Berühmte und bekannte Deutsche, die im Januar 2026 verstarben
Berühmte und bekannte Deutsche, die im Januar 2026 verstarben
Der Januar ist ein stiller Monat. Er trägt das Gewicht des Neuanfangs und zugleich die Kälte des Abschieds. Während das Jahr sich vorsichtig öffnet, blicken wir zurück auf Menschen, die in diesem Monat von uns gegangen sind.
Wir erinnern uns nicht nur an, die, die uns unmittelbar nahestanden, sondern auch an jene, die wir zwar nur aus der Ferne wahrnahmen, die uns aber dennoch berührten, durch die Dinge die sie dachten, sagten und taten. Deswegen blicken wir von EarlyGame auf berühmte und bekannte Deutsche zurück, die im Januar 2026 gestorben sind.
Roland Schäfer († 1. Januar 2026)
Roland Schäfer war ein prägender deutscher Verwaltungsjurist und Kommunalpolitiker, der sich über Jahrzehnte mit großer Leidenschaft für die kommunale Selbstverwaltung einsetzte. Als langjähriger Bürgermeister von Bergkamen führte er seine Stadt mit Augenmaß, Dialogbereitschaft und strategischem Weitblick durch Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher und struktureller Veränderungen. Auch über seine Kommune hinaus war er eine anerkannte Stimme der Städte und Gemeinden in Deutschland und Europa. Sein Wirken war geprägt von dem festen Glauben an die Stärke der Kommunen als Fundament der Demokratie. Mit seinem Tod am 1. Januar 2026 verliert die kommunale Familie einen engagierten Gestalter und einen verlässlichen Brückenbauer – sein Einsatz wirkt über sein Leben hinaus fort. | © Wikipedia
Hubertus von Pilgrim († 1. Januar 2026)
Hubertus von Pilgrim war ein bedeutender deutscher Bildhauer, Medailleure und Hochschullehrer, dessen Werk weit über die klassische Bildhauerei hinaus Wirkung entfaltete. Besonders bekannt ist er für seine Mahnmale, die an den Todesmarsch der Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau erinnern und an zahlreichen Orten im Münchner Umland und darüber hinaus im öffentlichen Raum zu sehen sind. Sein Schaffen vereinte künstlerische Präzision mit tiefem historischen Bewusstsein und hinterlässt eindrucksvolle Zeugnisse der Erinnerungskultur. Als Lehrer beeinflusste er Generationen von Künstlerinnen und Künstlern. Sein Tod am 1. Januar 2026 beendete ein Leben, das durch sein Engagement für Kunst und Erinnerungskultur nachhaltig Spuren hinterlässt. | © Wikipedia
Klaus Fittschen († 2. Januar 2026)
Klaus Fittschen war ein herausragender deutscher Klassischer Archäologe, der die Erforschung der antiken Plastik und Porträtkunst wissenschaftlich nachhaltig geprägt hat. Mit großer Sorgfalt und analytischer Tiefe widmete er sich der Interpretation antiker Bildwerke, insbesondere aus der römischen Kaiserzeit, und trug damit wesentlich zum Verständnis der antiken Kunstgeschichte bei. Als Professor und später als Leiter der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts prägte er Generationen von Studierenden und Forschenden. Sein Tod am 2. Januar 2026 ist ein Verlust für die Archäologie, doch sein wissenschaftliches Werk bleibt ein bedeutender Bezugspunkt seines Fachs. | © Deutsches Archäologisches Institut
Rolf Riehm († 3. Januar 2026)
Rolf Riehm war ein einflussreicher deutscher Komponist der zeitgenössischen Musik, dessen Werke sich durch expressive Tiefe und eine klare künstlerische Stimme auszeichnen. Sein Schaffen war geprägt von klanglicher Experimentierfreude, kritischer Reflexion gesellschaftlicher Fragen und dem Mut zur künstlerischen Eigenständigkeit. Riehm verstand Musik als ein lebendiges Medium, das Denken und Fühlen verbindet und herausfordert. Mit seinem Tod am 3. Januar 2026 verliert die Musikwelt einen scharfsinnigen Komponisten, dessen Werk in Konzertsälen und Aufnahmen weiterlebt und weiterhin wirkt. | © Wikipedia
Günther Rechn († 3. Januar 2026)
Günther Rechn war ein deutscher Maler und Grafiker, dessen künstlerisches Schaffen in der DDR und darüber hinaus Anerkennung fand. Als Vertreter des expressiven Realismus verband er figürliches Arbeiten mit einer tiefen Auseinandersetzung über das menschliche Erleben seiner Zeit. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und bilden ein facettenreiches Zeugnis seines langjährigen künstlerischen Engagements. Am 3. Januar 2026 verstarb er an den Folgen eines Unfalls, und mit ihm verliert die Kunstwelt einen Künstler, der durch seine klare Bildsprache und sein empathisches Figurenbild viele Menschen berührte. | © Günther Rechn / Facebook
Klaus Grohe († 3. Januar 2026)
Klaus Grohe war ein deutscher Unternehmer und langjähriger Gestalter der Erfolgsgeschichte des Sanitärherstellers Hansgrohe, den er fast fünf Jahrzehnte lang in führenden Funktionen geprägt hat. Als jüngster Sohn des Firmengründers trat er nach seinem Studium in das Familienunternehmen ein und formte es durch visionäre Ideen, strategische Weitsicht und internationale Ausrichtung zu einem global anerkannten Anbieter von Sanitärlösungen. Seine Hands-on-Mentalität, seine Kundenorientierung und sein Engagement für nachhaltige Unternehmensentwicklung machten ihn zu einer prägenden Persönlichkeit der deutschen Wirtschaft. Mit seinem Tod am 3. Januar 2026 verliert die Branche einen Unternehmer, dessen Wirkung weit über das Unternehmen hinaus in den Bereichen Design, Innovation und unternehmerische Verantwortung nachwirkt. | © hansgrohe-group.com
