona verlor die internationale Kunstwelt einen der bedeutendsten Sammler und Mäzene der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Der am 3. Oktober 1944 in Bielefeld geborene deutsch-italienische Kunstsammler, Verleger und Galerist starb am 15. März 2026 im Alter von 82 Jahren in Berlin.

Marzona entstammte einer deutsch-italienischen Unternehmerfamilie, entschied sich jedoch früh gegen die Übernahme des väterlichen Betriebs und wandte sich stattdessen der Kunst zu. Seit den späten 1960er-Jahren begann er systematisch Werke der zeitgenössischen Avantgarde zu sammeln. Sein Interesse galt dabei nicht nur den Kunstwerken selbst, sondern auch deren Entstehungskontext – ein Ansatz, der ihn dazu veranlasste, ein umfangreiches Archiv aus Briefen, Fotografien, Entwürfen und Dokumenten aufzubauen.

1972 gründete er in Bielefeld eine Galerie und kurz darauf den Verlag Edition Marzona, mit dem er wichtige Publikationen zur modernen Kunst und Architektur herausgab. Seine Sammlung wuchs über Jahrzehnte zu einer der weltweit bedeutendsten Kollektionen der Avantgarde heran, mit Schwerpunkten auf Arte Povera, Minimalismus, Konzeptkunst und Land Art.

Zu den vertretenen Künstlern zählen unter anderem Bruce Nauman, Richard Serra, Mario Merz oder Lawrence Weiner. Darüber hinaus umfasste seine Sammlung zehntausende Archivalien, die einen einzigartigen Einblick in die Netzwerke und Arbeitsprozesse der Kunst des 20. Jahrhunderts ermöglichen.

Ein zentraler Teil seines Lebenswerks war die großzügige Schenkung seiner Sammlung an öffentliche Institutionen. Bereits ab 2002 übergab er umfangreiche Bestände an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. 2016 folgte die wohl bedeutendste Geste: die Schenkung seines „Archivs der Avantgarden“ an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Dieses umfasst rund 1,5 Millionen Objekte und fand 2024 im eigens eingerichteten Archiv der Avantgarden eine dauerhafte Heimat.

Neben seinem Engagement als Sammler gründete Marzona 2018 die „Marzona Stiftung Neue Saalecker Werkstätten“, die sich der Förderung von Kunst, Design und interdisziplinärem Austausch widmet. Für seine Verdienste um die Kultur wurde er unter anderem mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.

Egidio Marzona wird als leidenschaftlicher Sammler und großzügiger Förderer in Erinnerung bleiben, der die Kunst der Avantgarde nicht nur bewahrte, sondern durch seine Schenkungen dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Sein Wirken hat das Verständnis und die Erforschung der Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. | © Archiv der Avantgarden

Verst 26 Maerz Thorsten Benkenstein Trumpet Scout

Thorsten Benkenstein († 15. März 2026)

Thorsten Benkenstein war ein herausragender deutscher Jazztrompeter und Flügelhornspieler, der zu den bedeutendsten Leadtrompetern seiner Zeit zählte. Besonders durch seine langjährige Tätigkeit in renommierten Bigbands und internationalen Jazzensembles prägte er die europäische Jazzszene nachhaltig.

Seine musikalische Laufbahn begann zunächst klassisch: Benkenstein erhielt eine fundierte Ausbildung an der Trompete und studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei namhaften Lehrern wie Bob Lanese und Don Jacoby. Bereits in jungen Jahren sammelte er erste Erfahrungen im Jazz, als er mit 16 Jahren in einer Bremer Bigband spielte.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Benkenstein zu einem gefragten Musiker im internationalen Jazzbetrieb. Er arbeitete unter anderem mit dem New Art Orchestra von Bob Brookmeyer und war Mitglied bedeutender Klangkörper wie dem Vienna Art Orchestra (1993–2005), den Bigbands von Al Porcino und Peter Herbolzheimer sowie dem Concert Jazz Orchestra Vienna.