Manfred Butzmann († 4. Januar 2026)
Manfred Butzmann war ein deutscher Grafiker, dessen Kunst ein Spiegelbild gesellschaftlicher und urbaner Realitäten war. Sein Werk – oft geprägt von expressiver Kraft und kritischer Reflexion – machte ihn zu einem wichtigen Impulsgeber für die deutsche Grafikszene, besonders im Kontext der DDR und der Zeit nach der Wiedervereinigung. Mit zahlreichen Auszeichnungen, darunter dem Käthe-Kollwitz-Preis und dem Bundesverdienstkreuz, wurde sein schöpferisches Lebenswerk gewürdigt. Sein Tod am 4. Januar 2026 markiert das Ende einer kreativen Stimme, die durch ihre Direktheit, Sensibilität und gesellschaftliche Relevanz viele Menschen erreicht hat und weiter inspirieren wird. | © Wikipedia
Günter Meyer († 4. Januar 2026)
Günter Meyer war ein deutscher Politiker, der sein Wirken dem öffentlichen Dienst und der politischen Gestaltung auf regionaler Ebene widmete. Mit langjähriger Erfahrung und Überzeugungskraft engagierte er sich für die demokratische Mitgestaltung seines Umfelds und für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in politische Prozesse. Sein politisches Engagement war getragen von dem Bestreben, gesellschaftlichen Zusammenhalt und verantwortungsvolles Handeln zu fördern. Sein Tod am 4. Januar 2026 hinterlässt einen Rückblick auf ein Leben im Dienst der Gemeinschaft und ein Vermächtnis der politischen Verantwortung. | © Martin Jehnichen
Klaus Keitel († 4. Januar 2026)
Klaus Keitel war ein deutscher Politiker, der sich in seinem Leben der öffentlichen Verantwortung verschrieben hatte. Durch sein Engagement in kommunalen und regionalen Aufgabenfeldern prägte er politische Debatten und Entscheidungen, die das gesellschaftliche Miteinander beeinflussten. Mit seinem Tod am 4. Januar 2026 endet ein politisches Wirken, das von der Überzeugung getragen war, dass politische Teilhabe und verantwortliche Gestaltung zur positiven Entwicklung von Gesellschaften beitragen können. | © CDU Halle / Frank Schumann
André Rolle († 5. Januar 2026)
André Rolle war ein deutscher Stadionsprecher, der mit seiner Stimme und Präsenz unzählige Sportveranstaltungen akzentuierte und damit Teil vieler bewegender Momente im sportlichen Leben vieler Menschen wurde. Als Stimme im Stadion verband er Professionalität mit Leidenschaft und trug wesentlich zur Atmosphäre und Identität sportlicher Wettbewerbe bei. Sein Tod am 5. Januar 2026 bedeutet den Verlust einer markanten Stimme, die viele Fans und Sportveranstaltungen über Jahre hinweg begleitet hat und in Erinnerung bleibt. | © Instagram / fcu_fuma
Herbert Beck († 5. Januar 2026)
Herbert Beck war ein deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor, dessen fachliche Expertise und kuratorische Handschrift bedeutende Impulse im kulturellen Leben gesetzt haben. Durch seine Führungsarbeit in Museen und seine kunsthistorischen Forschungen trug er zur Erforschung und Vermittlung kulturellen Erbes bei. Sein Tod am 5. Januar 2026 hinterlässt eine Lücke in der Museumslandschaft, doch sein Beitrag zur Kunstwissenschaft und Ausstellungskultur bleibt nachhaltig spürbar. | © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt | Georg Kumpfmüller
Kathleen Muxel († 6. Januar 2026)
Kathleen Muxel war eine deutsche Politikerin, die sich in ihrem Leben für politische Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe engagierte. Mit großer Energie setzte sie sich für die Anliegen ihrer Wählerinnen und Wähler ein und war bekannt für ihren Einsatz in politischen Gremien und Initiativen. Ihr Tod am 6. Januar 2026 beendet ein politisches Engagement, das von der Überzeugung tiefer demokratischer Werte getragen wurde und dessen Spuren im politischen Dialog weiterwirken. | © Landtag Brandenburg
Anna Eder († 6. Januar 2026)
Anna Eder war eine deutsche Politikerin, die durch ihr langjähriges Engagement in politischen Ämtern und Initiativen die politische Landschaft mitgeprägt hat. Mit klarer Haltung setzte sie sich für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein und gewann damit das Vertrauen vieler Menschen. Ihr Tod am 6. Januar 2026 markiert das Ende eines politischen Lebens, das von Dienst am Gemeinwohl und dem Streben nach konstruktiven Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit geprägt war. | © deggendorf.de
Dietrich Stratmann († 7. Januar 2026)
Dietrich Stratmann war ein deutscher CDU-Politiker und Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Nach einem naturwissenschaftlichen Studium arbeitete er viele Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut und war später im Landtag politisch aktiv, insbesondere in regionalen Gremien und in der Lokalpolitik. Seine politische Arbeit war durch Kontinuität und eine enge Verbindung zur wissenschaftlichen Praxis geprägt. Stratmanns Tod markiert den Verlust eines erfahrenen Landespolitikers, der über Jahrzehnte zur politischen Stabilität und zum gesellschaftlichen Dialog in Niedersachsen beigetragen hat. | © Wikipedia
Jürgen Stockmeier († 7. Januar 2026)
Jürgen Stockmeier war ein deutscher Unternehmer und langjähriger Kopf der Stockmeier-Gruppe, eines international tätigen Chemiehandels- und -produktionsunternehmens mit Sitz in Bielefeld. Er übernahm die Geschäftsführung in jungen Jahren, erweiterte das Unternehmen erfolgreich und setzte Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften in der Branche. Zudem engagierte er sich stark sozial durch die Stockmeier-Stiftung und lokale Förderung in Ostwestfalen. Sein Tod bedeutet für die regionale Wirtschaft den Abschied eines prägenden Akteurs, dessen Lebenswerk nicht nur Arbeitsplätze schuf, sondern auch gesellschaftliches Engagement und Verantwortung vorlebte. | © Stockmeier Holding SE
Heinz Joachim Held († 7. Januar 2026)
Heinz Joachim Held war ein deutscher evangelischer Theologe, Auslandsbischof und langjähriger Präsident des Kirchlichen Außenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach einem theologischen Studium prägte er die kirchliche Außenbeziehung und ökumenische Zusammenarbeit über Jahrzehnte. Unter seiner Leitung wurde kirchlicher Dialog auf globaler Ebene intensiviert, insbesondere im Kontext der ökumenischen Bewegung. Seine theologische Arbeit und sein Einsatz für internationale Verständigung haben die EKD nachhaltig beeinflusst. Sein Tod ist ein bedeutender Verlust für die evangelische Kirche und den interreligiösen Dialog in Deutschland und darüber hinaus. | © gustav-adolf-werk.de
Álvaro Peña-Rojas († 8. Januar 2026)
Álvaro Peña-Rojas war ein chilenisch-deutscher Sänger und Songwriter, der seit den 1960er-Jahren Musik machte und in verschiedenen Genres wie Rock ’n’ Roll, Bebop und Punk aktiv war. Nach politischer Verfolgung in seiner Heimat ging er ins Exil nach England und schließlich nach Deutschland, wo er eine eigenständige musikalische Stimme entwickelte. Mit seinem unabhängigen Stil und poetischen, oft anarchischen Texten prägte er über Jahrzehnte eine lebendige, kreative Musikszene, die stilistische Grenzen hinterfragte. Sein Tod ist ein Verlust für die internationale Musikgemeinschaft, besonders für Fans und Musiker, die seine unkonventionelle künstlerische Haltung schätzten. | © Wikipedia
Hans Herrmann († 9. Januar 2026)
Hans Herrmann war eine der großen deutschen Motorsport-Legenden. Der gebürtige Stuttgarter fuhr sowohl in der Formel 1 als auch bei Langstreckenklassikern und gewann 1970 die 24 Stunden von Le Mans – den ersten Gesamtsieg für Porsche in diesem prestigeträchtigen Rennen. Seine Karriere umfasste zahlreiche Podestplätze und Siege; er galt als äußerst vielseitiger und technikaffiner Rennfahrer. Bis zuletzt wurde er als Zeitzeuge und Botschafter des Motorsports geschätzt. Sein Tod bedeutet das Ende einer Ära im deutschen Rennsport – er war einer der letzten noch lebenden Akteure jener Pioniergeneration, die den Motorsport in der Nachkriegszeit international prägte. | © Wikipedia
Helmut Herles († 11. Januar 2026)
Helmut Herles war ein deutscher Journalist, Publizist und langjähriger Redakteur großer deutscher Zeitungen. Nach seinem Studium der Germanistik, Russisch und Volkskunde war er zunächst Auslandskorrespondent, u. a. in Rom und für die Süddeutsche Zeitung in Frankfurt am Main. Von 1975 bis 1991 berichtete er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Bonn und prägte mit seinen Analysen die politische Berichterstattung der Zeit. Später war Herles Chefredakteur des General-Anzeigers in Bonn. Sein journalistisches Werk zeichnete sich durch tiefgehende politische Kommentare und kritische Auseinandersetzungen aus. Über den Tod hinaus wird er als prägende Stimme des politischen Journalismus in Deutschland erinnert. | © BeBra Verlag
Herbert Heidel († 11. Januar 2026)
Herbert Heidel war ein deutscher Kommunalpolitiker (CDU), der von 1985 bis 1995 als Erster Beigeordneter und hauptamtlicher Dezernent für Planung, Bauen und Sport der Stadt Mainz wirkte. Zuvor war er Fraktionsvorsitzender der CDU im Mainzer Stadtrat. In seiner Amtszeit entstanden wichtige stadtplanerische Projekte wie die Südumgehung und die Erschließung neuer Gewerbegebiete; auch die Umsetzung von Sportanlagen und Schulsanierungen fiel in seine Verantwortung. Als engagierter Förderer des städtischen Lebens prägte er das Stadtbild von Mainz nachhaltig. Daneben setzte er sich als langjähriger Beirat des 1. FSV Mainz 05 und Ehrenmitglied des Vereins für den lokalen Fußball ein. Sein Lebenswerk bleibt vor allem in der städtebaulichen Entwicklung und im kommunalpolitischen Engagement verankert. | © Facebook / 1. FSV Mainz 05
Frank Ettrich († 11. Januar 2026)
Frank Ettrich war ein deutscher Soziologe und Hochschullehrer, zuletzt am Institut für Soziologie der Universität Erfurt sowie Direktor der Willy Brandt School of Public Policy. Nach einem Studium der Soziologie und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte er und habilitierte sich im Fach Soziologie. Ettrich war Mitgründer und Herausgeber des Berliner Journal für Soziologie, eines der bedeutenden soziologischen Fachjournale im deutschen Sprachraum. Seine Forschungsschwerpunkte umfassten Gesellschaftsanalyse, Strukturwandel und Theoriegeschichte der Soziologie. Bis zu seinem Tod galt er als einer der profiliertesten deutschen Soziologen seiner Generation. | © Uni Erfurt / Franziska Schneider
Ulrich Enzensberger († 11. Januar 2026)