Ab 2005 gehörte er der NDR Bigband an, in der er als Lead-Trompeter eine zentrale Rolle spielte. Darüber hinaus war er über viele Jahre hinweg auch als Trompeter im Ensemble des Entertainers Udo Jürgens tätig. Seine Vielseitigkeit zeigte sich zudem in zahlreichen Studioaufnahmen – insgesamt wirkte er laut Diskografien an mehr als 70 Produktionen zwischen 1986 und 2023 mit.

Neben seiner Tätigkeit als Musiker engagierte sich Benkenstein auch in der Weiterentwicklung seines Instruments: In Zusammenarbeit mit dem Instrumentenbauer Schagerl entwickelte er eine eigene Trompetenreihe.

Der plötzliche Tod Thorsten Benkensteins am 15. März 2026 löste in der Jazzwelt große Bestürzung aus. Mit ihm verlor die internationale Musikszene einen technisch brillanten und stilistisch vielseitigen Trompeter, dessen Spiel sowohl durch Präzision als auch durch Ausdruckskraft geprägt war. | © TrumpetScout

Verst 26 Maerz Konrad Baumgartner Herder Privat

Konrad Baumgartner († 15. März 2026)

Konrad Baumgartner war ein deutscher römisch-katholischer Theologe und Hochschullehrer, der insbesondere im Bereich der Pastoraltheologie zu den prägenden Persönlichkeiten seiner Generation zählte.

Nach dem Studium der Philosophie und Theologie empfing er 1965 die Priesterweihe für das Bistum Passau. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er mit einer Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der er sich mit der historischen Entwicklung der Seelsorge im Bistum Passau auseinandersetzte.

In den folgenden Jahren war Baumgartner zunächst Professor für Pastoraltheologie an der Universität Eichstätt (1976–1980), bevor er von 1980 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 an der Universität Regensburg lehrte. Dort prägte er über Jahrzehnte hinweg die Ausbildung angehender Theologen und Seelsorger und war zeitweise auch Dekan der theologischen Fakultät.

Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Geschichte und Praxis der Seelsorge, insbesondere der Buß- und Trauerpastoral. Darüber hinaus beschäftigte er sich intensiv mit der Gestalt des Theologen Johann Michael Sailer. Neben seiner Lehrtätigkeit war Baumgartner auch in verschiedenen kirchlichen und wissenschaftlichen Gremien aktiv, etwa als Mitherausgeber des „Lexikons für Theologie und Kirche“.

Für seine Verdienste um Kirche und Theologie wurde er unter anderem zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt. Auch publizistisch hinterließ er ein umfangreiches Werk mit zahlreichen Büchern, Predigtsammlungen und wissenschaftlichen Beiträgen, die sich sowohl an Fachkreise als auch an die kirchliche Praxis richteten.

Konrad Baumgartner verstarb am 15. März 2026 im Alter von 85 Jahren in Regensburg. Mit ihm verlor die katholische Theologie einen engagierten Lehrer und Forscher, der die Pastoraltheologie in Deutschland über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgestaltet hat. | © Herder / Privat

Verst 26 Maerz Bettina Köster Wikipedia

Bettina Köster († 16. März 2026)

Bettina Köster war eine deutsche Musikerin, Komponistin, Textdichterin, Musikproduzentin und Autorin, die als eine der prägendsten Figuren der westdeutschen Underground- und Avantgarde-Szene der frühen 1980er-Jahre gilt. Insbesondere als Mitbegründerin und Frontfrau der Band Malaria! erlangte sie internationale Bekanntheit und wurde zu einer stilprägenden Persönlichkeit zwischen Punk, New Wave und experimenteller Popmusik.

Ihre künstlerische Laufbahn begann im West-Berlin der späten 1970er-Jahre, einem Zentrum subkultureller Bewegungen. Dort war sie zunächst an der Gründung der Band Mania D beteiligt, die zu den frühen Vertreterinnen einer weiblich geprägten Post-Punk-Ästhetik gehörte. Aus diesem Projekt ging später Malaria! hervor, eine Band, die mit minimalistischen, oft düsteren Klangstrukturen und provokanter Bühnenpräsenz neue Maßstäbe setzte. Kösters markante, tiefe Stimme sowie ihr bewusst reduzierter, teils distanzierter Gesangsstil wurden zu ihrem künstlerischen Markenzeichen.