Ulrich Meinrad Enzensberger war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer sowie jüngerer Bruder des bekannten Autors Hans Magnus Enzensberger. Nach dem Abitur zog er nach West-Berlin, wo er Teil der linken Szene und Mitbegründer der Kommune I war. Nach seinem Germanistikstudium in München war er in Literatur, Übersetzung und Journalismus tätig. Enzensberger veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter biografische und historische Werke, und trug mit seinen Übersetzungen zur Vermittlung internationaler Literatur bei. Sein literarisches Schaffen und sein Engagement als Autor und Chronist sozialer Bewegungen prägen sein bleibendes kulturelles Erbe. | © Ulrich Enzensberger
Martin Willich († 12. Januar 2026)
Dr. Martin Walter Willich war ein deutscher Jurist, Manager und Politiker (CDU). Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg promovierte er zum Dr. jur. und begann seine berufliche Laufbahn zunächst in der Wirtschaftsprüfung und Industrie. 1974 wurde er in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt, der er bis 1995 angehörte und in der er zweimal das Amt des Präsidenten innehatte. 1965 war er in die CDU eingetreten.
Parallel zu seiner politischen Laufbahn wurde Willich 1980 Geschäftsführer der Studio Hamburg Atelier GmbH und von 1984 bis 2011 deren Vorsitzender der Geschäftsführung – er prägte das Unternehmen über drei Jahrzehnte und machte es zu einem führenden Dienstleister der deutschen Film- und Fernsehproduktion. Zudem wurde er 2005 zum Richter am Hamburgischen Verfassungsgericht gewählt. Sein Tod markiert den Verlust einer prägnanten Stimme der Hamburger Politik und Medienlandschaft, die über Jahrzehnte sowohl das politische Leben als auch die audiovisuelle Produktion in der Hansestadt mitgestaltete. | © Wikipedia
Ado Schlier († 14. Januar 2026)
Ado Schlier war ein deutscher Moderator, Musikjournalist und Festivalleiter. Schon Mitte der 1950er Jahre begann er seine Tätigkeit als künstlerischer Leiter und Veranstalter von Konzerten und Festivals, u. a. den Münchner Jazztagen und den Erdinger Jazztagen. Er war langjährig im Rundfunk aktiv, gestaltete zahlreiche Sendungen beim Bayerischen Rundfunk und war als Redakteur und Moderator ein fester Bestandteil der deutschen Radioszene. Schlier konzipierte und verantwortete über viele Jahre auch das Musikfestival „Songs an einem Sommerabend“, das zu den wenigen bedeutenden Liedermacher-Festivals im deutschsprachigen Raum gehört.
Zwischen 1979 und 1986 kommentierte er zudem den Eurovision Song Contest für die deutsche Fernsehausstrahlung. Er schrieb als Musikjournalist für verschiedene Zeitungen und wirkte als Berater für internationale Jazz-Veranstaltungen mit. Sein Tod ist ein Verlust für die deutsche Musik- und Rundfunkkultur, vor allem im Bereich Jazz, Folk und Liedermachermusik, wo er über Jahrzehnte hinweg Impulse setzte und viele Künstler förderte. | © Wikipedia
Hermann Peter Piwitt († 15. Januar 2026)
Hermann Peter Piwitt war ein renommierter deutscher Schriftsteller und Hochschullehrer. Er wuchs in Frankfurt am Main auf und studierte Soziologie, Philosophie und Literaturwissenschaft in Frankfurt, München und Berlin, stark geprägt von Denkern wie Theodor W. Adorno. Nach Tätigkeiten als Lektor und Redakteur lebte Piwitt ab 1969 als freier Autor in Hamburg. Seine Werke umfassen Romane, Erzählungen und Essays, die sich häufig mit gesellschaftlichen und politischen Themen in Deutschland und Italien auseinandersetzen. Er war Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und erhielt u. a. den Förderungspreis Literatur des Kunstpreises Berlin. Zu seinen bekannten Büchern zählen Rothschilds sowie Die Gärten im März. Piwitt starb im Alter von 90 Jahren in Hamburg. | © hermannpeterpiwitt.de
Karl-Heinz Müller-Lancé († 15. Januar 2026)
Karl-Heinz Müller-Lancé war ein deutscher Organist, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge. Er studierte unter anderem in Essen, Freiburg und am Pontificio Istituto di Musica Sacra in Rom, wo er 1955 zum Dr. mus. promoviert wurde. Ab 1951 wirkte Müller-Lancé als Professor für Orgelspiel und setzte sich insbesondere für die Pflege und Aufführung älterer iberischer Orgelmusik sowie zeitgenössischer Werke ein. Er war auch in der Restaurierung historischer Orgeln engagiert und prägte über Jahrzehnte die Musik- und Orgellandschaft, unter anderem durch Lehre und Konzerte. | © Badische Zeitung / Julius Steckmeister
Anouschka Bernhard († 15. Januar 2026)
Anouschka Bernhard war eine bekannte deutsche Fußballspielerin und später Trainerin. In ihrer aktiven Zeit spielte sie in der Bundesliga, u. a. für den VfL Sindelfingen und den FSV Frankfurt, mit dem sie mehrere deutsche Meistertitel und DFB-Pokal-Erfolge errang. Nach ihrer aktiven Karriere wechselte sie ins Trainerfach und war u. a. als Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC tätig, bevor sie ab 2011 die U16- und U17-Juniorinnen des DFB trainierte und mit ihnen mehrmals Europameister wurde. Später arbeitete sie als Verbandssportlehrerin im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband. Bernhard starb nach schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren. | © DFB Datencenter
Peer Bork († 16. Januar 2026)
Peer Bork war ein international hoch angesehener deutscher Bioinformatiker und Wissenschaftler. Er war langjährig am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) tätig, u. a. als Leiter der Abteilung für strukturelle und computergestützte Biologie sowie später als Interim Director General. Borks Forschungsarbeit konzentrierte sich auf die Entwicklung innovativer bioinformatischer Methoden zur Analyse großer biologischer Datensätze, darunter Protein-Sequenzanalyse, Netzwerk-Modelle und Metagenomik. Er war Mitglied bedeutender wissenschaftlicher Organisationen, Träger mehrerer Auszeichnungen und hielt Ehrendoktorate verschiedener Universitäten. | © Wikipedia
Jürgen Kipp († 17. Januar 2026)
Jürgen Kipp war ein bedeutender deutscher Verwaltungsrichter und Rechtsexperte. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften begann er 1976 seine richterliche Laufbahn in Berlin. 1992 wurde er Richter am Bundesverwaltungsgericht; später war er maßgeblich an der Zusammenlegung der Oberverwaltungsgerichte Berlin und Brandenburg beteiligt und ab 2005 der erste Präsident des gemeinsamen Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg. Nach seinem Ruhestand 2011 blieb er weiterhin aktiv, u. a. als Ombudsmann der Schlichtungsstelle Energie und als Richter am Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin. Daneben engagierte er sich über Jahrzehnte zivilgesellschaftlich, u. a. als Vorsitzender des Nachbarschaftsheim Schöneberg e. V. | © avr-rechtsanwaelte.de
Heinz Kälberer († 17. Januar 2026)
Heinz Kälberer war ein deutscher Politiker der Freien Wähler. Er war von 1971 bis 1981 Bürgermeister von Münsingen und anschließend von 1981 bis 2006 Oberbürgermeister der Stadt Vaihingen an der Enz in Baden-Württemberg. Darüber hinaus war Kälberer bis 2014 als Kreis- und Regionalrat aktiv, Ehrenvorsitzender des Freie Wähler Landesverbandes Baden-Württemberg sowie Vizepräsident des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zudem engagierte er sich in der Landesverkehrswacht, im Rundfunkrat des SWR und im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ludwigsburg. Für seine Verdienste erhielt er u. a. die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. | © Stadt Vaihingen
Leopold Herz († 17. Januar 2026)
Leopold Herz war ein deutscher Politiker (Freie Wähler) und Landwirt. Er war von 2008 bis 2023 Mitglied des Bayerischen Landtags, wo er unter anderem im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten tätig war und zeitweise den Vorsitz innehatte. Herz engagierte sich auch kommunalpolitisch als Gemeinderat in Wertach und als Kreisrat des Landkreises Oberallgäu. Vor seinem politischen Engagement studierte er Agrarwissenschaften und war als Landwirt tätig. | © Wikipedia
Friedhelm Brebeck († 17. Januar 2026)
Friedhelm Brebeck war ein deutscher Fernsehjournalist und Auslandskorrespondent der ARD. Nach einem Volontariat und journalistischen Anfängen bei Zeitungen wechselte er zum Südwestfunk und später zum Bayerischen Rundfunk. Ab 1973 arbeitete er als ARD-Korrespondent in zahlreichen internationalen Stationen wie Teheran, Belgrad, Wien, Tel Aviv, Istanbul, Sarajevo und im Kosovo. Brebeck berichtete über viele politische Krisen und Konflikte weltweit und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Grimme-Spezial-Preis und der Goldenen Kamera. Er gilt als prägende Persönlichkeit des deutschen Auslandsjournalismus. | © BR
Johannes Fried († 18. Januar 2026)
Johannes Fried war ein bedeutender deutscher Historiker und Mediävist. Er studierte und promovierte an der Universität Heidelberg und war Professor für Mittelalterliche Geschichte, u. a. an der Universität zu Köln und der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Fried war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und von 1996 bis 2000 Präsident des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Sein Werk umfasst zahlreiche grundlegende Studien zur mittelalterlichen Geschichte Europas und zur historischen Methodik. | © Wikipedia
Martin Speicher († 19. Januar 2026)
Martin Speicher war ein deutscher CDU-Politiker und langjähriger Bürgermeister der saarländischen Stadt Püttlingen. Er war von 2002 bis zu seiner Altersgrenze 2019 im Amt und prägte über viele Jahre die kommunale Entwicklung der Stadt. Vor seiner politischen Tätigkeit arbeitete er als Lehrer und Schulleiter und engagierte sich breit im gesellschaftlichen Leben der Region, unter anderem in Vereinen und lokalen Gremien. Speicher war verheiratet und Vater von drei Töchtern. | © Stadt Püttlingen
Peter Radunski († 19. Januar 2026)
Peter Radunski war ein deutscher Politiker, Wahlkampfmanager und Bundesgeschäftsführer der CDU. Unter den Parteivorsitzenden Helmut Kohl und Heiner Geißler spielte er eine zentrale Rolle in der strategischen Öffentlichkeitsarbeit und bei zahlreichen Bundestags-, Europa- und Landtagswahlkämpfen. In Berlin war er zudem Senator für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Leiter des Ressorts Wissenschaft, Forschung und Kultur. Nach seiner aktiven politischen Karriere blieb er beratend tätig. | © Wikipedia
Stefan Gossler († 19. Januar 2026)