Mit Malaria! trat sie nicht nur in Deutschland, sondern auch international auf, unter anderem in den USA und Großbritannien. Die Band bewegte sich im Umfeld der sogenannten „Genialen Dilletanten“ und war Teil eines künstlerischen Netzwerks, das Musik, bildende Kunst und Performance miteinander verband. Köster selbst wurde dabei zu einer Ikone der androgynen Ästhetik und der queeren Subkultur jener Zeit; ihr Auftreten wurde häufig mit der Schauspielerin und Sängerin Hildegard Knef verglichen.

Nach der aktiven Phase von Malaria! wandte sich Köster verstärkt eigenen Projekten zu. Sie arbeitete als Solokünstlerin, Autorin und Produzentin und war auch im Film- und Kunstbereich tätig. Zeitweise lebte sie in New York, wo sie in der dortigen Kunstszene wirkte, bevor sie später nach Italien zog. Ihre Arbeiten blieben stets von einem experimentellen Anspruch geprägt und bewegten sich zwischen Musik, Literatur und visueller Kunst.

Auch im späteren Leben blieb Köster künstlerisch aktiv, veröffentlichte weiterhin Musik und trat gelegentlich auf. Ihr Werk wurde rückblickend als wichtiger Beitrag zur Entwicklung eines eigenständigen europäischen Avantgarde-Pop verstanden, der sich bewusst von kommerziellen Strukturen abgrenzte.

Mit ihrem Tod am 16. März 2026 im Alter von 66 Jahren verlor die internationale Musik- und Kunstszene eine außergewöhnliche Persönlichkeit, deren Einfluss weit über ihre aktive Schaffenszeit hinausreicht. Sie gilt als Pionierin einer radikal eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform, die insbesondere für Frauen in der Musik neue Wege eröffnete. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Hans Günter Ulrich

Hans Günter Ulrich († 19. März 2026)

Hans Günter Ulrich war ein deutscher evangelischer Theologe und Hochschullehrer, der insbesondere im Bereich der systematischen Theologie und der theologischen Ethik zu den einflussreichen Stimmen seiner Generation zählte. Als Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg prägte er über Jahrzehnte hinweg die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen evangelischer Ethik und deren gesellschaftlicher Relevanz.

Nach seinem Studium der evangelischen Theologie promovierte Ulrich im Jahr 1973 an der Universität Mainz zum Dr. theol. und legte damit den Grundstein für seine akademische Laufbahn. Seine Habilitation erfolgte 1981 an der Universität Bonn, womit er sich für eine Professur qualifizierte. Kurz darauf wurde er auf den Lehrstuhl für Systematische Theologie in Erlangen-Nürnberg berufen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2007 innehatte.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit widmete sich Ulrich vor allem den Grundlagen und Herausforderungen evangelischer Ethik. Dabei ging es ihm nicht nur um abstrakte moralphilosophische Fragestellungen, sondern um die konkrete Lebenspraxis christlicher Existenz. Seine Veröffentlichungen zeigen ein durchgängiges Interesse daran, wie ethisches Handeln aus dem Glauben heraus begründet und in gesellschaftlichen Kontexten verantwortet werden kann. Besonders intensiv setzte er sich mit der Tradition theologischer Ethik seit Friedrich Schleiermacher auseinander und untersuchte deren Bedeutung für die Gegenwart.

Zu seinen wichtigen Veröffentlichungen zählen Werke wie „Anthropologie und Ethik bei Friedrich Nietzsche“ (1975), in dem er sich mit dem Spannungsfeld zwischen moderner Philosophie und theologischer Ethik auseinandersetzte, sowie „Eschatologie und Ethik“ (1988), das die Beziehung zwischen der Rede von Gott und ethischem Denken systematisch reflektiert. Spätere Arbeiten wie „Wie Geschöpfe leben. Konturen evangelischer Ethik“ (2005) gelten als zusammenfassende Darstellung seines theologischen Ansatzes und zeigen sein Bemühen, Ethik als integralen Bestandteil christlicher Lebensführung zu begreifen.