Stefan Gossler war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er erlangte große Bekanntheit als deutsche Standardstimme von Jackie Chan seit den 1990er-Jahren und für die Figur des King Julien in den Madagascar-Filmen und -Ablegern. Darüber hinaus sprach er unter anderem auch Gordon Ramsay und Cell aus Dragon Ball Z. Sein Schaffen umfasste darüber hinaus zahlreiche Rollen in Film, Fernsehen und Hörspielen sowie weitere Synchronarbeiten für bekannte internationale Schauspieler. Er lebte zuletzt als freier Künstler in Berlin und Dänemark. | © Agentur Nicolai
Bernd Wilms († 21. Januar 2026)
Bernd Wilms war ein deutscher Theaterintendant, Dramaturg und Theaterwissenschaftler. Nach einem Studium der Theologie, Theaterwissenschaft, Philosophie und Germanistik begann er seine Theaterlaufbahn als Dramaturg, u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, und war später als Intendant sowie Leiter internationaler Theaterfestivals tätig. Wilms veröffentlichte zahlreiche theater- und kulturwissenschaftliche Werke und übersetzte unter anderem Operetten und literarische Texte. Für seine Verdienste erhielt er den Verdienstorden des Landes Berlin. | © deutschestheater.de
Rüdiger Erben († 21. Januar 2026)
Rüdiger Erben war ein deutscher SPD-Politiker. Erben war seit 2011 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und ab 2016 parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Zuvor war er Staatssekretär im Innenministerium des Landes und von 2001 bis 2006 Landrat des Landkreises Weißenfels. Er setzte sich besonders für Innen- und Sicherheitsfragen ein und war zudem in gesellschaftlichen Organisationen wie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge engagiert. Erben hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne. | © Wikipedia
Peter Hanser-Strecker († 22. Januar 2026)
Peter Hanser-Strecker war einer der prägenden deutschen Musikverleger der Nachkriegszeit und lange Jahre Kopf des traditionsreichen Musikverlags Schott Music – einem der ältesten noch existierenden Musikverlage Deutschlands. Nach Studium der Musik- und Rechtswissenschaft begann er 1968 im Verlag, baute dort die Rechts- und Unterhaltungsmusik-Abteilung auf und übernahm 1983 den Vorsitz der Geschäftsführung. Unter seiner Leitung entwickelte sich Schott von einem traditionellen Notenverlag zu einer international vernetzten Mediengruppe mit digitalen Notensatz-Technologien und weltweiten Tochtergesellschaften. Er war zudem in zahlreichen Verbänden und Stiftungen aktiv, etwa langjähriger Präsident des Deutschen Musikverleger-Verbands und Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA. Sein Tod markiert das Ende einer Ära in der deutschen Musikverlagslandschaft; sein Vermächtnis lebt in der fortgesetzten international ausgerichteten Arbeit von Schott weiter. | © VRM / Allgemeine Zeitung
Jürgen Eckhardt († 22. Januar 2026)
Jürgen Eckhardt war ein angesehener deutscher Rechtsanwalt mit jahrzehntelanger Erfahrung in der berufsständischen Organisation der Anwaltschaft. Nach seinem Studium in Tübingen und Münster baute er ab 1966 in Stuttgart seine Kanzlei auf und engagierte sich intensiv in berufsständischen Organisationen wie dem Anwaltsverband Baden-Württemberg, dessen Vorstand er bis 2011 angehörte. Er war Mitbegründer des Versorgungswerks der Rechtsanwälte in Baden-Württemberg und über viele Jahre für berufspolitische Belange aktiv. Eckhardts Wirken trug wesentlich zur Stärkung der Versorgung und Interessenvertretung der freiberuflichen Rechtsanwälte in Deutschland bei, und mit seinem Tod verliert die juristische Gemeinschaft einen erfahrenen Fachmann und engagierten Vertreter berufsständischer Anliegen. | © Kfz-Gewerbe Bayern
Francis Buchholz († 22. Januar 2026)
Francis Buchholz war ein bedeutender deutscher Rockbassist, vor allem bekannt als langjähriges Mitglied der Hardrock-Band Scorpions. Von 1973 bis 1992 prägte er als Bassist den Klang und Erfolg der Band, die mit weltweiten Hits wie "Rock You Like a Hurricane" und "Wind of Change" und über 100 Millionen verkauften Alben zu einer der erfolgreichsten Rock-Acts überhaupt wurde. Nach seinem Austritt aus der Band arbeitete er als Musikberater, spielte bei Projekten wie Michael Schenker’s Temple of Rock und blieb in der Musikszene aktiv. Buchholz starb im Alter von 71 Jahren nach einem Kampf gegen Krebs. Sein musikalisches Erbe als unverzichtbarer Teil der Scorpions-Geschichte und als Inspiration für Generationen von Bassisten bleibt unvergessen. | © Wikipedia
Bernhard Waldenfels († 23. Januar 2026)
Bernhard Waldenfels war ein herausragender deutscher Philosoph und einer der bedeutenden Vertreter der zeitgenössischen phänomenologischen Philosophie. Nach Studien in Bonn, Innsbruck, München und Paris lehrte er viele Jahre als Professor für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und wirkte als Herausgeber der Philosophischen Rundschau. Sein Denken gilt als prägend für eine Phänomenologie des Fremden, in der er philosophisch untersucht, wie das Fremde in Erfahrungen, Dialog und menschlicher Existenz auftaucht und verstanden werden kann. Waldenfels erhielt unter anderem den Sigmund-Freud-Kulturpreis und den Dr. Leopold-Lucas-Preis für seine philosophischen Beiträge, die weit über die deutschsprachige Philosophie hinaus Einfluss hatten. Sein Tod bedeutet den Verlust einer der wichtigsten Stimmen der nach- bzw. spätphänomenologischen Philosophie des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. | © YouTube / et al.
Holger Klotzbach († 23. Januar 2026)
Holger Klotzbach war ein einflussreicher deutscher Kabarettist, Kulturmanager und Unternehmer. Er gehörte in den 1970er und 1980er Jahren der anarchischen Kabarettgruppe Die 3 Tornados an und spielte dort Klavier und Akkordeon. Später prägte er die Berliner Kulturszene nachhaltig, indem er 1992 die Bühne "Bar jeder Vernunft" und 2002 das "Tipi am Kanzleramt" gründete – beides Varieté- und Kleinkunstorte von überregionaler Bedeutung. Unter seiner Leitung wurden diese Häuser zu festen Adressen für anspruchsvolle Unterhaltung ohne Subventionen und boten vielen Künstlern ein Forum. Sein Tod wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag ist ein Verlust für die deutsche Kleinkunst- und Kulturlandschaft. | © Bar jeder Vernunft
Hans Jörg Fahr († 15. Januar 2026)
Hans Jörg Helmuth Fahr war ein renommierter deutscher Astrophysiker und Universitätsprofessor. Nach seinem Studium in Physik, Mathematik und Philosophie promovierte und habilitierte er an der Universität Bonn, wo er ab 1978 als Professor wirkte und bis zu seiner Emeritierung 2005 lehrte. Fahr war international anerkannt für seine Beiträge zur theoretischen Astrophysik und wirkte auch in führenden Gremien der internationalen astronomischen Gemeinschaft, unter anderem als Präsident der Commission 42 der Internationalen Astronomischen Union. Sein Tod mit 86 Jahren hinterlässt eine spürbare Lücke in der deutschsprachigen Astronomie-Forschung und in der akademischen Lehre. | © Universität Bonn
Gerd Knebel († 24. Januar 2026)
Gerd Knebel war ein deutscher Musiker, Comedian und Schauspieler, vor allem bekannt als eine Hälfte des legendären Comedy-Duos Badesalz. Zunächst als Sänger der hessischen Rockband Flatsch! aktiv, wurde er gemeinsam mit Henni Nachtsheim ab den 1980er Jahren bundesweit berühmt für humorvolle Darbietungen im hessischen Dialekt, Fernsehserien wie Och Joh und Comedy Stories sowie Live-Shows. Badesalz wurde 1998 mit dem Echo ausgezeichnet und prägte über Jahrzehnte die deutsche Comedy-Szene mit ironischer Alltagsbeobachtung und Dialekthumor. Trotz einer schweren Krebserkrankung behielt Knebel bis kurz vor seinem Tod seinen Humor. Sein Weggang ist ein großer Verlust für Kabarett und Comedy. | © gerd-knebel.de
Dieter Giesing († 24. Januar 2026)
Dieter Giesing war ein bedeutender deutscher Theaterregisseur, dessen Inszenierungen über Jahrzehnte hinweg das deutschsprachige Bühnen- und Schauspielwesen mitgeprägt haben. Nach seinem Regiedebüt an den Münchner Kammerspielen 1964 arbeitete er an renommierten Häusern wie dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg und dem Burgtheater Wien. Giesing war bekannt für seine sorgfältigen, gedanklich durchdachten Inszenierungen moderner Klassiker und Gegenwartsdramatik und zeigte eine beeindruckende stilistische Bandbreite. Sein Tod im Alter von 91 Jahren bedeutet den Verlust eines der profiliertesten Köpfe des deutschsprachigen Theaters. | © AKG
Gerd Leienbach († 26. Januar 2026)
Gerd Leienbach war ein deutscher Radiomoderator, Comedian und Schlagersänger. Er prägte ab 1975 als Moderator bei SWF 3 insbesondere durch die Erfindung des bekannten Logos „Schwarzwaldelch“ und durch kreative Radiocomics wie „Knut Buttnase“. Leienbach war zudem in der ARD-Comedy-Sendung Bananas zu sehen und trat auch musikalisch unter dem Pseudonym Iljan Darc in Erscheinung. Später arbeitete er als Moderator und Produzent bei RPR1 und RPR2. Sein Tod mit 79 Jahren beendet eine vielseitige Karriere in der deutschen Radio- und Unterhaltungslandschaft, die viele Hörer über Jahrzehnte begleitet hat. | © Wikipedia
Christof Wolff († 27. Januar 2026)
Der deutsche CDU-Politiker Christof Wolff ist am 27. Januar 2026 im Alter von 84 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Christlich Demokratische Union Deutschlands sowie die kommunale Politik in Rheinland-Pfalz eine prägende und über Jahrzehnte wirkende Persönlichkeit.