Neben seinen Monographien war Ulrich auch als Herausgeber tätig und beteiligte sich an wichtigen Sammelbänden zur evangelischen Ethik. In Zusammenarbeit mit anderen Theologen, darunter Ulrich Duchrow, griff er zudem aktuelle politische und gesellschaftliche Themen auf, etwa Fragen von Gerechtigkeit und interreligiösem Dialog im Kontext des Nahostkonflikts.

Sein theologisches Denken war geprägt von einem starken Bezug zur kirchlichen Praxis und zu gesellschaftlichen Herausforderungen. Ulrich verstand Ethik nicht als isolierte Disziplin, sondern als eine Form der verantwortlichen Lebensgestaltung im Horizont des Glaubens. Damit beeinflusste er sowohl die akademische Theologie als auch kirchliche Diskurse in Deutschland nachhaltig.

Hans Günter Ulrich verstarb am 19. März 2026 im Alter von etwa 84 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Mit ihm verlor die evangelische Theologie einen bedeutenden Vertreter einer reflektierten und zugleich praxisnahen Ethik, deren Fragestellungen auch über seinen Tod hinaus von zentraler Bedeutung bleiben. | © Hans Günter Ulrich

Verst 26 Maerz Carsten Traeger Wikipedia

Carsten Träger († 21. März 2026)

Carsten Dietmar Träger war ein deutscher Politiker der SPD, der über viele Jahre hinweg die Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik seiner Partei im Deutschen Bundestag prägte. Seit 2013 gehörte er – mit kurzer Unterbrechung – dem Parlament an und war zuletzt ab 2025 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Träger wuchs in einem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus auf; sein Vater Hartmut Träger war ebenfalls Kommunalpolitiker. Bereits früh entwickelte er politisches Interesse und trat 1995 im Alter von 22 Jahren der SPD bei. Seine Ausbildung absolvierte er zunächst am Hardenberg-Gymnasium in Fürth, bevor er Politikwissenschaft, Geschichte und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg studierte. Ergänzend erwarb er einen Abschluss als Diplom-Kommunikationswirt und arbeitete anschließend in der Kommunikations- und Werbebranche, unter anderem als PR-Berater und selbstständiger Unternehmer.

Seine politische Laufbahn begann auf kommunaler Ebene: Ab 2002 war Träger Mitglied des Fürther Stadtrats, später auch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Mit der Bundestagswahl 2013 gelang ihm der Einzug in den Deutschen Bundestag, dem er bis zu seinem Tod angehörte. In seiner parlamentarischen Arbeit konzentrierte er sich früh auf Fragen der nachhaltigen Entwicklung sowie der Umwelt- und Klimapolitik. So war er zunächst Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für nachhaltige Entwicklung (2013–2017) und anschließend viele Jahre umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

In verschiedenen Ausschüssen – insbesondere im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft – arbeitete Träger an zentralen Gesetzgebungsverfahren mit. Zudem war er an überparteilichen Initiativen beteiligt und wirkte unter anderem in der deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung sowie in Gremien zur nachhaltigen Entwicklung und zum Umwelt- und Verbraucherschutz mit.

Innerhalb der SPD galt Träger als profilierter Umweltpolitiker. Seit 2023 war er Co-Vorsitzender der bayerischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion. Im Mai 2025 wurde er schließlich zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium ernannt, wo er Verantwortung für zentrale Zukunftsfragen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung und nachhaltige Entwicklung übernahm.

Neben seiner parlamentarischen Tätigkeit engagierte sich Träger auch in verschiedenen Stiftungen und Organisationen, etwa im Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Sein politisches Wirken war geprägt von dem Anspruch, ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden – ein Leitmotiv sozialdemokratischer Umweltpolitik.

Carsten Träger verstarb am 21. März 2026 im Alter von 52 Jahren unerwartet während eines Aufenthalts in Österreich. Sein Tod löste parteiübergreifend große Bestürzung aus. Mit ihm verlor die deutsche Politik einen engagierten und fachlich versierten Umweltpolitiker, der sich mit Nachdruck für nachhaltige Entwicklung und den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen eingesetzt hatte. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz https de wikipedia org wiki Helmut Kampe Wikipedia

Helmut Kampe († 21. März 2026)

Helmut Kampe war ein deutscher Marineoffizier und Vizeadmiral der Bundesmarine, der über Jahrzehnte hinweg eine prägende Rolle im Aufbau und in der Führung der westdeutschen Seestreitkräfte spielte. Geboren am 7. Dezember 1925 in Berlin, trat er noch während des Zweiten Weltkriegs als Offizieranwärter in die Kriegsmarine ein und sammelte erste Einsatzerfahrungen auf See.

Nach Kriegsende beteiligte sich Kampe zunächst am Deutschen Minenräumdienst, bevor er ein Studium zum Vermessungsingenieur abschloss. Mit dem Aufbau der Bundeswehr kehrte er 1956 in den aktiven Militärdienst zurück und wurde Teil der neu gegründeten Bundesmarine. Dort durchlief er eine vielseitige Karriere: Er war unter anderem Marineflieger, Ausbilder, Stabsoffizier im Bundesministerium der Verteidigung sowie Kommandeur bedeutender Verbände.

Besonders hervorzuheben ist seine Rolle in der NATO-Struktur: Von 1983 bis zu seiner Pensionierung 1986 war Kampe Befehlshaber der NATO-Seestreitkräfte für die Ostseezugänge – eine strategisch wichtige Position im Kalten Krieg. Zuvor hatte er bereits als Chef des Stabes im Führungsstab der Streitkräfte sowie als Kommandeur der Marineschule Mürwik zentrale Führungsaufgaben übernommen.

Für seine Verdienste wurde Kampe mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst blieb er der maritimen Fachwelt verbunden, etwa als Herausgeber des Jahrbuchs Nauticus.

Mit Helmut Kampe verliert Deutschland einen hochdekorierten Marineoffizier, der die Entwicklung der Bundesmarine in ihren Anfangsjahren entscheidend mitgeprägt und insbesondere im Bündniskontext der NATO Verantwortung getragen hat. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz https de wikipedia org wiki Willi Erdmann Wetfalenpost

Willi Erdmann († 22. März 2026)

Willi Erdmann war ein deutscher Rechtswissenschaftler und einer der prägenden Richter am Bundesgerichtshof in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 31. Juli 1937 in Ribben in Ostpreußen geboren und verstarb am 22. März 2026 in Oldenburg.

Nach seinem Jurastudium an der Universität Göttingen und einer kurzen Tätigkeit als Rechtsanwalt trat Erdmann 1968 in den niedersächsischen Justizdienst ein. Bereits früh zeigte sich seine Spezialisierung im Zivilrecht, insbesondere im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes. Seine beruflichen Stationen führten ihn über verschiedene Gerichte und Staatsanwaltschaften – darunter das Landgericht Osnabrück, das Amtsgericht Diepholz sowie das Oberlandesgericht Oldenburg.

Im Jahr 1980 wurde Erdmann zum Richter am Bundesgerichtshof berufen. Dort gehörte er dem I. Zivilsenat an, der sich vor allem mit Fragen des Marken-, Wettbewerbs- und Urheberrechts befasst. Innerhalb dieses Senats übernahm er zunehmend Verantwortung: 1995 wurde er stellvertretender Vorsitzender, ein Jahr später schließlich Vorsitzender.