Christof Wolff wurde am 11. Dezember 1941 in Brückenau geboren. Nach einem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften promovierte er an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Seine berufliche Laufbahn begann er in der öffentlichen Verwaltung, unter anderem als persönlicher Referent eines rheinland-pfälzischen Sozialministers sowie später als Dezernent und Beigeordneter in verschiedenen Landkreisen.
Im Jahr 1984 wurde Wolff zum Oberbürgermeister von Landau in der Pfalz gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis 2007und prägte die Entwicklung der Stadt über mehr als zwei Jahrzehnte maßgeblich. In seine Amtszeit fielen umfangreiche städtebauliche Maßnahmen, wirtschaftliche Impulse sowie eine nachhaltige Modernisierung der kommunalen Infrastruktur. Wolff verstand Kommunalpolitik als langfristige Gestaltungsaufgabe und legte großen Wert auf Bürgernähe, Ausgleich und Zukunftsorientierung.
Über Landau hinaus engagierte sich Christof Wolff intensiv in der kommunalen Interessenvertretung. Er war Vorsitzender des Städtetags Rheinland-Pfalz, Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetags sowie Vorsitzender des Ausschusses "mittlere Städte". Für seine besonderen Verdienste um die Stadt Landau wurde ihm im Jahr 2011 die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Auch nach dem Ende seiner Amtszeit blieb Wolff seiner Heimatstadt eng verbunden und brachte sich weiterhin beratend und unterstützend in kommunalpolitische und gesellschaftliche Projekte ein. Sein Wirken war geprägt von Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und einem tiefen Verständnis für die Bedeutung kommunaler Selbstverwaltung.
Mit dem Tod von Dr. Christof Wolff verliert Landau in der Pfalz einen langjährigen Gestalter und die deutsche Kommunalpolitik einen erfahrenen und geachteten Vertreter. Sein Engagement und sein Lebenswerk werden in Erinnerung bleiben. | © Stadt Landau
Wilfried Schrey († 28. Januar 2026)
Wilfried Schrey war ein deutscher Politiker der CDU, der in Ostdeutschland über mehrere Jahrzehnte politisch prägend wirkte. Nach einer technischen Ausbildung und einem Studium der Landtechnik arbeitete er zunächst in der Landwirtschaft, bevor er Ende der 1970er Jahre politisch aktiv wurde. Schrey trat schon 1971 in die CDU der DDR ein, die später in der gesamtdeutschen CDU aufging. Nach der Wende wurde er von 1990 bis 1994 der erste Landrat des Kreises Herzberg. Anschließend gehörte er von 1994 bis 2009 dem Landtag von Brandenburg an, wo er unter anderem stellvertretender Fraktionsvorsitzender war und in wichtigen Ausschüssen wirkte.
Sein Tod kurz vor seinem 82. Geburtstag markiert das Ende eines politischen Lebens, das maßgeblich mit dem Übergang Brandenburgs nach der deutschen Wiedervereinigung verbunden war. Schrey gilt als eine respektierte Persönlichkeit der regionalen Politik, dessen Einsatz für die kommunale und landespolitsche Entwicklung im Osten Deutschlands geschätzt wurde. Sein Verlust wird von Weggefährten als Abschied von einem der prägenden Köpfe der CDU in seiner Region empfunden. | © Wikipedia
Karl-Friedrich Zais († 31. Januar 2026)
Karl-Friedrich Zais war ein deutscher Politiker der Partei Die Linke mit langjähriger parlamentarischer Erfahrung in Sachsen. Nach einer Ausbildung zum Elektromaschinenbauer und einem Studium der Elektroautomatisierungstechnik war er viele Jahre in der Industrie tätig und politisch als Gewerkschafter aktiv. Zais gehörte von 1999 bis 2014 dem Sächsischen Landtag an, wo er insbesondere in den Ausschüssen für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr sowie Umwelt und Landwirtschaft arbeitete und für seine Fraktion als wirtschaftspolitischer Sprecher fungierte.
Zais verstarb im Alter von 74 Jahren nach einer schweren Krankheit. Sein Wirken stand im Zeichen sozialer und wirtschaftlicher Politik in Sachsen, wo er über Jahre wichtige Debatten zu Arbeitsmarkt, ökologischer Verantwortung und regionaler Entwicklung mitprägte. Der Tod dieses erfahrenen Abgeordneten bedeutet für viele in seiner Partei und seiner Heimatstadt Chemnitz den Verlust eines engagierten und fachkundigen Vertreters linker Politik. | © Wikipedia
Berühmte und bekannte Deutsche, die im Jahr 2025 von uns gegangen sind.
Um auch einigen bekannten deutschen Persönlichkeiten zu Gedenken, die bereits im letzten Jahr verstorben sind, findet ihr hier bei EarlyGame auch Listen zu Prominenten, die im Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember 2025 von uns gegangen sind.
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