Neben seiner richterlichen Tätigkeit engagierte sich Erdmann auch in der Selbstverwaltung der Justiz. So wirkte er mehrfach am Dienstgericht des Bundes mit und war zeitweise als Präsidialrichter mit organisatorischen Aufgaben betraut. 1995 wurde er zudem zum Honorarprofessor an der Universität Osnabrück ernannt, wo er seine wissenschaftliche Expertise weitergab.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2002 blieb Erdmann weiterhin juristisch aktiv, insbesondere als Schiedsrichter in komplexen Verfahren, häufig im Bereich des Energiewirtschaftsrechts.

Mit Willi Erdmann verliert die deutsche Rechtswissenschaft eine profilierte Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg die Rechtsprechung im gewerblichen Rechtsschutz maßgeblich mitgestaltet und zugleich zur Verbindung von Praxis und Wissenschaft beigetragen hat. | © Westfalen Post

Verst 26 Maerz Alexander Kluge

Alexander Kluge († 25. März 2026)

Alexander Kluge war einer der bedeutendsten deutschen Intellektuellen der Nachkriegszeit – ein vielseitiger Künstler, der als Filmemacher, Schriftsteller, Fernsehproduzent und Philosoph die Kultur der Bundesrepublik über Jahrzehnte hinweg maßgeblich prägte. Geboren am 14. Februar 1932 in Halberstadt, verstarb er am 25. März 2026 im Alter von 94 Jahren in München.

Nach einem Studium der Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik arbeitete Kluge zunächst als Jurist, wandte sich jedoch früh der Kunst und Theorie zu. Entscheidenden Einfluss hatte dabei der Philosoph Theodor W. Adorno, in dessen Umfeld Kluge in Frankfurt wirkte. Auch ein Volontariat bei dem Regisseur Fritz Lang trug dazu bei, dass er sich dem Film zuwandte.

Kluge wurde zu einer Schlüsselfigur des Neuen Deutschen Films, den er nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch mitbegründete. Als Mitinitiator des Oberhausener Manifests von 1962 setzte er sich für einen radikalen Neuanfang des deutschen Kinos ein. Seine Filme wie Abschied von gestern (1966) oder Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968) machten ihn international bekannt und zeichneten sich durch eine experimentelle, essayistische Erzählweise aus.

Parallel dazu war Kluge ein äußerst produktiver Schriftsteller. Er gehörte zum Kreis der Gruppe 47 und veröffentlichte zahlreiche Prosatexte sowie Essays zu gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Themen. Für sein literarisches Werk wurde er unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Auch im Fernsehen setzte Kluge Maßstäbe: Mit der von ihm gegründeten Produktionsfirma dctp schuf er ab den späten 1980er-Jahren eine Plattform für anspruchsvolle Kulturformate im Privatfernsehen und trug so zur intellektuellen Erneuerung des Mediums bei.

Kluge verstand sich stets als Grenzgänger zwischen Kunst und Theorie. Sein Werk verband Literatur, Film und Philosophie zu einer eigenständigen Form der Reflexion über Geschichte, Gesellschaft und menschliche Erfahrung. Mit seinem Tod verliert Deutschland einen der letzten großen Universalintellektuellen, dessen Einfluss weit über die Grenzen einzelner Disziplinen hinausreichte. | © Wikipedia

Verst 26 Maerz Karsten Wettberg

Karsten Wettberg († 29. März 2026)

Karsten Wettberg war ein deutscher Fußballtrainer und -funktionär, der vor allem als eine der prägendsten Persönlichkeiten des bayerischen Amateurfußballs galt. Geboren am 10. November 1941 im brandenburgischen Friesack, verstarb er am 29. März 2026 im Alter von 84 Jahren in Wasserburg am Inn.

Seine aktive Laufbahn als Spieler verbrachte Wettberg ausschließlich im Amateurbereich, bevor er sich früh dem Trainerberuf zuwandte. Über Jahrzehnte hinweg war er bei zahlreichen Vereinen tätig und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Trainer im süddeutschen Raum. Besonders im Amateurfußball setzte er Maßstäbe: Ihm werden insgesamt 51 Meisterschaften und zahlreiche Aufstiege zugeschrieben.

Größere Bekanntheit erlangte Wettberg durch seine Arbeit beim TSV 1860 München, den er Anfang der 1990er Jahre aus der Bayernliga zurück in den Profifußball führte. Unter seiner Leitung blieb die Mannschaft über 50 Spiele hinweg ungeschlagen – eine außergewöhnliche Serie. Für diesen Erfolg erhielt er den bis heute bekannten Spitznamen „König von Giesing“.

Auch bei Vereinen wie der SpVgg Unterhaching, dem FC Augsburg oder Jahn Regensburg war Wettberg tätig und konnte wiederholt Aufstiege feiern. Seine Karriere war dabei geprägt von Bodenständigkeit und enger Verbundenheit mit dem bayerischen Fußball. Parallel zu seiner Trainertätigkeit arbeitete er lange Zeit im Postdienst und engagierte sich später auch politisch für die SPD im Landkreis Kelheim.

Neben dem Sport übernahm Wettberg auch Funktionen als Vereinsfunktionär, unter anderem als Vizepräsident des TSV 1860 München. Zudem setzte er sich für den Erhalt des traditionsreichen Grünwalder Stadions ein und blieb dem Fußball bis ins hohe Alter eng verbunden.

Mit Karsten Wettberg verliert der deutsche Fußball eine charismatische Trainerpersönlichkeit, die insbesondere im Amateurbereich Generationen von Spielern geprägt und den bayerischen Fußball nachhaltig beeinflusst hat. | © Karsten-Wettberg.de

Verst 26 Maerz Lutz Hochstraate

Lutz Hochstraate († 29. März 2026)

Lutz Hochstraate war ein deutscher Schauspieler, Theater- und Opernregisseur sowie langjähriger Intendant des Salzburger Landestheaters, der die Kulturlandschaft insbesondere in Österreich nachhaltig prägte. Geboren am 7. Januar 1942 in Dortmund, verstarb er Ende März 2026 im Alter von 84 Jahren.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Hochstraate an der renommierten Max-Reinhardt-Schule in Berlin. Seit Mitte der 1960er-Jahre war er zunächst als Schauspieler für Theater und Fernsehen tätig, bevor er sich ab den frühen 1970er-Jahren verstärkt der Regie zuwandte.

Einen zentralen Abschnitt seiner Karriere verbrachte Hochstraate am Salzburger Landestheater: Bereits von 1974 bis 1979 wirkte er dort als Oberspielleiter, bevor er nach freischaffenden Jahren 1986 als Intendant zurückkehrte. Dieses Amt hatte er bis 2004 inne und prägte in dieser Zeit das Haus maßgeblich, sowohl künstlerisch als auch organisatorisch. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Theater weiter und gewann deutlich an Profil.

Als Regisseur arbeitete Hochstraate international und inszenierte an zahlreichen Bühnen im In- und Ausland, darunter in Städten wie Neapel, Athen oder Verona. Neben Schauspiel widmete er sich verstärkt auch der Oper und war damit ein vielseitiger Theatermacher mit europäischer Ausstrahlung.

Auch über seine Intendanz hinaus blieb er kulturell aktiv: Er leitete zeitweise die Camerata Salzburg, organisierte unter anderem das Bachfest in Salzburg und war als Lehrbeauftragter am Mozarteum sowie an der Universität Salzburg tätig.

Für seine Verdienste wurde Hochstraate unter anderem der Professorentitel verliehen und er zum Ehrenmitglied des Salzburger Landestheaters ernannt.

Mit Lutz Hochstraate verliert die deutschsprachige Theaterwelt eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg als Regisseur, Intendant und Vermittler von Kunst gewirkt und insbesondere das Salzburger Kulturleben entscheidend mitgestaltet hat. | © Herbert Huber / Archiv des Salzburger Landestheaters

Verst Feb26 00

Berühmte und bekannte Deutsche, die 2026 verstorben sind

Um auch einigen bekannten und berühmten deutschen Persönlichkeiten zu Gedenken, die 2026 bereits zuvor verstorben sind, findet ihr hier bei EarlyGame auch Listen zu Prominenten, die im Januar und Februar verstorben sind.

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